International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06864711 US President Donald J. Trump (L) and First Lady Melania Trump (2nd L) greet guests as they hold a picnic for military families at the White House, in Washington, DC, USA, on 04 July 2018. The Fourth of July is the annual US celebration of the adoption of the Declaration of Independence from Britain.  EPA/Yuri Gripas / POOL

US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania begrüssten Gäste bei der Feier vor dem Weissen Haus.  Bild: EPA/Bloomberg POOL

«F**k July 4th»: Kritische Stimmen und Proteste gegen Trump am Unabhängigkeitstag

Für die Amerikaner ist der Unabhängigkeitstag am 4. Juli heilig. Dieses Jahr schien die Stimmung jedoch gedrückt. Die Auswirkungen der neusten politischen Ereignissen überschatteten den Nationalfeiertag. 



Was machte Trump?

Wie seine Vorgänger lud der amtierende US-Präsident Donald Trump Mitglieder des Militärs zu einem Picknick. Am Abend war ein Feuerwerk geplant. 

President Donald Trump, accompanied by first lady Melania Trump, places his hand over his heart during the playing of the national anthem during an afternoon picnic for military families on the South Lawn of the White House, Wednesday, July 4, 2018, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)

Bild: AP/AP

Erstmals konnten Bürger die Feier vor dem Weissen Haus am TV live miterlebt. Wie es sich für einen US-Präsidenten gehört, hielt auch Donald Trump eine heroische Rede anlässlich des Unabhängigkeitstages. 

abspielen

Etwas war aber anders als bei seinen Vorgängern George W. Bush und Barack Obama. Diese veranstalteten jeweils am Nationalfeiertag eine Einbürgerungszeremonie für Soldaten, die jahrelang den Vereinigten Staaten gedient hatten und dadurch die amerikanische Staatsbürgerschaft erlangten. 

Gastgeber Donald Trump setzte diese Tradition – zumindest für dieses Jahr – aus. Angesichts seiner «Null-Toleranz»-Politik ist das auch nicht verwunderlich. Und noch immer sind hunderte Kinder illegaler Einwanderer getrennt von ihren Eltern. 

Tausende Menschen sind in den vergangenen Wochen auf die Strasse gegangen, um gegen Trump und seine Migrationspolitik zu demonstrieren. Auch am 4. Juli sollte es zu Zwischenfällen kommen. 

Festnahmen nach Protestaktion

Eine Protestaktion gegen die Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump an der New Yorker Freiheitsstatue hat zu Festnahmen und einer vorübergehenden Räumung der beliebten Touristenattraktion geführt. Eine Frau, die auf den Sockel der berühmten Statue geklettert war, konnte am Mittwoch (Ortszeit) erst nach zwei Stunden von der Polizei zur Aufgabe bewegt und festgenommen werden.

Als Vorsichtsmassnahme war die Insel Liberty Island, die rund 2,5 Kilometer vor der Südspitze Manhattans liegt, zwischenzeitlich geräumt worden.

Mitglieder der Aktivisten-Gruppe «Rise and Resist» bekannten sich zu der Protestaktion am Unabhängigkeitstag der USA. Sie hatten am Fuss der Freiheitsstatue eine Fahne mit der Aufschrift «Abolish ICE» ausgerollt. Damit riefen sie zur Abschaffung der Polizeibehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) auf. Deren Beamte waren immer wieder durch als überhart kritisiertes Durchgreifen gegen Migranten aufgefallen.

abspielen

Von der Kletteraktion der später festgenommenen Frau distanzierte sich die Gruppe allerdings auf Twitter. Nach US-Medienberichten wurden sieben Demonstranten festgenommen. 

Wenn sich Kleinkinder vor Gericht selbst verteidigen müssen

abspielen

Video: watson

Social Media

Die Solidarität mit den getrennten Familien war auch auf den Social Media-Plattformen zu spüren. Jedoch ging es nicht nur um Trumps Einwanderungspolitik. Viele Menschen drückten ihre allgemeine Unzufriedenheit gegenüber der US-Regierung aus.

Hier ein paar Beispiele von Twitter: 

«F**k den 4. Juli! Wir feiern kein Land, dass Kinder von ihren Familien trennt und diese zwingt, sich selber vor Gericht zu verantworten.»

«Vergiss nicht, dass die USA einer der korruptesten Regierungen hat, wenn du am 4. Juli deine Wunderkerzen und Raketen geniest.»

«Den diesjährigen 4. Juli zu feiern fühlt sich an, wie wenn man eine Geburtstagsparty für eine entführte Person abhält.»

«Der diesjährige 4. Juli fühlt sich an, wie wenn ich den Geburtstag eines verstorbenen Verwandten feiere.»

«Plände für den 4. Juli:
- Mich besaufen
- Das Patriarchat zerstören
- Sch**sse in Brand stecken
- ICE abschaffen»

«ICE» steht für «United States Immigration and Customs Enforcement (ICE)» ist eine Polizei- und Zollbehörde des Ministeriums für Innere Sicherheit, die verantwortlich für die Umsetzung von Trumps Migrationspolitik ist.

(sda/dpa/vom)

Das könnte dich auch interessieren:

Geld allein macht nicht glücklich – aber was dann, Herr Glücksforscher?

Link zum Artikel

Love-Scamming: Wie ich einer Russin (fast) auf den Leim gegangen bin

Link zum Artikel

Die Geschichte dieses Bildes steht exemplarisch für den momentanen Gender-Knorz

Link zum Artikel

Bond fährt E-Auto? (00)7 Vorschläge, wie er sich noch besser an die Generation Y anpasst

Link zum Artikel

Vegane Influencerin bekommt ihre Periode nicht mehr – jetzt zieht sie Konsequenzen

Link zum Artikel

Warum ich bete

Link zum Artikel

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

76'000 Migranten und Flüchtlinge überschreiten US-Südgrenze – hat Trump doch recht?

Mehr als 76'000 Flüchtlinge und Migranten sind im Februar ohne die nötigen Papiere über die Grenze zu Mexiko in die USA eingereist. Das sind mehr als doppelt so viele wie im selben Monat des Vorjahres, wie aus einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Statistik des US-Grenzschutzes hervorgeht.

«Wir stehen vor einer humanitären Krise und einer nationalen Sicherheitskrise entlang unserer Südwestgrenze», sagte Behördenchef Kevin McAleenan in einer Mitteilung.

US-Präsident Donald Trump will die …

Artikel lesen
Link zum Artikel