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Trump vereidigt neuen Stabschef Kelly und kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus

Trump vereidigt neuen Stabschef Kelly und kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus

31.07.2017, 16:5231.07.2017, 17:16

Der frühere Minister für innere Sicherheit, John Kelly, ist als neuer Stabschef von US-Präsident Donald Trump vereidigt worden. Trump bezeichnete den 67-jährigen Ex-General bei der Vereidigung am Montagmorgen (Ortszeit) als «fantastische Führungspersönlichkeit».

Er werde einen «spektakulären Job» machen, erklärte der Präsident. Nach internen Machtkämpfen und turbulenten Tagen versucht Trump mit Kellys Ernennung einen Neuanfang.

Kelly folgt auf den glücklosen Reince Priebus, der sich im Machtgefüge in der Regierungszentrale nicht durchsetzen konnte und am Freitag seinen Posten räumte. Es gibt aber Zweifel, ob Kelly ausreichend Erfahrung hat, um die Lage im Weissen Haus in den Griff zu kriegen. Vehement halten sich auch Spekulationen, wonach es zu einem weiteren Personalumbau kommen könnte.

Trump selbst wehrte sich am Montagmorgen entschieden gegen den Eindruck, er bekomme die Turbulenzen im Weissen Haus nicht in den Griff. Er führte die Lage am Aktienmarkt und das wirtschaftliche Klima als Erfolge seiner Regierung an. Experten machen aber immer wieder geltend, dass wirtschaftliche Erfolge nur bedingt etwas mit Trumps Politik zu tun haben.

Trump hatte Kellys Ernennung am Freitag auf Twitter verkündet. Damit war Priebus der grosse Verlierer der internen Differenzen. Der ehemalige Parteichef hatte als Vertreter des Establishments seit jeher einen schweren Stand im Weissen Haus.

In der vergangenen Woche beschimpfte Trumps neuer Kommunikationschef Anthony Scaramucci ihn mit unflätigen Beleidigungen. Trump liess Scaramucci gewähren und sprang Priebus nicht zur Seite. Damit war dieser endgültig öffentlich blossgestellt. (sda/dpa)

Trumps Handschlag

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7 Kommentare
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«Trump befindet sich in einer Zwickmühle: Welchen Zug er auch macht, er verliert»
Auf dem Bürgenstock verhandeln die USA und Iran über ein neues Abkommen. Dabei habe das Mullah-Regime die besseren Karten, sagt der deutsche Politologe Herfried Münkler. Der amerikanische Präsident könne nur noch auf sinkende Benzinpreise hoffen.
Herr Münkler, Donald Trumps Rahmenabkommen mit Iran wird praktisch von allen Kommentatoren als grosses Desaster betrachtet. Ist der amerikanische Präsident der grosse Verlierer, als der er nun überall beschrieben wird?
Herfried Münkler: Als klar war, dass die USA nicht in der Lage sind, die Strasse von Hormus mit militärischen Mitteln wiederzueröffnen, war auch klar, dass die Methode Trump in diesem Fall gescheitert ist. Die Methode Trump, das heisst drohen, gegebenenfalls auch das Militär einsetzen, aber darauf hoffen, dass die Gegenseite angesichts der Übermacht der USA relativ schnell nachgibt. In Venezuela hat das funktioniert, und das hat Trump wohl übermütig gemacht. Was Iran betrifft, hat er sich in zwei Punkten geirrt: Erstens hatte er offenbar nicht auf der Rechnung, dass die Iraner mit der Strasse von Hormus die Weltwirtschaft als Geisel nehmen können, zweitens hat er die Stabilität des Regimes unterschätzt.
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