International
Naher Osten

Regierungstruppen in Jemen verhindert weiteren Huthi-Vormarsch

epa13237561 A screen grab taken from an undated handout video released on 13 September 2026 by the Houthi military media center shows Houthi fighters participating in an offensive near the port city o ...
Die Kämpfe zwischen den Huthi und Regierungstruppen dauern an (Archivbild). Bild: Keystone

Regierungstruppen verhindern weiteren Huthi-Vormarsch – 125'000 Menschen auf der Flucht

Während die Kämpfe im Jemen zwischen den Huthi und der Regierung unvermindert weitergehen, bahnt sich im Jemen eine humanitäre Krise an: Mehr als 125'000 Menschen sind auf der Flucht. Die neusten Entwicklungen in Nahost.
17.09.2026, 13:1817.09.2026, 13:18

Was aktuell geschieht

Die Kämpfe zwischen Huthi-Rebellen und der international anerkannten Regierung im Jemen gehen unvermindert weiter. Wie die Nachrichtenagentur DPA aus Militärkreisen im Umfeld der Regierungstruppen erfuhr, konzentrierten sich die Gefechte seit der Nacht auf den Westen der Provinz Tais, nahe der Meerenge Bab al-Mandab. Die bergige Provinz ist von strategischer Bedeutung für die Beherrschung der Küste, die von den Huthi-Rebellen kürzlich erobert wurde.

Demnach gelang es der Regierung – unter anderem mit Hilfe von Luftschlägen –, das Vorrücken der Huthi an zwei Fronten zu verhindern. Dabei seien Dutzende Rebellen getötet oder verwundet worden. Eine Huthi-Drohne sei nahe der Meerenge abgeschossen worden, hiess es weiter.

Huthi-Medien berichteten von Luftangriffen durch saudische Kampfflugzeuge in den Provinzen Tais und Haddscha. Demnach wurden unter anderem Sendemasten angegriffen. Die Angaben beider Seiten konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Eine mit der Regierung verbündete Miliz im Südjemen, die sogenannten Riesen-Brigaden, berichtete ebenfalls von Kämpfen mit den Huthi in der Nähe der Meerenge Bab al-Mandab. Dabei seien zwei Fahrzeuge der Huthi zerstört und deren Insassen getötet worden.

125'000 Menschen mussten bereits fliehen

Insgesamt wird gemäss den Vereinten Nationen von mehr als 125'000 Menschen ausgegangen, die seit Beginn des Monats durch die Kämpfe in die Flucht getrieben wurden.

Allein in der Region Tais mussten nach Schätzungen der Regierung 67'000 Menschen wegen der Kämpfe aus ihren Häusern fliehen. Viele Menschen versuchen gemäss dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), über die Meerenge von Bab al-Mandeb nach Dschibuti zu gelangen.

«Viele Familien flohen kurzfristig mit nur wenigen Habseligkeiten. Unterkünfte, Nahrung, sauberes Wasser, medizinische Versorgung und Schutzmassnahmen gehören zu den dringendsten Bedürfnissen, da die aufnehmenden Gemeinden und die Notunterkünfte zunehmend überlastet sind.»
UNHCR

Am Dienstag kam der UN-Sicherheitsrat in der zweiten Dringlichkeitssitzung innerhalb weniger Wochen zusammen. Die Ratsmitglieder riefen alle Beteiligten zur Deeskalation und zur Wiederaufnahme des Dialogs auf – die Kämpfe gehen allerdings weiter.

US-Beamte trafen sich mit Huthis

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, trafen sich US-Beamte über das Wochenende mit Vertretern der Huthi in der US-Botschaft in Maskat im Oman.

Dabei soll die Miliz den US-Vertretern mitgeteilt haben, dass man keine Absicht hege, US-amerikanische Schiffe in der Region anzugreifen, und man sich an den Waffenstillstand aus dem Jahr 2025 halten würde.

(ome/sda)

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