Russland verhängt Ausnahmezustand auf der Krim
Russland hat auf der besetzten Halbinsel Krim den Ausnahmezustand verhängt. Der Ausnahmezustand solle ab 13 Uhr (Ortszeit) gelten, wie der Gouverneur Sergei Aksjonow verkündete.
Die Massnahme soll laut Aksjonows Angaben dazu dienen, Fragen im Zusammenhang mit Finanzen, Krediten, Verträgen und Schadenersatz zu regeln, da sich die Lage auf der besetzten Halbinsel weiter verschlechtere. «Ich bitte alle, Ruhe zu bewahren und ausschliesslich offiziellen sowie verlässlichen Informationsquellen zu vertrauen», teilte Aksjonow mit.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren nahezu täglich mit Luftangriffen. Zuletzt hatte die ukrainische Armee ihre Gegenangriffe verstärkt. Sie greift nach Angaben Kiews neben militärischen Zielen vor allem die russische Öl- und Energieinfrastruktur an, um Russlands Kriegskasse zu schwächen.
Auf der Krim war am Sonntag aufgrund der ukrainischen Attacken der Verkauf von Treibstoff eingestellt worden. Ausserdem kam es bereits mehrfach zu Stromabschaltungen. Aksjonow betonte bereits am Donnerstag, dass die Versorgung mit Lebensmitteln und wichtigen Medikamenten auf der Krim gesichert sei. (hkl/pre)
