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Briten demonstrieren gegen Trumps US-Einreiseverbot

Briten demonstrieren gegen Trumps US-Einreiseverbot

31.01.2017, 06:5531.01.2017, 07:00
Demonstrators hold placards and an image of former U.S. President Barack Obama during a protest against U.S. President Donald Trump's executive order travel ban in London, Britain January 30, 201 ...
«Dump Trump»: Demonstranten in London.Bild: STEFAN WERMUTH/REUTERS

Zehntausende Menschen haben am Montag in London und anderen Städten in Grossbritannien gegen das umstrittene US-Einreiseverbot demonstriert. Vor dem britischen Regierungssitz in der Londoner Downing Street versammelten sich Tausende mit Schildern und Bannern.

Demonstrators hold placards during a protest against U.S. President Donald Trump's executive order travel ban in London, Britain January 30, 2017. REUTERS/Dylan Martinez
Jüdische Briten solidarisierten sich mit den betroffenen Muslimen.Bild: DYLAN MARTINEZ/REUTERS

Sie forderten Premierministerin Theresa May auf, sich deutlicher von der Einreisepolitik des US-Präsidenten Donald Trump zu distanzieren. Dieser hatte am Freitag per Dekret die Einreise von Bürgern aus sieben überwiegend muslimischen Ländern für 90 Tage gestoppt. Ausserdem ist Flüchtlingen aus aller Welt die Einreise für 120 Tage untersagt, syrischen Flüchtlingen sogar auf unbestimmte Zeit.

Auch Parlament ist gegen Trumps Massnahmen

Auch im britischen Parlament rief das umstrittene Dekret des neuen US-Präsidenten heftigen Widerspruch hervor. Die Abgeordneten kamen am Abend spontan zu einer ausserordentlichen Debatte zusammen.

Demonstrators hold placards during a protest against U.S. President Donald Trump's executive order travel ban in London, Britain January 30, 2017. REUTERS/Dylan Martinez
Schilder-Meer in der britischen Hauptstadt.Bild: DYLAN MARTINEZ/REUTERS

Zuvor hatte der britische Aussenminister Boris Johnson das Einreiseverbot als «spaltend und falsch» bezeichnet. Er versicherte im Parlament, britische Staatsbürger seien nicht betroffen.

Donald Trump

Viele Abgeordnete wollten sich damit jedoch nicht zufrieden geben. Sie forderten, die Einladung an Trump zum Staatsbesuch zu überdenken oder ihm zumindest eine Rede vor dem Parlament zu versagen. Eine Petition, die geplante Staatsvisite des US-Präsidenten abzusagen, erhielt bis zum Abend rund 1,5 Millionen Unterschriften.

Die Regierung hält jedoch an ihrer Einladung für Trump fest. Premierministerin Theresa May liess wissen, sie sei «sehr glücklich gewesen», den US-Präsidenten nach Grossbritannien einzuladen.

(sda/dpa)

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