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«Schämt euch!» So grillt Komiker und Ex-Talkmaster Jon Stewart den US-Kongress



Jon Stewart, der US-amerikanische Komiker und ehemalige Talkmaster der satirischen Nachrichtensendung «The Daily Show», sorgte mit einem Auftritt vor dem US-Kongress für Aufsehen.

Seit Stewart dem Fernsehen 2015 den Rücken gekehrt hat, kämpft er für die Gesundheitsversorgung der Ersthelfer des Terroranschlags am 11. September 2001. Viele Menschen, die nach den Anschlägen auf das World Trade Center anderen Überlenden zur Hilfe eilten, leiden heute an Krebs und anderen Krankheiten. Schuld daran sind die giftigen Dämpfe, die sie bei der Ersthilfe eingeatmet haben. Die medizinische Versorgung der Ersthelfer wird derzeit durch einen Opferausgleichsfonds gewährleistet. Doch dieser Fonds läuft im nächsten Jahr aus.

In einem wütenden und tränenreichen Statement kämpfte Stewart vor dem US-Kongress gegen die Einstellung dieses Fonds. Gemeinsam mit zahlreichen Ersthelfern, die extra für die Anhörung angereist waren, schalt Stewart die Mitglieder des Kongresses.

«Wie ich hier sitze, komme ich nicht umhin zu denken, was für eine unglaubliche Metapher dieser Raum für den gesamten Prozess ist», beginnt Stewart sein Statement während der Anhörung. Viele Gesetzgeber auf dem Panel kamen gar nicht erst zur Anhörung und liessen den Ausschusssaal weitgehend leer.

«Hinter mir ein gefüllter Raum mit Ersthelfern des Anschlags und vor mir ein fast leerer Kongress», fährt Stewart fort und fügt . mit tränenerstickter Stimme hinzu: «Das ist beschämend. Es ist eine Schande für unser Land. Ihr solltet euch schämen für diejenigen, die nicht hier sind.»

Für seine flammende Rede erhielt Stewart im Netz sehr viel Zustimmung. Die US-Schauspielerin Alyssa Milano twitterte einen kurzen Ausschnitt von Stewarts Rede mit dem Text «Jon Stewart is the shit». Und auch viele andere Twitter-User zollten dem Ex-Talkmaster Respekt.

(ohe)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Avenarius 12.06.2019 11:19
    Highlight Highlight Der ganze amerikanische Kongress ist voll von Lobbyisten ohne Eier und eigener Meinung. Es wird praktisch nie die Mehrheit des Volkes respektiert. Alles gekaufte, seelenlose Seelen im Kongress die eine Intelligenz, wie ein vertockneter Schwamm aufweisen. Das ist bitterböse kapitalistische Realität. Leider. In einem Land, wo man auf Krieg statt Bildung setzt, kann man auch nichts anderes erwarten !!!
  • Score 12.06.2019 10:54
    Highlight Highlight Sehr bewegende Rede. Die Verzweiflung und die Wut über diesen Missstand sind so spürbar!
  • Fernrohr 12.06.2019 09:50
    Highlight Highlight Was dort passiert ist sicherlich ergreifend. Aber unser Gesundheitssystem liegt mir näher und ein Jeder hier, der KK-Prämien zahlt: passt mal auf, was die SVP und FDP nach den Wahlen machen werden. Das wird uns allen die Tränen in die Augen treiben! Der SVPler Kuprecht hat's bereits angekündigt.
    • Makatitom 12.06.2019 12:30
      Highlight Highlight Und damit sie eben nicht einfach so machen können was ihnen passt rufe ich alle auf im Herbst wählen zu gehen, damit die asoziale Mehrheit aus Nationalblocheristen und Kapitalfaschisten ohne rassisitischen Tarnmantel gebrochen und endlich wieder Politik für alle statt nur für die reichsten 2% gemacht wird
  • zeusli 12.06.2019 09:34
    Highlight Highlight So gehen die USA mit ihren Helden um. Solange sie nützlich sind ist alles toll, werden sie krank oder verwundet sind sie blos noch Abfall. Abfall für den keiner bezahlen will, was mich angesichts des Kriegsbudgets der USA einfach nur fassungslos macht!!! Über 600 Milliarden für Krieg, aber kein Penny für Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungsdienste die sich bei der Ausübung ihrer Pflicht verletzt haben oder erkrankt sind!!!
  • Butzdi 12.06.2019 09:20
    Highlight Highlight Wenn Komiker die Wahrheit kundtun und Politiker die Clowns sind, dann ist etwas grundfalsch. Leute wie Jon Stewart, John Oliver, Bill Maher und Steven Colbert sind jedem republikanischen Politiker ethisch und intellektuell haushoch überlegen.
  • Menel 12.06.2019 09:18
    Highlight Highlight Der heutige politiche Kampf ist keiner mehr zw. Linken und Rechten; es ist ein Kampf Kapitalismus vs. Demokratie.
    • Avenarius 12.06.2019 11:20
      Highlight Highlight oder .... Krieg gegen Bildung. Bei den Amis siegt der Krieg seit 70 Jahren. Leider.
  • Bruno S.1988 12.06.2019 08:52
    Highlight Highlight Eine Liste mit den Politikern die nicht anwesend waren wäre sehr interessant ... Von wegen "we will never forget"
  • N. Y. P. 12.06.2019 08:41
    Highlight Highlight Es wird einem übel. Richtig übel. Diese Politiker haben keinen Funke Ehre. Auf sie ist geschissen.

