Schweiz
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Warum zwei Appenzeller Piloten im Mittelmeer Flüchtlinge retten müssen – eine Reportage

Noch immer sterben Tausende auf dem Mittelmeer. Bild:zvg/hpi

Niemand mag mehr hinschauen – und doch passiert es jeden Tag: Menschen ertrinken vor den Toren Europas. Die zwei Appenzeller Piloten Fabio Zgraggen und Samuel Hochstrasser wollten bei dieser Tragödie auf dem Mittelmeer nicht länger Zuschauer sein. Mit ihrem Flugzeug suchen sie nach Flüchtlingen und retten diese vor dem sicheren Tod. Ich bin mit den beiden mitgeflogen. 



Sobald sich ihre Lungen mit Wasser füllen, sinken die Ertrunkenen langsam ab und verschwinden für vier bis fünf Tage in den Tiefen des Meeres. Dann beginnen sich ihre Körper aufzublähen und es treibt sie zurück an die Wasseroberfläche. Weil sich ihre schwarze Haut weiss verfärbt, sind sie dort gut sichtbar. In der Weite des Meeres herumtreibende Tote sehen noch vergessener aus, als sie es ohnehin schon sind.

«Ziel auf 13 Uhr.» Ruben drückt sein Gesicht an das Fenster des kleinen Flugzeugs. Sein Atem beschlägt die Scheiben. Ohne den kleinen Punkt unten im Wasser aus den Augen zu lassen, tastet er nach dem Fernglas auf seinen Oberschenkeln. Ein kurzer Blick genügt und er bestätigt: «Ja, das ist ein Schlauchboot. Und gleich daneben ist noch ein zweites. Lass uns das abchecken gehen.» Fabio lenkt das Flugzeug ein wenig tiefer, auf gut dreihundert Meter über Meer. Sam, der neben mir sitzt, beugt sich zu meiner Seite und hält den Fotoapparat bereit. Das Boot rückt näher. Fabio zieht das Flugzeug nach rechts und wir schwenken in einem Bogen über die Menschen unter uns. Das Manöver hebt uns leicht aus dem Sitz, mein Körper drückt nach rechts gegen die vibrierende Flugzeugwand. Ich schaue aus dem Fenster nach unten. Dann sehe ich sie.

Migrants and refugees wave for help from inside a wooden boat 21 miles north of Sabratha, Libya, on Friday, Feb. 3, 2017. European Union leaders are poised to take a big step on Friday in closing off the illegal migration route from Libya across the central Mediterranean, where thousands have died trying to reach the EU, the EU chief said. (AP Photo/Emilio Morenatti)

In einem Boot sind manchmal bis zu fünfhundert Menschen eingepfercht. Bild: AP

Und auch sie sehen uns jetzt. Hundert Hände winken zu uns hoch. Eine Frau rudert hektisch mit den Armen, in ihrer Hand schwenkt sie ein Tuch, das sie sich zuvor als Schutz gegen die Sonne über den Kopf gezogen hatte. Einige bewegen ihre Lippen und scheinen uns zuzurufen. Ich zähle jeweils fünf bis sechs Menschen nebeneinander und schätze, dass es über zwanzig Reihen sein müssen. Platz zum Sitzen gibt es keinen. Alle stehen, dicht an dich, sodass es kaum möglich ist, sich zu bewegen. Mir wird schlecht beim Gedanken, dass sie bereits die ganze Nacht so in diesem Boot unterwegs sind. Ohne Licht und mit einem Motor, der so schwach ist, dass er die Boote im Zickzack fahren lässt, sind sie auf das dunkle Meer gefahren. Als einziger Anhaltspunkt dienen die Flammen eines Ölbohrturmes auf dem Meer. Die Schlepper sagen den Flüchtlingen, darauf sollen sie zusteuern, es seien die Lichter von Europa.

Durch seinen Fotoapparat zoomt Sam näher ran. «Es tritt kein Wasser ins Boot ein und es hat keine Menschen über Bord. Vorläufig sollte die Situation stabil sein», sagt er. Ruben notiert sich die Zeit, Koordinaten und in welche Richtung die zwei Schlauchboote mit wie vielen Knoten pro Stunde unterwegs sind. Er wird sie danach an die Seenotrettungszentrale in Rom funken und zusätzlich die Schiffe der Nichtregierungsorganisationen (NGO) informieren, die sich heute im Suchgebiet vor der libyschen Küste befinden. Mehr können wir von hier oben nicht tun. Fabio dreht ab, die winkenden Menschen werden zu kleinen, verlorenen Punkten.

Erst vier Tage später werde ich erfahren, dass es an diesem Tag nicht alle lebend an Bord eines Rettungsschiffes geschafft haben. Von seinem Flugzeug aus wird Fabio die Leichen sehen, die es an die Wasseroberfläche treibt.

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Im Morgengrauen auf dem Weg zum Flugzeug. bild: sarah serafini

Zwei Appenzeller, eine gemeinsame Passion: das Fliegen. So lernen sich Fabio Zgraggen (32) und Samuel Hochstrasser (37) kennen. Fabio, ursprünglich Grafikdesigner, und Sam, Dachdecker, eröffnen in der kleinen Gemeinde Gais eine Gleitschirm-Flugschule. Zusätzlich lässt sich Fabio zum Piloten ausbilden. Nach einem Flugtag sitzen die beiden mit Freunden unter dem Sternenhimmel am Feuer. Schlagzeilen von Flüchtlingen, die zu Hunderten vor der italienischen Küste ertrinken, laufen über alle Kanäle. Fabio fragt sich, warum es kein Flugzeug gibt, das von der Luft aus die Seenotrettungen koordiniert. Schliesslich sei der Überblick von oben viel besser. Er und Sam sind zu diesem Zeitpunkt weder politisch aktiv noch besonders wohltätig engagiert. Vielmehr sind sie ziemlich normale junge Männer, Outdoor-Typen, die gerne in den Bergen sind oder auf Reisen, die es gerne praktisch haben, zu denen die Aussage passt: «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.» Sie gehen weder auf Demonstrationen noch sammeln sie Geld für ein karitatives Projekt. Aber sie haben einen gesunden Sinn für Gerechtigkeit. Und dieser wird an jenem Abend am Feuer geweckt.

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Das zivile Rettungsschiff der Sea-Watch. bild: sarah serafini

Sie fassen den Entscheid, dem Sterben auf dem Mittelmeer nicht mehr untätig zuzuschauen. Wenige Tage später kontaktieren sie die Organisation Sea-Watch. Die deutsche NGO war eine der ersten, die sich auf Malta niederliess und zwei eigene Schiffe kaufte, um Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten. Der Berliner Ruben Neugebauer (27), der seit Beginn von Sea-Watch auf Malta dabei ist, erhält die Mail von Fabio und Sam. Er ist von der Idee der Seenotrettung aus der Luft begeistert. Das ist die Geburtsstunde der humanitären Piloteninitiative. Ein Jahr später, im Juni 2016, starten die drei ihren ersten Seenotrettungs-Flug. Seither stehen Fabios und Sams Leben Kopf.

Inzwischen ist das Team um die humanitäre Piloteninitiative auf sechs Piloten angewachsen. Alle arbeiten freiwillig und unentgeltlich. Das vierplätzige Kleinflugzeug, die HB-KHG mit dem Rufnamen «Moonbird», haben sie von einer Flugschule in St.Moritz gechartert. «Air Corviglia» steht auf der Schnauze hinter dem Propeller. 290 Kilometer legt es in der Stunde zurück und bringt eine Flugleistung von maximal 1100 Kilometer hin. Das reicht für einen gut fünfstündigen Suchflug. Der Kabinenraum ist knapp eineinhalb Meter hoch. Ein Rettungseinsatz-Flug kostet 2000 Franken. Finanziert wird das über Spendengelder und über die Partnerorganisation Sea-Watch. Seit einem Jahr ist die Moonbird so oft in der Luft, wie es die Kapazität der Piloten zulässt, und so lange, wie das Geld für den Sprit reicht. Mit dem aktuellen Spendenstand können Fabio und Sam noch bis Mitte August weiterfliegen. Fabio verbringt pro Monat jeweils rund zwei Wochen auf Malta. «In der Hoffnung, dass es weniger wird», sagt er. Auch Sam will mit den Einsätzen zurückschrauben: «Ich habe einen kleinen Sohn. Und ehrlich gesagt bin ich langsam ein wenig durch. Was wir da oben sehen, wirkt nach.»

Fabio: «Eigentlich ist das, was wir da unten tun, nicht unsere Aufgabe.»

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Am Abend vor unserem Einsatz sitzen wir auf der Terrasse der «Burg». So nenne ich das honigfarbene Kalksteinhaus mit massiver Fassade und Rundbogenfenstern, das in Vittoriosa, einer Kleinstadt an der Ostküste von Malta, auf einer Anhöhe steht, nur wenige Meter von der Meeresbucht entfernt. Vor zwei Jahren hat sich hier die Crew von Sea-Watch eingemietet. Auch Fabio und Sam steigen hier ab, wenn sie nach ihren Flugeinsätzen auf die Insel zurückkehren.

Unten im Hafen schwimmen die Luxusyachten, in der Burg sprechen freiwillige Helfer über tote Kinder im Mittelmeer. Oben auf dem Dach haben wir Aussicht auf die maltesische Sonne, die den Himmel kitsch-rosa verschmiert und langsam hinter die aufziehenden Wolken taucht. Die aufleuchtenden Strassenlampen hüllen den malerischen Hafen in einen orangen Mantel. Beinahe kommt Ferienstimmung auf. Doch das Wissen, dass nur wenige Kilometer von hier entfernt tausende Menschen jeden Tag aus Verzweiflung aufs Meer gehen, um genau dieses Privileg des schönen Lebens auch einzufordern, trübt dieses Gefühl. Als hätte Fabio meine Gedanken gelesen, sagt er: «Manchmal fühlt es sich schon sehr seltsam an. Da warst du gerade noch in der Luft und hast Menschen beim Ertrinken gesehen und wenn du dann zurückkommst, sitzt du hier oben und schaust den Touristen beim Flanieren zu.»

