International
Iran

Trump verteidigt Öl-Lockerungen gegen Russland

Trump schiesst gegen Selenskyj – und verteidigt Öl-Lockerungen für Russland

US-Präsident Donald Trump hat die Lockerung von Sanktionen seiner Regierung gegen Russland infolge des Iran-Kriegs gerechtfertigt. Gleichzeitig schoss er wieder einmal gegen Wolodymyr Selenskyj.
15.03.2026, 05:3515.03.2026, 06:39

«Ich will Öl für die Welt haben», sagte Trump dem Sender NBC News auf die Frage zu seiner Entscheidung, angesichts der steigenden Energiepreise Kaufbeschränkungen zu lockern.

FILE - U.S. President Donald Trump greets Russian President Vladimir Putin, Aug. 15, 2025, at Joint Base Elmendorf-Richardson, Alaska. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson, File)
Vladimir Putin,Donald Tr ...
Trump kuschelt wieder einmal rhetorisch mit Wladimir Putin. (Archivbild)Bild: keystone

Zur Unterstützung der Ukraine in ihrem seit mehr als vier Jahren andauernden Abwehrkampf gegen Russlands Invasion waren beispiellose Sanktionen gegen Moskau verhängt worden. Doch vor wenigen Tagen teilte US-Finanzminister Scott Bessent mit, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befinde, vorerst doch wieder straflos verkauft werden dürfe. Ziel sei, das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Kriegs drastisch gestiegen waren. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

Deutschland und andere Unterstützer der Ukraine hatten die Entscheidung massiv kritisiert und darauf verwiesen, dass der Druck auf Russland aufrechterhalten werden müsse, um den Krieg zu beenden.

Trump hingegen warf dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in dem NBC-Interview erneut vor, ein grösseres Hindernis für ein mögliches Ende des Krieges zu sein als Kremlchef Wladimir Putin. «Ich bin überrascht, dass Selenskyj kein Abkommen schliessen will. Sagen Sie Selenskyj, er soll ein Abkommen schliessen, denn Putin ist dazu bereit», sagte Trump in dem NBC-Interview. «Mit Selenskyj ist es weitaus schwieriger, eine Einigung zu erzielen.»

«Der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen, ist Selenskyj»

Selenskyj hatte den US-Streitkräften und ihren Verbündeten im Nahen Osten Anfang März seine Hilfe beim Abfangen iranischer Drohnen angeboten, da die Ukrainer in vier Kriegsjahren reichlich Erfahrung damit gesammelt haben. Dazu sagte Trump: «Wir brauchen keine Hilfe.» Und: «Der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen, ist Selenskyj.» Der ukrainische Präsident hatte gesagt, Länder im Nahen Osten hätten um Erfahrungsaustausch beim Abfangen iranischer Drohnen gebeten. Deshalb seien Expertenteams in drei Länder entsandt worden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
130 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Kommentar*innen
15.03.2026 06:52registriert Juni 2018
Der Orange 🍊 geht der Arsch grad auf Grundeis. Er hat Bockmist gebaut, denn mit seinem Krieg im Iran geht auf dem Weltmarkt das Öl langsam aus. Und wer ist dafür verantwortlich: Bibi & die 🍊. Das gibt Stunk im Inland der USA. Die Midterms rücken näher. Wait: Das steht Vladi schon als Lösung bereit 😇. Nur gibts da noch der lästige Krieg in der UA. „Hacken wir auf dem unsäglichen Angegriffenen rum, der sich nicht ergeben will und damit den Weltmarkt stört“, denkt sich die 🍊.

Ein absolutes Schmierentheater. Weit entfernt vom Völkerrecht und jeglicher Empathie. Wer hat den bloss gewählt 🤦🏻
3035
Melden
Zum Kommentar
avatar
dattlezwicker
15.03.2026 06:48registriert Juni 2023
einmal mehr muss ich dieser tage sagen: putin reibt sich die hände - agent 'krasnov' liefert!
2435
Melden
Zum Kommentar
avatar
sowhat
15.03.2026 07:55registriert Dezember 2014
Trump führt grade den Beweis, dass Checks and Balances rein gar nichts wert sind.
Es ist schockierend zu erleben wie in einer Demokratie 1 Mann die ganze Welt in den Abgrund reissen kann ohne, dass er in die Schranken gewiesen und davon abgewiesen werden kann.
2253
Melden
Zum Kommentar
130
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stimmt für Abschiebezentren
Die Fraktion von CDU und CSU im Europaparlament hat mit Unterstützung rechter Parteien wie der AfD ein Gesetzesprojekt zur Verschärfung der EU-Asylpolitik vorangetrieben. Bei einer Abstimmung wurde ein Text angenommen, der unter anderem die Abschiebung von Asylsuchenden in sogenannte «Return Hubs» in Staaten ausserhalb der EU ermöglichen soll. (sda/dpa)
Zur Story