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Trump will vereintes Irland – und wird mit Ballonen verhöhnt

epa13234172 Balloons are flown by anti-Trump demonstrators during a protest march against US President Donald Trump, in Dublin, Ireland, 12 September 2026. The US president is on a two-day visit to Ir ...
Die Protestballone.Bild: EPA

Trump will vereintes Irland – und wird mit Ballonen verhöhnt

Bei seinem Besuch in Irland äussert Donald Trump Sympathie für ein vereintes Irland.
12.09.2026, 19:4512.09.2026, 19:56

Er würde es «lieben», ein vereintes Irland zu sehen, erklärte US-Präsident Donald Trump auf seinem Staatsbesuch in Irland. Eine Wiedervereinigung Nordirlands mit der Republik Irland werde seiner Ansicht nach «irgendwann» passieren und könne «genauso gut jetzt» geschehen.

Während Befürworter einer irischen Einheit Trumps Worte begrüssten, stiessen sie bei unionistischen Kräften in Nordirland auf deutliche Ablehnung.

Der Konflikt geht auf die Teilung Irlands im Jahr 1921 zurück. Protestanten unterstützten den Verbleib im Vereinigten Königreich, Katholiken wünschten sich eine Vereinigung mit der Republik Irland. Die jahrzehntelangen «Troubles» wurden 1998 durch das Karfreitagsabkommen weitgehend beendet.

Die Reaktionen

Gavin Robinson, Vorsitzender der Democratic Unionist Party, betonte gegenüber der britischen Tageszeitung The Guardian, dass die Zukunft Nordirlands nicht von Politikern in London, Dublin oder Washington entschieden werde. Entscheidend sei allein der Wille der Bevölkerung Nordirlands. Die Region bleibe Teil des Vereinigten Königreichs, solange dies dem demokratischen Wunsch der Mehrheit entspreche.

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Tausende Irinnen und Iren lockte Trumps Besuch auf die Strasse.Bild: EPA

Auch die britische Regierung verwies auf das Karfreitagsabkommen. Ein Referendum über eine Vereinigung mit der Republik Irland soll nur stattfinden, wenn es Anzeichen gibt, dass eine Mehrheit dafür vorhanden ist.

Positive Reaktionen kamen einzig aus dem Lager der irischen Nationalisten. Colum Eastwood, ehemaliger Vorsitzender der Social Democratic and Labour Party, reagierte auf Trumps Aussagen in den sozialen Medien mit: «Ich mochte ihn schon immer.»

Die Proteste

Auf den Strassen Dublins sorgte Trumps Besuch ebenfalls für Aufmerksamkeit. Rund 10’000 Menschen versammelten sich dem britischen Nachrichtensender BBC zufolge am Samstag zu Protesten gegen den US-Präsidenten und seine Politik. Zwei Demonstranten erregten dabei mit einer satirischen Installation besonderes Aufsehen.

Sie bauten eine Vorrichtung aus einem Stock, an dem zwei Ballone befestigt waren: Einer stellte wechselweise den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu dar, der andere zeigte eine leicht gebückte Figur nach dem Vorbild Donald Trumps. Durch das Heben und Senken des Stocks entstand eine provokative Darstellung, die beim Publikum vor Ort und im Internet für Aufmerksamkeit sorgte.

Trotz der politischen Diskussionen bleibt die Frage offen, wie politisch Trumps Irlandreise tatsächlich war. Der Besuch dürfte vor allem einen privaten Schwerpunkt haben: In Trumps Golfresort in Doonbeg im County Clare finden an diesem Wochenende die Irish Open statt. (val)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Fred_64
12.09.2026 19:57registriert Dezember 2021
Hat Trump wirklich Nordirland und Irland gemeint?
Ich denke, er hats mit Nord- und Südkorea verwechselt...
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JBV
12.09.2026 19:56registriert September 2021
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