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Der Hafen in Maltas Stadtteil Vittoriosa. bild: sarah serafini

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Die Sea-Watch-Crew auf der Burg. bild: sarah serafini

Wir planen den morgigen Tag. Ruben checkt das Wetter. Es wird perfekt sein. Fast kein Wind, das Meer ruhig. Fabio und Sam werfen sich vielsagende Blicke zu. Es könnte ein langer Tag werden. Ruben sagt, auch wenn das Wetter stimmt, sei es immer schwierig einzuschätzen, ob es tatsächlich Boote haben wird oder nicht. «Was die libysche Küstenwache vorhat, was die Schlepper, wie gerade die Situation in den Flüchtlingscamps in Libyen aussieht, das alles wissen wir nicht.» Der Flug vom maltesischen Flughafen an die libysche Küste ist immer ein Flug ins Ungewisse. So sehr Fabio und Sam dieses abenteuerliche Gefühl beim Gleitschirmfliegen suchen und lieben, so sehr fürchten sie es hier auf Malta. «Dieses Nichtwissen, ob du heute Flüchtlinge finden wirst oder nicht, ob du sie lebend oder tot findest, das ist nichts Schönes», sagt Fabio.

Am nächsten Morgen, dem Tag unseres Einsatzes, bekomme ich einen Eindruck davon, wie brutal sich diese Ungewissheit anfühlen kann. Um fünf Uhr brechen wir auf. Die anderen Burgbewohner schlafen noch. Nur das Licht in der Küche flutet aus dem Fenster auf die noch in Dunkelheit gehüllte Strasse. Wir steigen in unsere orangefarbenen, feuerfesten Overalls, schauen, dass jeder etwas in den Magen bekommt, verzichten aber auf Kaffee, weil dieser harntreibend ist und wir im Flugzeug während mehreren Stunden nicht auf die Toilette können, und fahren zum Flughafen. Im Auto spricht niemand. Fabio schaltet Musik ein. Campino von den «Toten Hosen» singt:

Unten im Hafen, setzen sie die Segel
Fahren hinaus aufs offene Meer
Zum Abschied winken ihre Familien
Schauen ihnen noch lange hinterher
Und das Wasser liegt wie ein Spiegel
Als sie schweigend durchs Dunkel ziehen
Kaum fünfzig Meilen bis zum Ziel
Das so nah vor ihnen liegt

Sag mir, dass das nur ein Märchen ist
Mit Happy End für alle Leute
Und wenn sie nicht gestorben sind
Leben sie noch heute

Sie kommen zu Tausenden, doch die Allermeisten
Werden das gelobte Land niemals erreichen
Doch die Patrouillen werden sie aufgreifen
Um sie in unserem Auftrag zu deportieren
Und der Rest, der wird ersaufen
Im Massengrab vom Mittelmeer

Weil das hier alles kein Märchen ist
Kein Happy End für all die Leute
Und wenn sie nicht gestorben sind
Sterben sie noch heute

Das Lied klingt wie eine Hymne auf unser Vorhaben. Vielleicht ist es der Pathos gepaart mit Nervosität und Angst, der mir den Hals zuschnürt. Ich schaue angestrengt nach draussen. Wir parken. Fabio, gähnend, die Augen noch klein, zieht seinen Rollkoffer zum Kabäuschen, wo wir durch die Militärkontrolle müssen, um auf den Flugplatz gelassen zu werden. Hinter den ersten Maschinen der internationalen Airlines, die mit laut dröhnenden Triebwerken auf die Flugbahnen rollen, steigt die Sonne als drohender roter Feuerball auf.

Während Fabio und Sam den Morgentau von den Flugzeugfenstern putzen, tigert Ruben nervös hin und her. Abwechslungsweise tippt er etwas in sein Smartphone oder Tablet. Er verschickt eine E-Mail an die EU-Militäroperation «Sophia», informiert die Seenotrettungszentrale in Rom über unseren Einsatz und schaut nochmals die Positionen der NGO-Schiffe nach, die sich gerade im Suchgebiet befinden. 

Dies sind die wichtigsten Player im südlichen Mittelmeer:

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grafik: sven rüf

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  • Die Seenotrettungsleitstelle in Rom ist eine staatliche Koordinationsstelle aller Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer. Betrieben wird sie vom italienischen Verkehrsministerium. Sämtliche Notrufe von Schiffen, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten sind, laufen hier zusammen. Die Leitstelle koordiniert alle Rettungseinsätze. Das Schiff, das am nächsten vom Unglücksort entfernt ist, ist gesetzlich zur Rettung verpflichtet.
  • Die italienische Küstenwache ist grundsätzlich auf Lampedusa und Sizilien stationiert. Fährt aber öfters auch in die Seenotrettungszone, um Flüchtlinge von Booten, die von einer NGO gerettet wurden, zu übernehmen und nach Italien zu bringen oder um selber vor Ort zu retten. Anders als die NGOs sind sie aber nicht dauerhaft in der Seenotrettungszone vor Ort. Rund die Hälfte aller Flüchtlinge in Booten werden von der italienische Küstenwache gerettet.
  • Die libysche Küstenwache kann nicht als Einheit gesehen werden, da es auch keine einheitliche libysche Regierung gibt. Die libysche Küstenwache muss eher als eine Truppe mit eigenem Kommando gesehen werden, die in ihrem Hoheitsgebiet patrouilliert. Finden sie Flüchtlinge auf Booten, schaffen sie diese zurück nach Libyen.
  • Die Frontex ist die Grenzschutzbehörde, welche die Aussengrenzen der Europäischen Union schützt. Sie ist vor allem auf dem nördlichen Mittelmeer in der Nähe der italienischen Küste und rund um Lampedusa, Sizilien und Malta im Einsatz. Die Hauptaufgabe der Frontex ist es, die ankommenden Flüchtlinge zu identifizieren und zu befragen, um mehr über die Schlepperbanden herauszufinden. Auf Auftrag der Seenotrettungsleitstelle in Rom kommt es auch vor, dass sie vor die libysche Küste fahren muss, um Flüchtlinge von den NGO-Schiffen abzuholen und nach Italien zu bringen.
  • Die Operation «Sophia» ist eine multinationale Militärmission der EU, primär zur Bekämpfung von Schleusern im Mittelmeer und zum Aufbau einer wirksamen libyschen Küstenwache. Mit Marine- oder Kriegsschiffen patrouillieren sie auf dem Mittelmeer. Sie machen nachrichtendienstliche Ermittlungen, fangen Funksprüche von Schleppern ab, um deren Kommunikationswege nachzuspüren. Zudem bilden sie libysche Einheiten aus. Sie retten eher selten Menschen aus dem Meer, ausser sie sind gerade in der Nähe eines Bootes in Not. Was sie aber tun ist, dass sie die leeren Boote von den Geretteten zerstören, damit diese nicht nochmals als Schlepperboote verwendet werden können.
  • Die Containerschiffe, Öltanker, Fischerboote
  • Die Rettungsboote der NGOs patrouillieren vor der 24-Meilen-Grenze und halten Ausschau nach Menschen in Seenot. Derzeit gibt es rund zehn Organisationen, die vor Ort helfen. Darunter «Sea-Watch», «Jugend rettet», «SOS Mediterranee», «Proactiva Open Arms» oder «Save the Children».
  • Die 12-Meilen-Grenze: Das Gebiet, das sich zwölf Seemeilen (rund 22 Kilometer) vor der libyschen Küste erstreckt, wird als Hoheitsgewässer bezeichnet. Dort gilt libysches Recht und die zivilen Retter dürfen sich darin nicht aufhalten.

Fabio sagt, seit Beginn des Jahres seien viel weniger Schiffe von staatlicher Seite her unterwegs. «Wir werden zunehmend alleine gelassen», sagt er. Er zieht den Reisverschluss seines Overalls hoch, setzt sich hinter den Steuerknüppel der Moonbird und schiebt die Sonnenbrille auf die Nase. In den letzten Monaten sind die Einsätze der humanitären Piloten, der Sea-Watch und anderen Seenotretter in die Kritik geraten. Ihnen wird öffentlich von Regierungen und Beamten der Europäischen Union vorgeworfen, naive Handlanger der Schlepper zu sein. Sie seien mitschuldig, dass sich so viele auf die gefährliche Überfahrt begeben und sterben. Sebastian Kurz, Aussenminister von Österreich, forderte: «Der NGO-Wahnsinn muss ein Ende haben.» Der Direktor der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex, Fabrice Leggeri, sagte: «Wir müssen verhindern, die Geschäfte der kriminellen Netzwerke und Schleuser in Libyen dadurch zu unterstützen, dass Migranten immer näher an der libyschen Küste von europäischen Schiffen aufgenommen werden.»

«Was wir hier tun, ist nichts Illegales», sagt Sam. Er befestigt sein Tablet an der Rücklehne des vorderen Sitzes, legt Fernglas, Fotoapparat und Sandwich bereit und schwingt sich in das Flugzeug. Ihn ärgert den Vorwurf der Schlepperei. «Menschen in Seenot zu retten und in einen sicheren Hafen zu bringen, ist eine menschenrechtliche Pflicht. Es gibt eine Verordnung, die von den Vereinten Nationen unterschrieben wurde. Die anderen sind es, die sich nicht an das Gesetz halten.» Er zieht die Türe des Flugzeuges zu.

