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Trumps «Feuer und Zorn»-Drohung steht in einer Reihe von rhetorischen Angriffen



US-Präsident Donald Trump droht nach weiteren nordkoreanischen Raketentests mit einer Reaktion aus «Feuer und Wut», wie es die Welt niemals zuvor gesehen habe.

Es scheint eine neue Eskalationsstufe, er hat allerdings historische Vorreiter. Bei einigen folgten den Worten auch Taten, so etwa bei US-Präsident Harry Truman:

Harry Truman, 1945

Der 33. Praesident der Vereinigten Staaten, Harry S. Truman, hier bei einer Wahlkampfrede fuer seine Partei, die Demokraten, in Fargo, North Dakota, 1952, starb  vor 25 Jahren am 26. Dezember 1972. Truman wurde im Zweiten Weltkrieg Nachfolger des verstorbenen F.D. Roosevelt. Truman praegte mit seiner harten Haltung wesentlich die Anfangsphase des Kalten Krieges. Er befahl auch den Abwurf der Atombomben in Hiroshima und Nagasaki. Vgl. SDA bsd070. (KEYSTONE/Str) ===  ===

Bild: KEYSTONE

- «Wenn sie jetzt nicht unsere Konditionen akzeptieren, müssen sie mit einem Regen der Zerstörung aus der Luft rechnen wie ihn die Welt zuvor noch nicht gesehen hat.» Mit einem «rain of ruin» droht US-Präsident Harry S. Truman 1945 kurz nach dem Abwurf der ersten Atombombe über Hiroshima Kriegsgegner Japan. Allerdings hatte das Kaiserreich – anders als Nordkorea heute – keine Atomwaffen. Kurz nach Trumans Drohung fällt die zweite US-Atombombe, dieses Mal auf die Stadt Nagasaki.

Nikita Chruschtschow, 1956

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- «Wir werden euch begraben.» Der Satz Nikita Chruschtschows von 1956 gilt später als ein Übersetzungsfehler des damaligen Dolmetschers in Moskau. US-Medien verstehen die Aussage als atomare Drohung. Jahre danach sagt der sowjetische Staatschef in Washington vor Reportern, er habe nicht die physische Zerstörung der USA gemeint, sondern dass der Kommunismus den Kapitalismus überleben werde.

Bill Clinton, 1993

President-elect Bill Clinton and his wife Hillary attend a ceremony remembering Martin Luther King Jr., at Howard University in Washington, Jan. 19, 1993. Clinton vowed to learn from King in ascending

Bild: AP

- «Es ist sinnlos für sie, wenn sie versuchen Atomwaffen zu entwickeln. Denn wenn sie diese jemals nutzen würden, wäre es das Ende ihres Landes.» Auf seinem Besuch in Südkorea und Japan versucht US-Präsident Bill Clinton im Juli 1993, die Verbündeten davon zu überzeugen, dass Washington gegen die Nuklearambitionen in Nordkorea vorgeht. Er stellt die Drohung eines Atom-Gegenschlags in den Raum.

George W. Bush, 2003

FILE - In this March 19, 2003, file photo, President George W. Bush, seen in this image from television, addresses the nation from the Oval Office at the White House in Washington. Under Bush, the U.S. invaded Iraq in 2003 and toppled Saddam Hussein. Bush’s successor, President Barack Obama, pulled U.S. troops out of Iraq in 2011 after failing to reach an agreement with Baghdad to leave a residual U.S. force behind. (AP Photo/via APTN)

Bild: AP/APTN

- «Es gibt einige, die glauben, sie könnten uns dort angreifen. Meine Antwort: Lass sie doch kommen. Wir haben die notwendige Streitmacht, um mit der Situation umgehen zu können.» Mit «Bring 'em on» kommentiert Präsident George W. Bush 2003 die Guerilla-Attacken gegen das US-Militär im Irak. Zehn Jahre später sind knapp 4500 US-Soldaten tot, mehr als 30'000 wurden verwundet.

Mahmud Ahmadinedschad, 2005

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- «Eine neue Welle ist im Anmarsch und die könnte es schaffen, dass dieser Schandfleck aus der islamischen Welt und der Karte des Nahen Ostens ausradiert wird.» Mit seiner Drohung gegen Israel ruft der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Oktober 2005 weltweit Entrüstung hervor. Israel sieht sich vor allem wegen des Teheraner Atomprogramms in seiner Existenz bedroht.

Baschar al-Assad, 2013

FILE - In this photo released by the Syrian official news agency SANA, Syrian President Bashar Assad, speaks during an interview with Hong-Kong based Phoenix TV in Damascus, Syria, March 11, 2017. The U.S. is seeking a political resolution to the crisis in Syria and doesn’t insist on Assad’s immediate ouster, President Donald Trump’s homeland and counterterrorism adviser said July 20, 2017. “I don’t think it’s important for us to say Assad must go first,” Tom Bossert said at the Aspen Security Forum, an annual gathering of intelligence and national security officials and experts.(SANA via AP)

Bild: AP/SANA

- «Sie sollten auf alles gefasst sein.» Im Interview mit dem TV-Sender CBS warnt der syrische Präsident Baschar al-Assad 2013 vor den Folgen eines US-Militärschlags auf sein Land. Washington hatte nach einem Giftgasangriff den Druck auf das Regime in Damaskus erhöht.

Nordkorea, 2017

FILE - In this April 15, 2017, file photo, North Korean leader Kim Jong Un waves during a military parade in Pyongyang, North Korea to celebrate the 105th birth anniversary of Kim Il Sung. The strongest U.N. sanctions in a generation may still prove no match for North Korea’s relentless nuclear weapons ambitions. Even in diplomatic triumph, the Trump administration is gambling that it has enough time to test if economic pressure can get Kim Jong Un’s totalitarian government to end its missile advances and atomic weapons tests (AP Photo/Wong Maye-E, File)

Bild: AP/AP

- «Bei den geringsten Anzeichen eines Versuchs, unsere oberste Führung zu beseitigen, werden wir mit unserem mächtigen Atomhammer (...) erbarmungslos in das Herz der USA schlagen.» Das nordkoreanische Aussenministerium droht Washington im Juli 2017. Zuvor waren dort Überlegungen angestellt worden, wie Machthaber Kim Jong Un von den Atomwaffen zu trennen sei. (sda/dpa)

Nuklear-Drohung oder einfach Trumps Lieblings-Redewendung?

Video: watson

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