«Wäre ein schrecklicher Fehler»: Trump stellt sich hinter FIFA-Präsident Infantino
Seit den gescheiterten Investorenplänen von Gianni Infantino wird die Luft für den FIFA-Präsidenten immer dünner. Am Montag wandten sich die Dachverbände von Europa (UEFA), Asien (AFC), Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF) an die Öffentlichkeit und forderten einen Rücktritt von Infantino.
Gelobt wird Infantino dafür von US-Präsident Donald Trump. Der 80-Jährige lobt seinen guten Kumpel auf dem eigenen Online-Netzwerk Truth Social in höchsten Tönen: «Er ist fantastisch und hat gerade die mit Abstand erfolgreichste Weltmeisterschaft geleitet, die jemals stattgefunden hat – und zwar um das Vierfache.»
Sollte sich die FIFA nur schon überlegen, Infantino zu ersetzen, würde der Weltfussballverband aus Trumps Sicht einen «schrecklichen Fehler» begehen. «Wenn er nicht mehr da ist, wird die Weltmeisterschaft nie wieder so erfolgreich oder profitabel sein», stellt Trump in seinem Post klar.
Dass sich Infantino und Trump gut verstehen, ist schon länger bekannt. So erhielt der US-Präsident im Rahmen der WM-Auslosung von Infantino den FIFA-Friedenspreis, welcher zum ersten Mal vergeben wurde. An der Weltmeisterschaft 2026 kam es zusätzlich zu einem Skandal, als Trump bei Infantino angerufen hatte, um die Rotsperre von US-Stürmer Folarin Balogun aufzuheben. Die FIFA sagte allerdings, dass die Aufhebung der Sperre nicht wegen Trump erfolgte. Obwohl Balogun spielen durfte, verloren die Gastgeber im Achtelfinal deutlich mit 1:4 gegen Belgien. (riz)