Malta, Reportage, Sarah Serafini, Humanitäre Piloteninitiative, Fabian Zgraggen, Samuel Hochstrasser, Sea-Wach, Seenotrettung, Libyen, Küste, Kleinflugzeug, Seenot, Rettung

Die «Moonbird» und Ruben, kurz vor dem Abflug. Bild: Sarah Serafini

Doch nicht nur in der Politik, auch auf hoher See kommt es zu Angriffen gegen die Seenotretter. Eine junge Hamburgerin, die von einem zweiwöchigen Einsatz mit Sea-Watch zurück auf die Burg kam, erzählte mir, dass die libysche Küstenwache beinahe ihr Schiff gerammt habe, das unterwegs zu einer Seenotrettung war. Um ein Haar wäre es zu einem Unfall gekommen, der nicht nur das Leben der Flüchtlinge, sondern auch das der Crew der Sea-Watch und jenes der Besatzung auf dem libyschen Schiff in Gefahr gebracht hätte. Wenige Wochen vorher blockierte die rechtsextreme «Identitäre Bewegung» aus Österreich das Schiff einer Hilfsorganisation im Hafen der sizilianischen Stadt Catania. Sie wollten verhindern, dass die Seenotretter zurück ins Suchgebiet auslaufen. In ihrem Aufruf schrieben die Rechtsextremen, man wolle nicht tatenlos zusehen, wie sich Hilfsorganisationen am internationalen Geschäft der Migration beteiligten und die Illusion eines nicht existierenden Eldorados in Europa nähren.

Während sich solche Vorkommnisse häufen, steigt gleichzeitig die Zahl der Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Italien gelangen, weiter an. Im vergangenen Jahr waren es rund 180'000, die nach Italien kamen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres waren es über 60'000. 1700 starben.

«Diese Zahlen machen den Streifen entlang der libyschen Küste zur tödlichsten Zone des Mittelmeers. Nirgends in Europa gibt es mehr Tote als hier», sagt Ruben. Er ist immer noch mit seinen Geräten beschäftigt, muss noch die Funkantenne im Flugzeug befestigen, damit nachher in der Luft die Kommunikation mit den Schiffen gut klappt. Ich frage ihn, warum in aller Welt er sich das hier antut. Wie er es aushält, täglich die Tragödie auf dem Meer mitzuerleben, ohne dass die Katastrophe ein absehbares Ende nimmt, und dabei von der Politik beschimpft zu werden. Rubens Antwort kommt schnell. «Weil man nur logisch rechnen muss», sagt er. «Die Wahrscheinlichkeit, auf dem Meer zu sterben, liegt bei 1:40, wenn wir da sind. Ohne uns liegt sie bei 1:20.» Fabio wird ungeduldig. «Los jetzt», ruft er und Ruben hastet in die Moonbird. Er legt sich das Headset über die Ohren und zieht die Türe zu. Fabio startet den Motor. Es geht los.

«Perfekte Sicht», sagt Fabio und zieht die HB-KHG höher. Unter uns verschwindet die Küste von Malta hinter den wenigen Wolkenfetzen. In der Kabine ist es noch kalt, ich fröstle. Neben mir sitzt Sam, still in seine eigenen Gedanken versunken. Über das Headset lausche ich dem Gespräch zwischen Fabio und Ruben, die vorne sitzen. Sie fachsimpeln über die Technik im neuen Flugzeug. Eine Stunde dauert der Flug ins Suchgebiet. Dieses erstreckt sich über rund 1600 Quadratkilometer entlang der Zwölf-Meilen-Zone vor der libyschen Küste. Ruben dreht sich für das letzte Briefing zu Sam und mir nach hinten. Die Suche soll bei 900 Metern über Meer beginnen und weiter nach unten gehen, wenn die Sicht schlecht ist. «Jeder muss in seinem Sektor suchen und sobald jemand ein Ziel sieht, muss er darauf zeigen und es nicht mehr aus den Augen lassen», sagt er. Wir nicken. «Auf eine gute Mission», sagt Fabio und beginnt mit dem Sinkflug.

Mein Herz schlägt kräftig. Die Gespräche verstummen, der Motor rattert und dröhnt abgeschwächt durch die Kopfhörer. Alle schauen konzentriert aus dem Fenster nach unten aufs Meer. Hinten rechts ist mein Sektor. Ich drehe meinen Oberkörper zum Fenster. Meine Augen suchen dem Horizont entlang, durch die Mitte, dann direkt unter mir, dann wieder weiter hoch. Bei jeder Schaumkrone stockt mein Atem. Ist das ein Mensch, der da im Wasser treibt? Nein, ein Benzinkanister. Habe ich gut genug geschaut? Habe ich etwas übersehen? Wenn wir scheitern, wenn ich scheitere, werden Menschen sterben, denke ich. Die Sonne blendet. Ich beginne zu schwitzen. Fabio fliegt runter auf 300 Meter. Dann ruft Ruben: «Ziel auf 13 Uhr.»

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Fabio (links) checkt die Koordinaten, Ruben funkt sie den NGO-Schiffen durch. bild: sarah serafini

«Das Schlimmste ist, dass ich von der Luft aus nicht mehr machen kann, als die Koordinaten durchzufunken. Es ist ein ohnmächtiges Gefühl, wenn ich unter mir Menschen sehe, deren Boot langsam sinkt und ich weiss, dass sie sterben werden», sagt Fabio. Er wendet das Flugzeug und steuert Richtung Norden. Beim Wegfliegen kippt er die Maschine von einer Seite zur anderen, so, als ob er den Flüchtlingen in den Booten winken wollte. «So zeige ich ihnen, wohin sie steuern müssen», sagt er. Dann zieht er das Flugzeug zurück auf 900 Meter.

Erst hier oben, von wo aus ich einen Überblick über die ganze Szenerie da unten habe, realisiere ich, was da gerade passiert: Ich sehe die libysche Küste und Flüchtlingsboote, die sich langsam auf die Zwölf-Meilen-Grenze zubewegen. Ich sehe ein NGO-Schiff, das den Flüchtlingsbooten entgegen fährt. Weiter hinten sehe ich aufsteigenden Rauch. Dort wird ein Holzboot verbrannt, nachdem die Menschen gerettet wurden. Ich sehe ein libysches Fischerboot, das ein leeres Schlauchboot abschleppt und zurück an Land bringt. Wenige Stunden später wird es mit neuen Menschen gefüllt zurück auf dem Meer sein. Ich sehe Menschen mit leuchtend roten Schwimmwesten, die es bereits in Sicherheit an Bord eines NGO-Schiffes geschafft haben. Von hier oben wirkt das Ganze surreal. Es ist, als würde ich auf ein Spielbrett hinunterschauen und den verschiedenen Figuren bei ihrer Performance zuschauen. 

A rubber boat loaded of migrants is seen during a search and rescue mission in the mediterranean sea off the Libyan coasts, Italy, Tuesday, June 23, 2015. Hundreds of migrants were rescued on Tuesday by the Godetia Belgian Navy Vessel which is among a EU Navy Vessels fleet taking part in the Triton migrant rescue operations. (AP Photo/Gregorio Borgia)

Alleine auf hoher See. Bild: AP

A wooden boat, on which around 1,000 refugees and migrants were trying to cross the Mediterranean Sea from Libya to Italy, is seen being burned by the Italian army after all its passengers had been transferred to a warship that will take them to the island of Sicily Tuesday, July 19, 2016. (AP Photo/Santi Palacios)

Die Holzboote werden verbrannt, damit die Schlepper sie nicht wiederverwenden. Bild: AP

Sam: «Das Schwierigste ist, zu verstehen, warum das da unten passiert.»

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Am späteren Nachmittag sitzen wir wieder in der Burg auf der Terrasse. Noch immer stecken wir in dem orangen Overall. Die letzten Stunden haben Fabio, Sam und Ruben telefoniert und sich nach den verlorenen Booten erkundigt. 2036 Menschen konnten heute gerettet werden. 2036! An einem Tag! Im Gegensatz zu mir überrascht Ruben diese Zahl nicht. «Was wir hier haben, ist eine kontinuierliche Katastrophe. Wenn es ein Erdbeben gibt, dann braucht es einen Grosseinsatz und nach einer Weile ist es vorbei. Aber das hier geht nie vorbei.»

Wir tauschen uns aus, sprechen über Dinge, die uns durch den Kopf gehen, und darüber, was wir heute gesehen haben. Solche Gespräche seien wichtig, sagt Fabio. Um das Geschehene zu verarbeiten. Denn nicht selten erleiden Retter später ein Trauma, leiden unter Schlafstörungen und kommen nicht mehr los von dem, was sie auf dem Meer erlebt haben:

Die Flüchtlinge, es müssen über 400 sein, springen auf, als sich das Schiff der NGO nähert. Alle rennen auf eine Seite. Das Schiff kippt. Menschen fallen ins Wasser. Die Eingeschlossenen, die unter Deck lagen, ertrinken am schnellsten. Die anderen strampeln um ihr Leben, die Stärkeren ziehen sich an den Schwächeren hoch. Rettungswesten werden ins Wasser geworfen. Die Toten treiben um jene, die sich irgendwo festhalten konnten.

Wenn die Flüchtlinge nach ihrem stundenlangen Höllenritt über das Meer an der prallen Sonne von einem Schiff gerettet werden, reissen sie sich oft als erstes ihre Kleider vom Leib. Das Salzwasser und die Sonne hat ihre Haut über Stunden derart verätzt, dass es sich anfühlt, als würde der ganze Körper brennen.

Viele Menschen, die aus den Booten gerettet werden, haben frische Schussverletzungen. Sie erzählen, dass ihnen mit der Waffe gedroht wurde, als sie sich in der Nacht weigerten, in das kaputte Schlauchboot zu steigen. Die Schlepper kennen kein Pardon. Wer sich wehrt, dem wird in den Fuss geschossen.

