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In Österreich braucht es ab Montag, 1. November eines der drei Gs für den Arbeitsplatz.
In Österreich braucht es ab Montag, 1. November eines der drei Gs für den Arbeitsplatz.Bild: sda

Europa steuert in die vierte Welle – und zwei Länder scheren oben aus

In den letzten Tagen stiegen nicht nur die Corona-Neuinfektionen in der Schweiz, auch um uns herum wird das Covid-19-Virus wieder vermehrt nachgewiesen. Dabei stechen insbesondere zwei Länder heraus.
02.11.2021, 05:5603.11.2021, 09:33
Reto Fehr
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In Europa steigen die Fallzahlen

Nicht nur bei uns in der Schweiz, auch in unseren Nachbarländern steigen die Neuinfektionen mit dem Coronavirus wieder an. Klar, die Neuinfektionen dürfen nicht isoliert betrachtet werden, sie dienen aber weiterhin als eine Art «Frühwarnsystem». Während Asien und Afrika schon seit Beginn der Pandemie selten viele Fälle pro Einwohner vermeldeten, verbesserte sich die Lage in Nord- und Südamerika in den letzten Wochen ebenfalls.

In Europa zeigen die Kurven allerdings in eine andere Richtung: steil nach oben. Bereits nähern sich die Zahlen wieder den Rekordwerten vom letzten Herbst/Winter, als die Pandemie ihren bisherigen Höhepunkt erreichte.

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Wie geht es den Ländern, welche die Pandemie «beendeten»?

Dabei erklärten Länder wie Grossbritannien (19. Juli), Dänemark (6. September), Norwegen (25. September), Schweden (29. September) oder Portugal (1. Oktober) die Pandemie für «beendet».

So haben sich die Fallzahlen seither in diesen Ländern entwickelt:

Es fällt auf, dass es nach dem «Beenden» der Pandemie einige Tage dauerte, bis die Fallzahlen anstiegen. Grösstenteils wurde dies zumindest in kleinem Ausmass erwartet. Eine Ausnahme bildet Grossbritannien, das kurz nach der EM 2021 hohe Infektionszahlen auswies. Darum ging die Kurve auf der Insel erst runter, bevor sie wenige Tage später wieder anzog.. In Schweden und Portugal blieben die Fallzahlen bisher tief.

Und wie sieht es in den anderen Ländern aus?

Auch andere Länder Westeuropas, welche die Pandemie nicht für beendet erklärt haben, sehen sich mit teilweise stark steigenden Zahlen konfrontiert. Insbesondere in Österreich, der Niederlande und Deutschland zeigt die Infektionskurve wieder steil nach oben.

Hohe Impfquote, tiefere Zahlen

Auch wenn die Impfung insbesondere vor schweren Verläufen schützt und nicht so stark vor der Ansteckung selbst, zeigt sich, dass der Impffortschritt eine wichtige Rolle spielt.

Am meisten vollständig geimpfte Personen weist mit Abstand Portugal aus – die Fallzahlen sind dort auch weiterhin tief. Danach folgt Spanien. Auch hier stiegen die Neuinfektionen zuletzt nicht.

An dritter Stelle kommt aber Dänemark, das die dritthöchste Impfquote der ausgewählten Länder ausweist. Auch die Niederlande, das von den ausgewählten Ländern die fünfthöchste Impfquote ausweist, verzeichnet aktuell massive Zunahmen an neuen Fällen.

Was noch auffällt: In Deutschland, der Schweiz und Österreich nehmen die Neuinfektionen in den letzten Tagen ziemlich stark zu, die Impfquoten sind in diesen Ländern am tiefsten.

In Österreich kommen die nächsten Verschärfungen

Einer der wichtigsten Faktoren in der Pandemiebewältigung ist weiterhin die Entwicklung in den Spitälern. Auch hier dürften die Zahlen wieder steigen. Bekanntlich ist diese Entwicklung mit rund zwei Wochen Verzögerung zu beobachten.

Schauen wir uns die beiden Länder Westeuropas an, welche zuletzt die am stärksten steigenden Fallzahlen zu verzeichnen hatten: Österreich und die Niederlande. Beginnen wir mit unserem östlichen Nachbarn, wo die Impfquote mit der Schweiz vergleichbar ist. Covid-Patienten auf der Intensivstation nahmen in den letzten Wochen in einer ähnlichen Welle zu wie die Fallzahlen – und so, wie sie in diesem Jahr bisher immer auf Entwicklungen der Fallzahlen folgten. Experten gehen davon aus, dass bis Mitte November 300 bis 435 Personen auf einer Intensivstation betreut werden müssen.

Am Freitag lagen 279 Covid-Patienten auf der Intensivstation. Ab einer Zahl von 300 Intensivpatienten tritt mit einer Woche Vorlaufzeit die zweite der fünf Stufen des neuen Massnahmenplans der Regierung in Kraft. Dann ist unter anderem der Zutritt zur Nachtgastronomie und zu Après-Ski-Lokalen nur noch Genesenen und Geimpften gestattet. Ab 500 mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten gilt diese Regel auch für alle anderen gastronomischen Betriebe und die Hotels. Ab 600 Betten droht ein Lockdown für Ungeimpfte.

Österreich hat schon vor der Schwelle von 300 Covid-Patienten auf der Intensivstation auf die Entwicklungen reagiert. Die Impfkampagne soll neuen Schwung erhalten. Seit Montag (1. November) müssen alle, die Kontakt zu anderen Menschen nicht ausschliessen können, getestet, genesen oder geimpft sein. Für eine 14-tägige Übergangsfrist kann man auch durchgehend eine FFP2-Maske tragen.

Niederlande zeigt: Höhere Impfquote, weniger Patienten auf der Intensivstation

Auch in den Niederlanden, dem Land mit der zweitsteilsten Fallzahlen-Kurve, zeigen sich die Auswirkungen der seit knapp vier Wochen stark steigenden Fallzahlen in den Spitälern. Die Höchstbelegungen während der Phase vom November 2020 bis Mai 2021 liegen allerdings noch deutlich höher als im Moment.

Zudem nimmt die Belegung auf den Intensivstationen des Landes zwar zu, aber nicht so rasant wie in Österreich. Die Fallzahlen der beiden Länder entwickelten sich zuletzt ähnlich, aber in den Niederlanden sind 68,6 Prozent vollständig geimpft, in Österreich 62,5 Prozent.

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