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Huthi-Miliz reklamiert Angriffe in Saudi-Arabien

epa13248780 Houthi scout members participate in a protest against Saudi Arabia, in Sana'a, Yemen, 18 September 2026. Thousands of Houthi supporters demonstrated in Sana'a to reject Saudi mil ...
Mitglieder einer paramilitärischen Huthi-Jugendorganisation nehmen in Sanaa an einer Demonstration gegen Saudi-Arabien teil.Bild: keystone

Huthi-Miliz reklamiert Angriffe in Saudi-Arabien

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert, unter anderem in der saudischen Hauptstadt Riad.
19.09.2026, 22:0619.09.2026, 22:50

Ein Huthi-Sprecher teilte mit, die Gruppe habe Dutzende ballistische Raketen und Drohnen gegen «sensible Ziele» in Riad sowie auf Anlagen des saudischen Ölkonzerns Aramco in der Hafenstadt Yanbu am Roten Meer abgefeuert. Die Angriffe hätten mehrere grössere Brände ausgelöst. Die saudische Seite bestätigte Angriffe der Huthi-Miliz auf Riad und andere Städte, machte aber keine Angaben zu möglichen Schäden.

Der Mitteilung zufolge waren die jüngsten Attacken eine Reaktion auf mehr als 700 saudische Luftangriffe im Jemen. Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen in ihrem langwierigen Konflikt mit der Huthi-Miliz. Seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg gerät das Land immer wieder unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland.

Der Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen, Turki al-Malki, teilte am späten Abend mit, die saudische Luftabwehr hätte am Morgen eine von den Huthis in Richtung Riad abgefeuerte Rakete abgefangen und zerstört. Angriffe auf Janbu und weitere Städte seien ebenfalls abgewehrt worden.

Augenzeugen hatten zuvor von einem Brand eines Treibstofftanks am internationalen Flughafen von Riad berichtet, der den Flugverkehr vorübergehend unterbrochen hatte. Eine offizielle Stellungnahme zur Ursache des Brandes gab es zunächst nicht.

Huthi-Miliz kontrolliert wichtige Meerenge Bab al-Mandab

Die Huthi-Miliz hatte vor gut einer Woche in einer Blitzoffensive die Westküste des Jemen eingenommen und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer verschafft. Sie hat damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Wasserstrasse – was ein erheblicher Rückschlag für Saudi-Arabien und den internationalen Schiffsverkehr ist.

Die Bedeutung der Meerenge ist durch die Krise an der Strasse von Hormus noch gestiegen: Saudi-Arabien versucht etwa, einen Teil seiner Ölexporte nach Asien über das Rote Meer umzuleiten.

Jemenitische Armee stoppt Infiltrationsversuch der Huthi-Miliz

Die Streitkräfte der von Riad unterstützten Regierung des Jemen gaben unterdessen auf der Plattform X bekannt, dass sie einen Infiltrationsversuch der Huthi-Miliz im Süden der ölreichen jemenitischen Provinz Marib vereitelt hätten. Dabei seien zwölf Huthi-Kämpfer getötet und weitere verletzt worden. Die übrigen Huthi-Kämpfer seien aus dem Gebiet geflohen.

Die jüngsten Kämpfe sind Teil einer seit einigen Monaten andauernden Eskalation. Eine seit 2022 bestehende Waffenruhe wurde von den Huthi aufgekündigt, nachdem Saudi-Arabien einen Flug aus Teheran nach Sanaa verhindert hatte. Inmitten des sich ausweitenden Krieges, in den auch der Iran verwickelt ist, sind die Kämpfe erneut aufgeflammt und stürzen das ohnehin schon verarmte Land noch tiefer in den Bürgerkrieg. (sda/dpa)

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Menschen heben bei einer Demonstration in Tel Aviv die Hände, um ein Ende des Krieges zu fordern.

quelle: keystone / maya levin
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