Unten in der Küche kocht die Sea-Watch-Crew Abendessen. Pasta, Salat, Früchte zum Nachtisch. Man ist es sich gewohnt, schnell, einfach, aber trotzdem lecker für viele Leute zu kochen. Die Pilotencrew bespricht den Einsatz von morgen. Weil heute die italienische Küstenwache nicht aufbrach, um die Flüchtlinge von den NGO-Schiffen abzuholen, mussten diese sich nun selber auf den Weg nach Sizilien machen. Denn ihre Ladeflächen sind allesamt voll. Diese Reise dauert über 24 Stunden. «Wer wird also morgen noch im Suchgebiet sein?», fragt Sam. Ruben denkt kurz nach und sagt: «Nur noch zwei kleine NGOs, die zusammen Platz für etwa 400 Personen haben.» Kommen also morgen wieder so viele Flüchtlinge wie heute, wird es eine Katastrophe geben. Galgenhumor macht sich breit. Die drei schauen sich an. Und lachen.

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Normalität in einer ständigen Extremsituation: die Sea-Watch-Crew beim Abendessen. Bild: Sarah Serafini

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211Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Snowy 25.07.2017 11:14
    Highlight Highlight NGO Schiffe nehmen ausnahmslos alle Immigranten bei der 12 Meilen-Zone vor Libyen auf. Hier hat sich jemand die Mühe gemacht den NGO-Schiffsverkehr zu tracken:
    Play Icon

    Diese Seenotrettung beinhaltet die Rettung/sichere Überfahrt zum nächsten Hafen - und nicht ins 15 Stunden entfernte Italien.
    Das perverse an dieser Situation:Die Schlepper wissen genau, dass die NGO-Boote 12 Meilen vor der lybischen Küste auf die Überfahrtswilligen warten. Die Menschen werden darum in kleinste Gummiboot gepfercht und der Motor wird wieder mitgenommen - für das nächste Boot

  • piedone lo sbirro 19.06.2017 11:54
    Highlight Highlight die SVP unterstütz alles was flüchtlingsströme verursacht: steuerhinterziehung&offshore-geschäfte, bankgeheimnis (diktatoren-gelder auf schweizer banken), waffenexporte, klimaveränderung usw.

    waffen zu exportieren, sprich an kriegen mitzuverdienen, aber gleichzeitig flüchtlinge und ausländer pauschal als messerstecher und sozialschmarotzer zu verunglimpfen, zeigt die ganze verlogenheit der SVP.
  • piedone lo sbirro 19.06.2017 11:47
    Highlight Highlight zwei simple fragen an all jene die gegen flüchtlinge hetzen.

    1.
    ist es nicht störend, dass unsere banken sich eine goldige nase verdienen mit (afrikanischen) diktatorengeldern (z.b. mugabe)?

    das geld wird dem volk beraubt, und führt zu armut bzw. flüchtlingsströmen.
    ja richtig, es sind SVP/FDP die das bankgeheimnis verteidigen...

    2.
    wie lassen sich waffenexporte in alle welt mit der neutralität (der SVP doch so heilig) vereinbaren?
    • tipp-ex 19.06.2017 22:11
      Highlight Highlight eine frage an sie:

      was haben äpfel mit birnen zu tun?

      ausserdem werden sie ihre behauptung nicht belegen können, da dieser angebliche kausalzusammenhang eine ausgeburt des linken populismus ist. passt ja super ins politische programm. #fakenews
    • piedone lo sbirro 20.06.2017 08:30
      Highlight Highlight @tipp-ex

      ihr inhaltsloser nonsens unterstreicht die richtigkeit meiner fragen bzw. die verlogenheit der SVP mit der sie nicht konfrontiert werden möchten.

      fakenews finden sie im satire-magazin weltwoche. immerhin deklarieren sie ehrlich, dass sie keine kenntnisse der sachlage haben.

      das die SVP in bezahlschreiber investiert ist mir nicht neu, die tiefen anforderungen die sie dabei stellen hingegen schon.
  • tipp-ex 17.06.2017 11:25
    Highlight Highlight heute kann man sich damit schmücken, seiner heimat zu schaden. traurig, dieser linkspopulismus..
    • Juliet Bravo 17.06.2017 12:24
      Highlight Highlight Geh doch zu einer rechteren Zeitung wenn dir Watson nicht zusagt.
    • Brummbaer76 17.06.2017 13:04
      Highlight Highlight Menschen im Meer verecken lassen ist also der Heimat helfen? Ist auch einfach man muss sich nicht mal die Hände dabei schmutzig machen.
    • Firefly 18.06.2017 08:28
      Highlight Highlight Welcher Schaden? Es geht der schweiz von Jahr zu Jahr besser. Die Frankenstaercke ist ein Problem aber dieses hat mit dem internationalen Finanzkapitalismus zu tun, nicht mit Flüchtlingen. Die, die ihnen wirklich etwas wegnehmen sitzen wo anders. Diese sollten sie kritisieren, wenn sie der Heimat etwas Gutes tun wollen, nicht die Leue die schon was Gutes tun. Überhaupt, tun sie etwas, helfen sie, anstatt nur zu motzen, denn dies hilft ihrer Heimat nichts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Döst 17.06.2017 10:40
    Highlight Highlight Wenn es nur ums Menschenleben retten gehen würde, müssten die NGOs ihren Heimathafen in Lybien haben. Von dort aus ihre Rettungsaktionen durchführen, und die Geretteten sicher nach Lybien zurückbringen.
    • demian 17.06.2017 18:21
      Highlight Highlight Dazu müsste erstmal Frieden in Libyen herrschen...
  • Brummbaer76 17.06.2017 09:57
    Highlight Highlight Hmm... da wird doch immer gerne unser "Christliches Abendland" herangezogen, das es zu verteidigen gilt und dann liest man hier in unterirdische Kommentare.
    Was hat Jesus schon wieder gesagt.
    "Das was ihr dem geringsten getan habt, das habt ihr mir getan"
    Hört auf euch Christen zu nennen wenn ihr nicht mal im Ansatz danach lebt.
    • Spooky 18.06.2017 07:23
      Highlight Highlight @ Brummbaer76
      Und was macht eigentlich dein sauberer Papst mit seinen Milliarden?
    • Brummbaer76 18.06.2017 20:10
      Highlight Highlight Oh habe ich jemanden getroffen. Wo hab ich was von Katholisch und Papst geschrieben?
      Ist genau so unchristlich, darum hab ich mit der Kirche auch nicht viel am Hut. Aber das ist ein anderes Thema. Es geht darum das man das Christliche Abendland von den bösen Muslimen und wem auch immer verteidigen will, sich aber genau wie die verhält? Nämlich nur Hass verbreitet. Ob ich nun ungläubige oder ungeliebte (Menschen) in die Luft Jage, erschiesse oder sie im Meer ersaufen lasse, kommt für mich aufs selbe heraus. Wer ist nun besser?
    • Spooky 19.06.2017 23:50
      Highlight Highlight @ Brummbaer76
      "Wer ist nun besser?"

      Ich!

      Im Gegensatz zu dir möchte ich verhindern, dass die armen Schlucker auf seeuntüchtigen Gummibooten aufs Meer geschickt werden, wo sie ertrinken.

      Und anscheinend hast du nichts dagegen, dass die Schlepper und ihre Hintermänner Millionen verdienen.
  • Grundi72 17.06.2017 08:16
    Highlight Highlight Hab den Artikel nicht gelesen aber ist das überhaupt legal was die beiden machen? Schlepper sollten härter bestraft werden, habe gehört dass das ein regelrechtes Business für NGO's geworden ist..
    • Brummbaer76 17.06.2017 09:50
      Highlight Highlight Dann einfach mal den Artikel lesen. Verhindert fragen und dumme Kommentare.
    • SemperFi 17.06.2017 10:20
      Highlight Highlight @grundi72: Nicht-Lesen und Hörensagen sind super Grundlagen für Ihre qualifizierten Aussagen.
    • tipp-ex 17.06.2017 11:28
      Highlight Highlight @SemperFi Ein lustiger Gedanke, den Bericht eines linken Watson-Schreiberlings als Grundlage
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tom Foolish 16.06.2017 20:57
    Highlight Highlight Super Repo. 🙌🏼 Grandios gschriba.
  • demian 16.06.2017 19:37
    Highlight Highlight Meine Güte! Die Kommentare hier sind ja Trumpig!

    Schön von der Ausbeutung des afrikanischen Kontinenten profitieren und Geschäfte mit den korrupten Politikern machen, sich dann aber wundern wenn die Menschen die dabei leer ausgehen zu uns kommen wollen!

    Bevor ihr hier so dämliche Kommentare abgebt überlegt euch doch mal, was ihr in deren Situation tun würdet.

    PS: Aber dann immer schön jubeln wenn unsere afrikanisch stämmigen Mitbürger Medallien holen oder Tore erzielen...
    • RedWing19 16.06.2017 20:44
      Highlight Highlight "PS: Aber dann immer schön jubeln wenn unsere afrikanisch stämmigen Mitbürger Medallien holen oder Tore erzielen..."

      Was hat das jetzt mit den Flüchtlingen zu tun?
    • lichtler 16.06.2017 20:49
      Highlight Highlight Genau richtig gesagt! Danke
    • Spooky 16.06.2017 22:21
      Highlight Highlight @RedWing19
      "PS: Aber dann immer schön jubeln wenn unsere afrikanisch stämmigen Mitbürger Medallien holen oder Tore erzielen..."

