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Lampedusa benennt Migranten-Pier nach Papst Franziskus

Lampedusa benennt Migranten-Pier nach Papst Franziskus

04.07.2026, 10:4904.07.2026, 11:51

Papst Leo XIV. hat während seines Besuchs auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa eine Gedenktafel für seinen Vorgänger Franziskus gesegnet, nach dem ein zentraler Ankunftsort von Mittelmeer-Migranten künftig benannt wird. Der bisher Molo Favaloro genannte Pier wird künftig Molo Papa Francesco heissen. Mit diesem Schritt soll an das Engagement des verstorbenen Papstes für Flüchtlinge erinnert werden.

Pope Leo XIV blesses a plaque naming Molo Favaloro after Pope Francis in Lampedusa, Sicily, southern Italy, Saturday, July 4, 2026, during a one-day pastoral visit to the Sicilian island, a frequent l ...
Papst Leo bei der neuen Gedenktafel auf Lampedusa.Bild: keystone

Der Pier ist einer der symbolträchtigsten Ankunftsorte für Migranten im zentralen Mittelmeer. An dem rund 150 Meter langen Landungssteg gehen seit Jahren Menschen an Land, die die gefährliche Überfahrt über das Meer überlebt haben. Entweder erreichen die Boote ihn aus eigener Kraft oder Hilfsschiffe bringen im Meer aufgelesene Menschen dorthin.

FILE - In this Wednesday, Nov. 27, 2013 file photo Pope Francis tries to keep himself warm as he attends his weekly general audience in St. Peter's Square at the Vatican. (AP Photo/Alessandra Tar ...
Papst Franziskus im Jahr 2013.Bild: keystone

Papst traf mehrere Migranten aus dem Hotspot

Leo segnete die Gedenktafel mit der Aufschrift: «Molo Papa Francesco – ein Ort der Ankunft, der Hoffnung und der Menschlichkeit». Er hielt danach kurz inne und grüsste Migranten, die Medienberichten zufolge für den Besuch des Papstes aus dem Aufnahmelager der Insel, dem sogenannten Hotspot, zum Pier gebracht wurden. Dort werden Migranten, die an dem Pier erstmals europäischen Boden betreten, unmittelbar nach ihrer Ankunft hingebracht.

Zuvor besuchte das Oberhaupt der katholischen Kirche den Friedhof von Lampedusa, wo er an die Menschen erinnerte, die im Meer ums Leben gekommen sind. Anschliessend besuchte er das Denkmal Porta d'Europa. Am Vormittag feiert er eine Messe, bevor er mittags zurück nach Rom fliegt. (dab/sda/dpa)

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quelle: keystone / massimo percossi
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