International
Tier

Bärenmutter und Jungtiere nach Angriff in Slowakei getötet

Bärenmutter und Jungtiere nach Angriff in Slowakei getötet

In der Slowakei haben die Behörden eine Bärenmutter und ihre beiden Jungtiere abgeschossen.
10.08.2026, 14:4210.08.2026, 14:42

Die Tötung sei beschlossen worden, weil die grossen Raubtiere als Gefahr für die Bevölkerung eingestuft worden seien, berichtete die Agentur TASR unter Berufung auf das Umweltministerium. Zuvor hatte die Braunbärin einen 42 Jahre alten Mann angegriffen und schwer verletzt.

Braunbär.
In der Slowakei ist eine Bärin getötet worden.Bild: Shutterstock

Der Verletzte war am Sonntagabend an einer Ausfahrt einer Autobahn bei Turany im Norden des Landes aufgefunden worden. Er wurde mit Brust- und Kopfverletzungen, die auf einen Bärenangriff hindeuteten, in ein Spital gebracht. Ein spezielles Einsatzteam machte daraufhin die Bärengruppe mit Hilfe von Drohnen mit Wärmebildkameras ausfindig.

Das Alter des erlegten Muttertieres wurde auf 18 Jahre geschätzt. Das sei in freier Wildbahn ein vergleichsweise hohes Alter, hiess es. Das Gewicht lag bei rund 136 Kilo. Die Jungtiere brachten jeweils 23 und 25 Kilo auf die Waage und dürften damit rund ein halbes Jahr alt gewesen sein. Turany ist eine Stadt in der Nordslowakei mit rund 4000 Einwohnern, knapp 180 Kilometer nordöstlich von Bratislava.

Schwieriges Zusammenleben

In dem EU- und Nato-Mitgliedstaat Slowakei kommt es immer wieder zu Zusammenstössen zwischen Braunbären und Menschen. Im Frühjahr 2025 rief die Regierung eine Notlage aus und beschloss, rund 350 Bären zum Abschuss freizugeben. Tierschützer befürchten, dass dies den Bestand der eigentlich geschützten Tiere gefährden könnte.

Eine Studie in Kooperation mit der Prager Karls-Universität aus dem Jahr 2022 hatte die Zahl der Bären auf mindestens 1'012 und maximal 1'275 Bären geschätzt. Neuere Daten liegen bisher nicht vor. Die meisten der Braunbären leben im Landschaftsschutzgebiet Polana im Herzen der Slowakei sowie im Fatra-Tatra-Gebiet, einem Teil der Westkarpaten. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Irlands gefährlichster Gangster? 49-Jähriger in Haft – doch der bestreitet alles
Der mutmassliche Anführer einer europaweit bedeutsamen kriminellen Organisation ist von Dubai nach Dublin ausgeflogen worden und in Untersuchungshaft gekommen.
Am Sonntag sorgte die Landung eines Regierungsjets in Irland für Aufruhr. Denn nicht irgendwer sass an Bord: Der Mann steht laut Medien mutmasslich an der Spitze der berüchtigten Kinahan-Clangruppe in Irland. Im Frühjahr war er bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgenommen worden. Der 49-jährige Ire erschien laut britischer Nachrichtenagentur PA nach der Ankunft zunächst vor einem Sonderstrafgericht.
Zur Story