      Als ob sich diese afrikanisch stämmigen Mitbürger darum kümmer würden, wieviele Afrikaner im Mittelmeer ertrinken!
    Weitere Antworten anzeigen
  • moep 16.06.2017 18:37
    Highlight Highlight In dieser Kommentarspalte stinkt's gewaltig nach Wohlstandfürzen. Einfach mal losschreien, man soll sich möglichst da raus halten, egal ob Menschen nun ertrinken oder nicht. Es ist ja das richtige oder so. Wobei sowas sagen und behaupten kann ja jeder. Und sich dann brav auf die Schulter klopfen, weil man ja das richtige getan hat. Dass kann auch jeder.
    Die Leute, die versuchen diese Flüchtlinge zu helfen, möchten wenigstens irgendwie das richtige zu tun und versuchen aktiv was daran zu ändern anstatt nur sein Maul aufzureissen.
  • rundumeli 16.06.2017 17:57
    Highlight Highlight watson macht einen auf republik ... ausführliche reportage ... fein! ... aber dann eben doch vorwiegend "embeded ngo-journalism" ... wäre es dann nicht spannend gewesen, auch mal mit einem eu-schiff mitzuschippern ... die lebensrettenden leute dort auszuhorchen ... halt beide seiten aufzuzeigen ?!
    • Juliet Bravo 17.06.2017 12:23
      Highlight Highlight Musst es ja nicht lesen.
  • Ton 16.06.2017 17:57
    Highlight Highlight Ich bin entsetzt über diese Kommentarspalte. Ja, es ist ein politisches Problem, welches dringend eine Lösung braucht. Dennoch; das sind Menschen, die da unten sterben.
  • piedone lo sbirro 16.06.2017 17:49
    Highlight Highlight flüchtlingsströme sind nicht der schleppermafia sondern einer neoliberalen wirtschaftspolitik geschuldet, die mit steuerhinterziehung und offshore-geschäften für ein weltweites wohlstandsgefälle sorgt bzw. waffen in krisengebiete liefert.

    umweltzerstörung und klimawandel werden weltweit zu weiteren grossen flüchtlingsströmen führen, da grosse gebiete z.b. in afrika und dem nahen osten unbewohnbar werden.
    irgendwann wird es dann zu spät sein die folgen rückgängig zu machen.

    dann bauen wir eine mauer mit stacheldraht um die schweiz und geben den linken und den asylanten die schuld...
    • Regas 16.06.2017 19:17
      Highlight Highlight @piedone: Machen wir doch ein einfaches Gedankenexperiment: Wir Schotten Afrika von der übrigen Welt ab wir leisten weder Humanitäre Hilfe noch holen wir Rohstoffe von dort auch der Personenverkehr wird abgebrochen.
      Afrika das von allen Rohstoffen im Überfluss hat und sich auch mit vernünftiger Agrarwirtschaft problemlos selber versorgen könnte wird jetzt im Sumpf von Korruption und Misswirtschaft noch völlig verarmen. Und daran sind dann natürlich wieder die Westlichen Konzerne und Ausbeuter die Hauptschuldigen....
    • Regas 16.06.2017 19:32
      Highlight Highlight @piedone: Da wo selbstherrliche Diktatoren und Familienclans Regieren, welche die Weltweiten Rohstoff und Kriegsmaterial - Konzerne zur Ausbeutung ihres Landes geradezu einladen um auf kosten der Bevölkerung Raubbau zu treiben wird es nie eine Besserung der Zustände Geben. Wenn eine Regierung nicht für die Bevölkerung und für die Einhaltung der Gesetze sorgt werden sich immer irgendwelche Händler finden die durch Korruption die Situation schamlos ausnutzen.
    • piedone lo sbirro 19.06.2017 10:59
      Highlight Highlight @Regas

      an ihr "gedankenexperiment" glauben sie ja selber nicht. die CH schadet afrika mehrfach.

      a)glencore tötet menschen:
      https://www.infosperber.ch/index.cfm?go=Artikel/Umwelt/Gericht-in-Sambia-verurteilt-Glencore

      b)waffenexporte:
      http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standardschweiz-exportierte-waffen-fuer-410-millionen-franken/story/28901747

      c)wo lagern afr. diktatoren wie mugabe "ihr" vermögen, welches sie dem volk rauben?
      genau, in der CH! bankgeheimnis sei dank - welcome to SVP/FDP!

      d)roche&novartis zocken weltweit ab mit medis&patentrechten. in afrka sterben kinder an grippe!
  • Pasch 16.06.2017 17:26
    Highlight Highlight Manchmal lassen sich gewisse Dinge nicht mehr in Worte fassen...
    Wenigstens bleibt noch die Musik...
    Für und Wieder und am Ende geht ja doch alles seinen Gang...
    Play Icon
  • Daniel Caduff 16.06.2017 17:16
    Highlight Highlight Die Schweiz und viele andere Länder haben das Botschaftsasyl ja nicht ohne Grund abgeschafft...
    Man wollte das Mittelmeer als zusätzliches Selektionskriterium.

    Aber nacher die Schuld den NGO geben. Ne, ist klar... 🤦
    • Daniel Caduff 17.06.2017 10:50
      Highlight Highlight http://www.watson.ch/Schweiz/Session/786791250-Asyldebatte--Nationalrat-sagt-Nein-zum-Botschaftsasyl-und-Ja-zu-Sonderzentren

      Bitte nachlesen zum Thema Botschaftsasyl. Es war die offizielle Argumentation "Können wir nicht machen, sonst werden wir überrannt". Man will das Meer als zusätzliche Eintrittshürde.

      Das mit "keine Perspektive" stimmt nur aus europäischer Sicht. Für die, die nicht wie wir zu den global reichsten 5% gehören, ist Europa nach wie vor ein Ort des Wohlstandes und des Friedens. Es lebt sich hier einfach besser als zB in Mogadischu...
  • Gmbhh 16.06.2017 16:53
    Highlight Highlight Alle kritisieren es, eine Lösung kennt keiner...
    • Daniel Caduff 17.06.2017 11:00
      Highlight Highlight Es gäbe schon Lösungen, nur sind die politisch nicht gewollt. Einrichtung von offiziellen Aufnahmezentren an der Nordküste Afrikas durch die EU und die Schweiz. Stellung des Asylgesuchs und erste Triage vor Ort. Sichere Überfahrt zu verschiedenen europäischen Häfen und anschliessend gleichmässige Verteilung auf alle EU Staaten und die Schweiz. Einheitliches Asylverfahren. Schnelle Arbeitsintegration und sei es nur "Fötzelen". Dazu politischer Druck zu "Good Governance" auf die Herkunftsstaaten und Verzicht auf Geschäfte mit Despoten (Kein Öl aus Lybien, keine Waffen nach SA).


    • CaptainLonestarr 18.06.2017 00:37
      Highlight Highlight Danke für die klaren Gedanken.
  • Butschina 16.06.2017 15:45
    Highlight Highlight Ich bin gerade geschockt von all den Egoisten hier. Klar wäre es besser in den jeweiligen Ländern zu helfen. Leider funktioniert das nicht. Wir sollten dankbar sein, hier zu leben. Und ganz ehrlich die Router über das Mittelmeer gibt es schon lange, nicht erst seit NGOs Hilfe leisten. Ich glaube nicht, dass dadurch mehr Leute die Route wählen, es kommen nur mehr lebend an.
    • Heilandsack 16.06.2017 18:02
      Highlight Highlight Ja, Burschen, zuerst wollte ich schreiben, dass bei solchen Themen regelmässig die braunen Socken aus der rechten Ecke hervorgekrochen kommen. Aber nur die wenigsten sind wirklich Faschos. Die meisten sind, wie du sagst, einfach nur Egoisten, denen der Blick über den eigenen Tellerrand äusserst schwer fällt.
    • Daniel Caduff 16.06.2017 18:20
      Highlight Highlight @Butschina

      Lass Dich nicht verarschen! Die, die jetzt grossmäulig davon reden, dass man doch "vor Ort" helfen soll, sind die ersten, die Dir erzählen wie erfolglos die internationale Entwicklungshilfe oder Gutmeschen-Organsiationen wie das UNHCR sind, wenn es darum geht, sich zu engagieren.

      Du darfst ganz sicher sein: Die, die nach Hilfe vor Ort schreien, werden alles tun, dass die Schweiz diese Hilfe nicht ausbaut, sondern tendenziell noch reduziert!
    • Makatitom 16.06.2017 21:51
      Highlight Highlight Und genau das ist ja das Allertraurigste. Die meisten, die jetzt hier verlangen, dass man vor Ort helfen soll, verlangen auch, dass die Ausgaben für Entwicklungshilfe drastisch reduziert werden. Wie ein Vorposter schon geschrieben hat. Nicht unbedingt Faschos, wenigstens nicht alle, aber auf alle Fälle Egoisten
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 16.06.2017 15:36
    Highlight Highlight Könnte man nicht einen Tausch machen?

    Ich hätte lieber 1000 Flüchtlinge als Nachbaren als auch nur einen der diversen Schlechtmenschen, die hier kommentieren.
    • Thinktank 16.06.2017 16:16
      Highlight Highlight Von mir aus kannst du alle bei dir aufnehmen und Gutmensch darfst du dich nennen, wenn du auch dafür zahlst und die Kosten nicht den anderen anhängen willst.
    • Hustler 16.06.2017 16:34
      Highlight Highlight Meinungsfreiheit ist immer gut. Wenn sie denn ins eigene Weltbild passt.
    • Heilandsack 16.06.2017 17:11
      Highlight Highlight Und, Herr Hochglanzmagazin? Passt dir die Meinung vom Senf?
    Weitere Antworten anzeigen
  • gfallmotsch 16.06.2017 15:19
    Highlight Highlight Helden!
    • Roterriese #DefendEurope 16.06.2017 22:43
      Highlight Highlight Schlepper und verbrecher
  • poesie_vivante 16.06.2017 14:24
    Highlight Highlight Die NGO-Schiffe handeln nicht so selbstlos wie man meinen könnte. Laut dailymail, und das ist jetzt weiss Gott keine unzuverlässige Quelle, bezahlen NGOs die Schlepper, damit sie (die NGOs) mit ihren Schiffen die Flüchtlinge wenige Kilometer vor der Küste "retten" und nach Italien schleppen könnte.

