Russland wirft Gleitbomben ab: Tote und Verletzte in ukrainischer Stadt Sumy
Das russische Militär hat durch den Abwurf von Gleitbomben auf die nordostukrainische Stadt Sumy mindestens vier Menschen getötet. «Darunter ist auch ein Mädchen», sagte der Bürgermeister von Sumy, Artem Kobsar, in einem auf seinem Telegramkanal geteilten Video. Weitere sieben Personen mussten demnach verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Auf dem Video ist ein Bombenkrater im Asphalt und ein zerfetzter Kleinbus in einem Wohngebiet zu sehen. Die örtlichen Behörden warnten vor weiteren Angriffen.
Russland setzt in seinem inzwischen mehr als vier Jahre dauernden Krieg gegen die Ukraine häufig Gleitbomben ein. Sie werden von Flugzeugen noch weit von der Front entfernt abgeworfen und schweben dann über mehrere Kilometer Entfernung in Richtung Ziel. Obwohl die Waffen gelenkt sind, gelten sie als nicht besonders zielsicher. Immer wieder treffen sie zivile Objekte.
Russland beansprucht die vier ukrainischen Regionen Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja für sich. Russische Truppen halten aber auch Landstreifen in den an Russland angrenzenden ukrainischen Regionen Sumy und Charkiw besetzt. Kremlchef Wladimir Putin hatte im vergangenen Jahr erklärt, dort eine Pufferzone schaffen zu wollen, um die russische Zivilbevölkerung vor ukrainischen Angriffen zu schützen. Während die Geländegewinne der russischen Einheiten dort minimal sind, hat das Leiden der ukrainischen Zivilbevölkerung dadurch noch einmal zugenommen. (sda/dpa)
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