International
Migration

Balkanländer lassen nur noch Syrer, Iraker und Afghanen durch

Balkanländer lassen nur noch Syrer, Iraker und Afghanen durch

19.11.2015, 17:3819.11.2015, 17:47

Im kroatischen Grenzdorf Tovarnik: Keine Medizin, keine Infrastruktur – aber täglich 1000 neue Flüchtlinge

1 / 19
Im kroatischen Grenzdorf Tovarnik: Keine Medizin, keine Infrastruktur – aber täglich 1000 neue Flüchtlinge
Der kleine ostkroatische Grenzort Tovarnik hat sich in nur wenigen Tagen zu einem Brennpunkt der Flüchtlingskrise auf dem Balkan entwickelt.
quelle: getty images europe / jeff j mitchell
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Serbien, Kroatien und Mazedonien lassen seit Donnerstag nicht mehr alle Flüchtlinge auf der sogenannten Balkanroute über ihre Grenzen. Nur noch Asylbewerber aus Syrien, dem Irak und Afghanistan würden durchgelassen, sagte die Sprecherin des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Belgrad, Melita Sunjic.

Menschen aus anderen Ländern würden abgewiesen. Dutzende seien deshalb bereits an den Grenzen gestrandet.

Auf der Balkanroute sind seit dem Sommer Hunderttausende Flüchtlinge aus Nahost, Südasien und Afrika nach Europa gekommen. Die meisten von ihnen suchen in Deutschland um Asyl an. In den Ländern entlang dieser Route wird erwartet, dass Deutschland den Zustrom an Flüchtlingen demnächst drosseln wird.

Konkrete Ankündigungen liegen in diesem Zusammenhang nicht vor. Doch die Balkanländer befürchten, dass in diesem Falle Tausende Flüchtlinge bei ihnen hängenbleiben werden. «Wir können niemanden ins Land lassen, von dem wir nicht sicher sind, dass er seine Reise fortsetzen kann», erklärte der serbische Sozialminister Aleksandar Vulin am Donnerstag. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Kalifornien stimmt über eine «Milliardärssteuer» ab – und orientiert sich an der Schweiz
Selten floss in Kalifornien mehr Geld in die Politik als bei dieser Abstimmung. Was die «Billionaire Tax» mit Donald Trump zu tun hat, wie sie aussehen soll und warum ausgerechnet die Schweiz ein Vorbild ist.
An den Zwischenwahlen in einer Woche wählen die USA ihr Parlament auf nationaler und bundesstaatlicher Ebene neu. Während in den meisten Bundesstaaten Kandidaten um Stimmen kämpfen, treibt die Menschen in Kalifornien vor allem eine Steuervorlage an die Urne.
Zur Story