    Ein riesiges Geschäft findet im Mittelmeer statt und eine riesige Sauerei:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-4592108/Charities-pay-people-traffickers-ferry-migrants.html
    • Amadeus 16.06.2017 15:15
      Highlight Highlight @poesie_vivante
      Nichts gegen ihre Meinung, aber die Daily Mail als zuverlässige Quelle zu nennen ist gleich sinnvoll wie Donald Trump als guten Präsident zu bezeichnen. Die Daily Mail ist ein rechtsnationales Hetzblatt.
    • SemperFi 16.06.2017 16:14
      Highlight Highlight @poesie_vivante: Sie meinen schon DIE Daily Mail von der es in Wikipedia heisst: "Im Februar 2017 beschloss die Community der englischsprachigen Wikipedia nach ca. zweijähriger Debatte, dass die Daily Mail als Quelle generell unglaubwürdig sei und daher nicht als Beleg genutzt werden solle. Begründet wurde dieser Ausschluss der Daily Mail damit, dass sie große Mängel bei Überprüfen von Fakten habe, sensationsgierig sei und auch bisweilen Sachverhalte oder Behauptungen schlichtweg erfinde." Wenn Sie Ihre Beurteilung auf solche Quellen abstützen wundert nicht nichts mehr.
    • piedone lo sbirro 16.06.2017 17:15
      Highlight Highlight @poesie_vivante

      die schleppermafia ist nicht die ursache von flüchtlingsströmen wie sie hier ständig zu suggerieren versuchen, sondern die neoliberale politik.

      daily mail... arbeiten sie an ihren informationsquellen. frust, hass und null horizont sind sehr schlechte talente.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bettflasche mit Antithese 16.06.2017 14:00
    Highlight Highlight Die konkrete Frage ist: "Lasse ich diese Menschen da unter mir einfach ertrinken?"
    Die Fuzzi-Frage ist: Ist das jetzt gut, wenn ich diese Menschen rette? - Die grundsätzliche Frage ist nicht ansich schlecht, aber sie kommt halt immer nur, wenn die Antwort einen Teil einer "Ich mag meinen A** nicht bewegen"-Konstruktion ist. Bei Gewinnaussichten (Deals mit den Saudis) ist uns die Frage sowas von Schnurz.

    Niemand behauptet Fabio und Samuel "lösen" das Problem. Sie "lindern" es. Lösen müssen es andere.
  • simiimi 16.06.2017 13:29
    Highlight Highlight Die ganze Geschichte würde ich super finden, wenn die Beiden die Migranten nach erfolgreicher Seenotrettungn wieder an die afrikanische Küste verfrachten würden. So machen sie sich leider nur der Sache der Schlepper gemein...
    • Heilandsack 16.06.2017 16:34
      Highlight Highlight Verfrachten? Ich bitte dich!
    • Heilandsack 16.06.2017 17:17
      Highlight Highlight simiimi, ich habe nicht deine Aussage kritisiert. Ich stimme ihr sogar grundsätzlich zu! Aber die Wahl des Wortes 'verfrachten' im Zusammenhang mit Menschen solltest du vermeiden. Das wirkt irgendwie sehr... verachtend.
  • derEchteElch 16.06.2017 13:06
    Highlight Highlight 24nm vor der Küste stehen die NGO, um die Flüchtlinge aufzulesen und über den Grossteil des Mittelmeers hinüber zu transportieren. Das muss man sich mal vorstellen! Die NGO sind Teil des Schleppernetzwerks und übernehmen den Grossteil der Strecke, das muss ein Ende finden! In Seenot geratene könnten wesentlich einfach nach Lybien zurück geschafft werden, ist für die Rettungsboote schneller zu erreichen.
    • Bobo B. 16.06.2017 14:05
      Highlight Highlight Nur geht es halt eben nicht ausschliesslich um den Akt der Rettung, sondern um die Erfüllung von ideologischen Träumen, die uns alle noch über Dekaden beschäftigen werden.
    • SaraSera 16.06.2017 14:52
      Highlight Highlight Libyen ist ein Kriegsland. Leute dorthin zurückzuschaffen ist verboten. Für etwas gibt es Gesetze. Zum Glück.
    • SaraSera 16.06.2017 15:02
      Highlight Highlight Libyen ist ein Kriegsland. Es ist verboten, Leute dorthin zurückzuschaffen. Und wenn du denkst, dass 20Meter lange NGO-Schiffe Pullfaktoren sind, solltest du beginnen, dich mit der Geschichte der Migrationsbewegungen auseinanderzusetzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MergimMuzzafer 16.06.2017 12:38
    Highlight Highlight Man müsste alle Fluchtrouten nach Europa schliessen, dann würden auch keine Flüchtlinge mehr im Mittelmeer ertrinken. Dafür bessere Hilfe in Lybien und den weiteren Startorten der Flüchtlinge. Ansonsten ist das ein Fass ohne Boden, was wir hier tun ist reine Heuchelei! Die armen Flüchtlinge verhungern, ein paar ertrinken im Mittelmeer und für diejenigen, dies geschafft haben, klopfen wir und auf die Schulter 🙄 Dazu kommen noch die Falschen: http://mobile2.bazonline.ch/articles/5886f5e0ab5c375d63000001
    • El Vals del Obrero 16.06.2017 13:41
      Highlight Highlight Und wie genau soll das gehen? Stacheldraht um das ganze Mittelmeer?
    • Makatitom 16.06.2017 21:59
      Highlight Highlight Einen Atlantikwall gab es schon mal, wollen es die grauen Wölfe jetzt mit einem Mittelmeerwall probieren? Auch das wird nicht klappen!
    • DonDude 16.06.2017 23:40
      Highlight Highlight Senf. Genau so wie er geschrieben hat.!Mit Hilfe for Ort!!! Das Problem muss vor Ort gelöst werden. Alles andere ist sinnlose Geldverschwenderei und bringt langfristig weder den Flüchtlingen noch Europa etwas.
      Solange die Wasserleitung leckt, ist es sinnlos den Boden trocknen zu wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amadeus 16.06.2017 12:28
    Highlight Highlight Ich lese hier oft, wie schlecht es ist, Flüchtlinge zu retten weil:

    -es sind Wirtschaftsflüchtlinge
    -es kommen dann noch mehr
    -wir sind nicht verantwortlich
    usw.

    Grundsätzlich verstehe ich die Unsicherheit wegen dem anhaltenden Flüchtlingsstrom. Insbesondere, da man diese Menschen oft als bedrohliche Masse wahrnimmt statt Einzelschicksale zu betrachten. Und manche Globalisierungsverlierer haben auch Verlustängste und fühlen sich in ihrer Identität bedroht.

    Aber, da wegen dem Non-refoulement-Gebot keine Rückschaffung nach Lybien möglich ist, was sind denn die konkreten, legalen Alternativen?
    • Hustler 16.06.2017 14:02
      Highlight Highlight Die gibt es eben nicht. Man muss so hart es auch sein mag, Menschen zurückschicken können.
    • atomschlaf 16.06.2017 14:19
      Highlight Highlight @Amadeus: Gesetze kann und muss man anpassen, wenn sich die Verhältnisse ändern.
      Gemäss Deiner Argumentation müsste Europa unbegrenzt afrikanische Migranten aufnehmen - bis zum Zusammenbruch.

      Und wie kann man es rechtfertigen, dass afrikanische Armutsmigranten einfach so nach Europa kommen können, während qualifizierte Arbeitskräfte aus z.B. Asien hohe Hürden überspringen müssen?
    • Matthias Studer 16.06.2017 14:48
      Highlight Highlight @Amadeus, stimme voll zu.

      Die Argumente hier lassen sich wie folgt übersetzen. Hast du einen Beinbruch, amputiere das Bein. So ist der Bruch weg.

      Das man damit neue Probleme schafft, ist vollends ausgeblendet.

      Ich verstehe die Verlustängste. Aber die Lösung zum Problem fängt viel früher an.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugo Wottaupott 16.06.2017 12:24
    Highlight Highlight Immer nur die armen Flüchtenden. Zeigt mal die die sich mit dem Weggeld bereichern!
  • Maria B. 16.06.2017 12:15
    Highlight Highlight NGOs sind mittlerweile ein fast ebenso grosses Problem wie die Schlepper selbst, denn sie sichern indirekt die Tätigkeit der Schlepper ab,welche diese Rettungsdienste als Werbe-Sicherheitsargument bei Flüchtlingen nutzen, um allfällige Bedenken vor einer bezahlten Überfahrt zu zerstreuen.

    Solange der gravierende Unsinn von Frontex mit einem eigentlichen Fährdienst (oft laden sie auch ungefährdete Boote nur wenige km vom libyschen Strand auf) noch andauert, solange werden sich weitere Mio. auf den Weg machen :-(.

    Die Migranten müssen statt nach Italien an Libyens Küste zurückgebracht werden!
    • Amadeus 16.06.2017 13:56
      Highlight Highlight @Maria B
      Bevor sie hier unrealistische Forderungen stellen (Flüchtlinge nach Libyen zurückschaffen,) sollten sie sich vielleicht mit dem ‚Grundsatz der Nichtzurückweisung‘ oder generell mit internationalem Recht auseinandersetzen.
  • Chrigi-B 16.06.2017 12:12
    Highlight Highlight Wenn ihr etwas tun wollt, dann stoppt diese Boote vor Abfahrt! Die Schlepper wissen genau das ihre Boote gerettet werden. Darum laden sie noch mehr Leute auf die sowiso nicht annähernd seetauglichen Boote! Madonna, wie lange wollen wir noch Leute absauffen lassen? Der Taxidienst nach Europa motiviert die Schlepper noch zusätzlich🙈
  • piedone lo sbirro 16.06.2017 11:58
    Highlight Highlight steuerhinterziehung&offshore-geschäfte generieren ein weltweites wohlstandsgefälle, dies wiederum generiert neid und hass, dazu waffenexporte die kriege generieren.
    zusammen mit der klimaveränderung generiert all dies eben flüchtlingsströme.

    sind jene politiker, welche steuerhinterziehung und offshore-geschäfte (bankgeheimnis) gutheissen bzw. waffenexporte und akw`s fördern und die klimaveränderung leugnen nicht die gleichen die gegen flüchtlinge hetzen?

    http://www.woz.ch/1627/der-hass-im-netz/wenn-ein-schiff-mit-migranten-im-mittelmeer-versinkt-dann-finde-ich-das-eine

    • djangobits 16.06.2017 13:46
      Highlight Highlight Doch. Genau so ist es. Und alle, die diesen Leuten nach dem Mund reden, machen sich mitschuldig.
    • MaxHeiri 16.06.2017 14:41
      Highlight Highlight wenn die welt doch so einfach wäre..
    • Hustler 16.06.2017 14:48
      Highlight Highlight Ich gebe Ihnen teilweise Recht. Sind es aber nicht auch die Poliker welche sagen: Flüchtlinge aufnehmen, auch diese, die dann kommen mit: Nein wir können auch keine kriminellen Flüchtlinge zurückschicken weil das gegen Menschenrechte verstösst?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Filipposchubser 16.06.2017 11:44
    Highlight Highlight Die in der Reportage beschriebenen NGO-Seerettungsdienste sind sicherlich ein Pull-Faktor. Nur schon aus Menschlichkeit ist dies zu unterstützen.
  • IMaki 16.06.2017 11:41
    Highlight Highlight Die Maulhelden, die sich in der hiesigen Komfortzone so schampar aufregen über die Menschenrettung im Mittelmeer sollen erst dann das Maul aufreissen und ihren Müll digital verbreiten, wenn sie bereit sind, den eigenen Lebensstil an jenen der flüchtenden Menschen - vor deren Flucht - anzupassen. Sie haben sogar noch die Wahl: Zittern im Bombenhagel, unterdrückt ohne Redefreiheit und der Willkür jener ausgesetzt, die von unseren "Investitionen" gemästet werden, hungern unter den Folgen des von uns mitzuverantwortenden Klimawandels, terrorisiert durch von uns bewaffnete Idioten.
  • Alnothur 16.06.2017 11:39
    Highlight Highlight Ja, nur weiter schön den Schleppern helfen, weiter so...
  • djangobits 16.06.2017 11:15
    Highlight Highlight Du meinst immer noch, als Schweizer gingen Dich afrikanische Flüchtlinge im Mittelmeer nichts an?

    Dann schau Dir mal die Liste der umsatzstärksten Schweizer Unternehmen an und recherchiere, was für Aktivitäten und Beziehungen diese Firmen in Afrika unterhalten:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6ssten_Unternehmen_in_der_Schweiz

    Wir sehen da ja gerne weg und gewähren grosszügige Steuerrabatte, weil die Firmen ja immer noch genug abliefern, damit wir uns hier schöne Strassen und andere steuerfinanzierte Errungenschaften leisten können.

    Wir sind Teil des Problems.
  • flubi 16.06.2017 11:14
    Highlight Highlight Eigentlich sind dies Schlepper und gehören ins Gefängnis!
    • Bobo B. 16.06.2017 14:12
      Highlight Highlight @Idrisi: Mach mal halblang. Hier geht es ganz einfach darum, dass man das Seerecht auf perfide Art und Weise zu einem Instrument des Menschentranfers umfunktioniert hat. Dass man die Leute nicht ersaufen lassen kann ist klar. Aber sie über das ganze Mittelmeer zu transportieren, um sie dann Mafia und NGOs (Unterschiede immer schwieriger zu erkennen) zu übergeben, scheint nicht der Köngisweg zu sein...
    • djangobits 16.06.2017 18:08
      Highlight Highlight @Bobo B. In Deiner Welt sind die italienischen Behörden also gleichgesetzt mit der Mafia?
  • Thinktank 16.06.2017 10:55
    Highlight Highlight Die Maslov Theorie muss überarbeitet werden. Nachdem man die Selbstverwirklichungsphase erreicht hat, beginnt das Bedürfnis, sich für die Welt verantwortlich zu fühlen. Was alle "Der Westen ist schuld" - Fanatiker vergessen. Der Westen pumpt seit Jahrzehnten Geld nach Afrika ohne jeglichen Erfolg. Würde man militärisch kein Gleichgewicht schaffen, würde sich Genozid an Genozid reihen. Alle diese Länder, die heute ihre eigene Bevölkerung abschlachten, werden es so bald möglich mit Freude auch mit dem Westen tun. Die Welt wächst und wächst und dagegen unternehmen diese Empathischen nichts.
    • bokl 16.06.2017 12:24
      Highlight Highlight Und woher kommen die Waffen, mit denen sie sich abschlachten? Kenne nicht viele afrikanische Waffenproduzenten...
    • piedone lo sbirro 16.06.2017 13:53
      Highlight Highlight @Thinktank

      assad schlachtet sein volk auch mit waffen und munition aus der schweiz ab.

      die SVP unterstütz alles was flüchtlingsströme verursacht: steuerhinterziehung&offshore-geschäfte, waffenexporte, klimaveränderung usw.

      wie erklären sie eines tages ihren kindern ihr hass gegenüber (klima)-flüchtlingen wenn sie und ihre SVP sich dermassen um die umwelt foutieren, und somit die (klima)-flüchtlingsströme mit zu verantworten haben?

      http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Ruestungsskandal-Drei-Schweizer-Topbanker-angeklagt-einer-in-Haft-/story/11021331
  • Grabeskaelte 16.06.2017 10:54
    Highlight Highlight Sehr spannender Bericht! Danke dafür. Angst machen mir aber ehrlich gesagt die Verteilung der Herzen und Blitze bei den Kommentaren hier. Inhumanes Denken scheint sich wieder einmal durch die Gesellschaft zu fressen... Die Problematik ist sehr komplex und lässt sich nicht mit wenigen Massnahmen lösen. Somit bleibt uns erstmal nur die Möglichkeit die Menschen entweder zu retten oder ersaufen zu lassen. Traurig wieviele "Menschen" die zweite Option bevorzugen.
    • Wilhelm Dingo 16.06.2017 11:58
      Highlight Highlight Ja stimmt. Auf so einen Bericht kann man eigentlich nur heulen. Das Thema geht aber sehr viel tiefer.
    • atomschlaf 16.06.2017 12:01
      Highlight Highlight @Grabeskaelte: Das was Du als "inhumanes" Denken betitelst ist ganz einfach rationales Denken.
      Europa kann Afrika nicht helfen, indem wir unbegrenzt Afrikaner aufnehmen und versorgen - allein schon aufgrund des Verhältnisses der Anzahl Einwohner.

      Ausserdem gäbe es auch die Option, die Geretteten an die afrikanische Küste statt nach Europa zu bringen, wie es das internationale Seerecht vorsähe. Der Spuk hätte innert Tagen bis maximal weniger Wochen ein Ende.
    • Amadeus 16.06.2017 13:59
      Highlight Highlight @atomschlaf
      Sie behaupten das zwar immer, aber die Option gibt es nicht, solange man sich im legalen Rahmen bewegt. Das sogenannte Non-Refoulement-Verbot aus Art. 33 Abs. 1 der GFK verbietet die von der EU avisierte Rückschiebungspraxis nach Libyen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • poesie_vivante 16.06.2017 10:51
    Highlight Highlight Diejenigen Flüchtlinge, die es sich leisten können, die Schlepper zu bezahlen, retten wir im Mittelmeer und empfangen sie mit offenen Armen und diejenigen, die sich nicht die Schlepperdienste leisten können, lassen wir elend verhungern ohne mit der Wimper zu zucken:

    https://www.infosperber.ch/Gesellschaft/Migration-Die-armsten-Fluchtlinge-lassen-wir-im-Stich
    • Amadeus 16.06.2017 12:12
      Highlight Highlight @poesie_vivante
      Und wie helfen sie konkret diesen Ärmsten der Armen?
    • SemperFi 16.06.2017 16:30
      Highlight Highlight @poesie_vivante: So nach dem Motto: "Wir können nicht alle retten, also lassen wir es ganz bleiben."?
    • poesie_vivante 16.06.2017 17:00
      Highlight Highlight Ich bin mir des Dilemma sehr wohl bewusst. Meines Erachtens sollten alle Anstrengungen dahingehend unternommen werden, dass aus der dritten eine erste Welt wird. Dazu müsste sich unsere Zollpolitik, unser Rüstungspolitik etc. grundlegend ändern. Die Politik muss in die Mängel genommen werden und die politische Debatte aufrechterhalten werden. Das ist der Beitrag, den ich leiste - neben bewusstem Einkaufen.
  • AllIP 16.06.2017 10:49
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • gelb 16.06.2017 10:43
    Highlight Highlight @ watson
    Bitte mehr solche Berichte!
  • gelb 16.06.2017 10:42
    Highlight Highlight Ja lassen wir doch diese Menschen auf dem Meer Verrecken! Ihr habt Recht, diese Hilfe löst die Flüchtlingsproblematik nicht. Aber höhere Grenzzäune auch nicht!
    Der Westen, inklusive Schweiz, ist Mitschuldig weshalb Menschen flüchten. Es müssen die Fluchtursachen bekämpft werden. Dies wären unter anderem Kriege, Rüstungsexporte, Umweltzerstörung und die wirtschaftliche Zerstörung der Dritte Welt Ländern, weil man eine Neoliberale Agenda (z.B. durch den IWF) durchsetzen möchte.
    Es ist erschrecken wie gering die Empathie bei gewissen Kommentarschreibenden ist.

    • reaper54 16.06.2017 10:55
      Highlight Highlight Sehr viele der Flüchtlinge die hier gerettet werden sind Wirtschaftsflüchtlinge. Das es der Wirtschaft in ihrem Heimatland scheisse geht hat häufig mit der Mentalität/Korruption zu tun (man schaue nur schon die unterschiedlichen Mentalitäten in Europa an). Dazu kommt die massive Überbevölkerung. Beide Probleme werden 0 durch die aktuelle Flüchtlingspolitik gelöst. Europa ist nicht das Armenhaus Afrikas!
      Und ja es ist ein Fehler wenn man bei einer Dürre (welche nachweislich seit Jahrhunderten wiederkehrt) Nahrung schickt, da man so die Natur untergräbt.
    • poesie_vivante 16.06.2017 10:57
      Highlight Highlight Es ist nicht nur so, dass diese Hilfe die Flüchtlingsproblematik nicht löst. Solche Hilfe erschafft erst die ganze Flüchtlingsproblematik, da migrationswilligen Menschen, die keine Chance auf ein Flüchtlingsvisum haben, die Hoffnung gemacht wird, in Europa leben zu können und sie sich daher in Lebensgefahr begeben.

      Durch Schiffe wie Sea Watch werden stets mehr Leute animiert, den Weg übers Mittelmeer in Angriff zu nehmen. Das ist die falsche Hilfe.
    • Ruffy 16.06.2017 11:01
      Highlight Highlight Ja wir sind schon schuld daran, denn wegen unter anderem unserer Entwicklungshilfe ist die Bevölkerung auf dem Afrikanischen Kontinent geradezu explodiert.

      Wer redet von absauffen lassen, aber zurück an den Strand in Lybien sollte die Reise gehen und nicht nach Europa.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 16.06.2017 10:38
    Highlight Highlight Für die Beedigung des Dramas auf dem Mittelmeer gibt es nur 2 Lösungen: komplette Grenzöffnung und sichere Reisen oder komplette Abriegelung der Grenzen und Abschreckung der Migranten (Australienmodell).
  • Denk-mal 16.06.2017 10:35
    Highlight Highlight Banken und Pensionskassen investieren in die Rüstungsindustrie, sagt man. Kann stimmen. Nichts ist heilig. Schlage vor, den Russen, Amerikanern, Chinesen etc. den grössten Teil Flüchtlinge zuzuführen. Für unsere Waffengeschäfte nehmen wir bereits Flüchtlinge auf. Ob genug gegenüber der weltweiten Waffenlieferungen weiss ich nicht. Im Weiteren mache man ruhig mit der jetzigen Klimapolitik, Ausbeutung mit: Agrar, Bodenschätzen und Wassergeschäften in Afrika und drumherum weiter. Schon unsere kommende Generation wir uns verfluchen. Punkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • htht 16.06.2017 10:35
    Highlight Highlight Ein richtiger Teufelskreis: Man will die Leute retten, lockt dadurch aber noch mehr Leute an, was wiederum zu noch mehr toten führt.
    • Matthias Studer 16.06.2017 11:47
      Highlight Highlight Falsch, die Frage stellt sich, warum können die Menschen dort nicht leben?
      Wenn man die Frage begreift, merkt man, das hat nichts mit Schlepper zu tun. Und man begreift, gegen Schlepper vorzugehen löst kein Problem.
    • atomschlaf 16.06.2017 12:10
      Highlight Highlight @Matthias Studer: Ach ja?
      Und welches Problem wird durch die unbegrenzte Aufnahme und Versorgung von Afrikanern in Europa gelöst?
    • htht 16.06.2017 12:24
      Highlight Highlight @Matthias Studer. Du hast recht, hat aber nichts mit dem zu tun was ich gesagt habe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ruffy 16.06.2017 10:27
    Highlight Highlight Die Schlepper sind sicherlich ausserordentlich dankbar für seine Dienste...

    Ich kann nicht verstehen, warum man die Menschen nicht wieder in Libyen absetzt, sondern nach Europa bringt. Nur weil das deren Hoheitszone ist, seit wann schert uns das, die haben ihre Gewässer nicht im Griff nicht wir.
    • htht 16.06.2017 10:50
      Highlight Highlight Lybien ist ein Trümmerhaufen, bombardiert von den Amis, Engländer und Franzosen. Hätte man Lybien in ruhe gelassen, sähe es jetzt ganz anders aus.
    • Amadeus 16.06.2017 11:03
      Highlight Highlight @Ruffy
      Völkerrecht, Seerecht und EU-Menschenrecht verpflichten zur Rettung von Flüchtlingen. Flüchtlingsboote auf dem Weg nach Europa abzufangen und nach Nordafrika zurückzubringen, steht ebenfalls im Widerspruch zum Völkerrecht (siehe auch Hirsi-Urteil, EGMR, 2012). Man könnte allerdings die Grenzkontrollen in nordafrikanische Gewässer verlagern. Allerdings spielen die Nordafrikanischen Staaten da bis jetzt nicht mit.
    • nenjin 16.06.2017 11:16
      Highlight Highlight Sicher eine tolle Idee, sie wieder in Libyen abzusetzen. Wo Ihnen in die Füsse geschossen wurden.

      Jemand der sein letztes Geld bezahlt hat um auf eine Nussschale zu gelangen die eventuell untergeht wird dann sicher denken "Ach schade, hat nicht geklappt. Na dann gehe ich doch lieber wieder in mein zerbombtes Heimatland". Genau.
  • reaper54 16.06.2017 10:20
    Highlight Highlight Sebastian Kurz hat absolut recht mit dem was er sagt.
    Hoffentlich kann er die EU für seine Pläne gewinnen, er hat echte Lösungsansätze im Gegensatz zu anderen Politikern. Die Schweiz sollte Österreich bei seinen Anliegen Unterstützen.
    • djangobits 16.06.2017 11:07
      Highlight Highlight Kunz soll erst mal die These beweisen, wonach die EInsätze von NGOs mehr Leute anlocken...
    • IMaki 16.06.2017 11:28
      Highlight Highlight Herr Kurz hat keine echten Lösungsansätze sondern rechte, rechtsextreme, um genau zu sein. Das ist aber auch kein Wunder, denn der Schnösel sieht nicht nur aus, wie ein Oesterreicher kurz nach dem begeistert gefeierten Anschluss an Nazi-Deutschland, er denkt und redet auch so. Das heisst dummdreist nationalistisch.
    • htht 16.06.2017 12:01
      Highlight Highlight @mal. Das sieht man ja in der Realität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • poesie_vivante 16.06.2017 10:11
    Highlight Highlight NGO-Schiffe wie Sea Watch sind Schlepper-Taxis, welche die Flüchtlinge erst dazu animieren, sich in Lebensgefahr zu begeben, da diese wissen, dass sie schon wenige Meter nach der Küste gerettet werden.

    Anstatt die Gestrandeten, von denen die allermeisten keine Chance auf ein Flüchtlingsvisum haben, zurück nach Libyen zu bringen, "schleppen" die NGOs die Flüchtlinge nach Italien.

    Laut dem sizilianischen Staatsanwalt Zuccaro arbeiten die NGO-Schiffe sogar direkt mit den Schleppern zusammen:

    http://www.dailymail.co.uk/wires/afp/article-4437404/Italy-prosecutor-stirs-migrant-taxis-row-NGOs.html
    • El Vals del Obrero 16.06.2017 10:20
      Highlight Highlight Es besteht eine Internationale Pflicht Schiffbrüchige aufzunehmen so einfach ist

      Willst du sie lieber versaufen lassen?
    • poesie_vivante 16.06.2017 10:48
      Highlight Highlight @meine senf: Dafür gibt es die libysche und italienische Küstenwache, die in ihrer Arbeit durch NGO-Schiffe stark behindert wird.

      Erst durch die NGO-Schiffe, die eine Rettung quasi garantieren, werden die Flüchtlinge dazu animiert, sich auf dem Mittelmeer in Lebensgefahr zu begeben.

      Es besteht auch internationale Pflicht, Schiffsbrüchige an das nächstgelegene Festland zu bringen. Das wäre in diesem Fall Libyen.

      Würden Flüchtlinge zurück nach Libyen gebracht, anstatt nach Italien, wäre das Ertrinken im Mittelmeer in einigen Tagen Geschichte, da sich das Risiko nicht mehr lohnen würde.
    • Maragia 16.06.2017 11:15
      Highlight Highlight Ja, aufnehmen und wieder zurück schicken. Das war ja eben auch seine Aussage! Es hat ja nicht gesagt, man soll diese versaufen lassen
    Weitere Antworten anzeigen
  • rundumeli 16.06.2017 10:11
    Highlight Highlight "Zagatta: Herr Neugebauer, wenn man hinter Ihrer Arbeit steht, wenn man diese Bemühungen da gutheißt, muss man dann auch nicht irgendwie doch feststellen, dass das unter Umständen doch viele Flüchtlinge auch anlockt, wenn man weiß, dass nach wenigen Kilometern da schon Rettungsschiffe deutscher Hilfsorganisationen vielleicht auch warten?
    Neugebauer: Auch das ist Quatsch, das ist eben gerade von einer Studie von der Oxford University auch nachgewiesen worden, dass das nicht der Fall ist. "
    (aus einem interview mit dem deutschlandfunk)

    hmm ... kennt jemand diese oxford-studie?
  • atomschlaf 16.06.2017 10:04
    Highlight Highlight Schön, wenn man so fest daran glaubt, das Richtige zu tun.

    Weniger schön, wenn man sich eingestünde, dass man letztlich doch nur ein naiver, kostenlos arbeitender Helfer der Schleppermafia ist und tatkräftig dazu beiträgt, dass immer mehr Menschen sich in Gefahr begeben, die Schlepper immer noch lausigere Boote einsetzen und dadurch fettere Gewinne machen.

    Noch weniger schön, wenn man sich der Mitverantwortung für die immer bedrohlichere Belastung der europäischen Sozialsysteme bewusst würde.

    Selbstverwirklichung auf dem Buckel der Migranten und der europäischen Gesellschaften.
    • djangobits 16.06.2017 10:35
      Highlight Highlight Lieber weiter den Atomschlaf schlafen und tun als ob nichts wäre, ist auch keine Option.
    • TheBean 16.06.2017 11:06
      Highlight Highlight Und was machst du, um dich selbst zu verwirklichen? Flüchtlinge ertrinken lassen? Cool...
    • atomschlaf 16.06.2017 11:11
      Highlight Highlight @mal: Warum nicht?
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