    Das ganze Primborium der Politiker in den Tagen und Wochen nach 9/11 kann man als Farce bezeichnen, wenn eben genau jetzt die Helfer mit ihren tödlichen Krankheiten alleine gelassen werden.

    Ihr habt eure Schuldigkeit getan. Ihr könnt uns jetzt aber langsam kreuzweise.

    Die USA : Korrupter Haufen von Politikern. Firmen zahlen bald keine Steuern mehr. Die Reichen foutieren sich auch. Krankenversicherungen sind nicht mehr bezahlbar..
  • Altruide 12.06.2019 07:19
    Highlight Highlight Manchmal könnte man sich wünschen, dass unsere Politiker (Jon Stewart ist zwar kein Politiker) teilweise so inbrünstig argumentieren könnten für die Anliegen der Schwächeren in unserer Gesellschaft.

    Jährlich Milliarden für die Terror-Bekämpfung ausgeben und auf der anderen Seite Leute im Stich lassen, die wirklich die helfende Hand boten und nun selbst auf Hilfe angewiesen wären - wirklich metaphorisch... 😪
  • 1$ opinion 12.06.2019 07:18
    Highlight Highlight Die Türme waren doch voller Asbest, deshalb kam doch ‚die Sprengung‘ gelegen.
    • Alienus 12.06.2019 07:36
      Highlight Highlight Welche Sprengung?
    • hansdampfinallengassen 12.06.2019 07:41
      Highlight Highlight Luftkake, passt.
    • 1$ opinion 12.06.2019 08:01
      Highlight Highlight Schaut ihr keine Alternative-Fakten-Dokus?
    Weitere Antworten anzeigen
  • felixJongleur 12.06.2019 07:10
    Highlight Highlight Die Titelwahl halte ich für sehr unangebracht.
    • Revan 12.06.2019 09:11
      Highlight Highlight da wurde wohl versucht den gängigen englischen Begriff "roast" ins Deutsche zu überführen....das klappt so nicht.
    • felixJongleur 12.06.2019 12:02
      Highlight Highlight Es ist ein event-sauglattismus Sprech den man von mir aus bringen kann wenn AOC wieder mal einige Reps vorführt, hier finde ich es unangebracht.
  • Sherlock_Holmes 12.06.2019 06:44
    Highlight Highlight Dem Statement von Alessandro kann ich mich nur anschliessen.

    Es beginnt jedoch letztlich nicht nur mit einer profitlastigen, egozentrischen Wirtschaft und Politik, sondern bei uns selbst.

    So viele wichtigen Anliegen erfordern unsere Aufmerksamkeit.
    Manchmal bin ich schon überfordert, den mir nächsten Menschen bewusst Zeit zu widmen oder meine Prioritäten so zu setzen, wie ich es eigentlich möchte.

    Dank Menschen wie Jon Stewart kann ich heute Morgen meinen inneren Kompass wieder neu ausrichten und Kraft, Liebe und Zuversicht gewinnen – zusammen mit vielen anderen Menschen.
  • *sharky* 12.06.2019 06:43
    Highlight Highlight Warum erinnert mich das nur an Chernobyl (Serie)?
    Same procedure as every year...
  • Alice36 12.06.2019 06:26
    Highlight Highlight Pfffffff, starker Auftritt nur nützen wird es mal wieder nichts. Die Heuchelei der amerikanischen Politik und Gesellschaft ist zu weit entwickelt um da was zu ändern. Egal ob Ersthelfer, Kriegsversehrte oder andere die sich für ihr Land oder andere Menschen eingesetzt haben sie gehen dem Establishment am A.... vorbei, ausser 1x im Jahr am jeweiligen Jahrestag wo sie zu Helden erklärt und als Vorbilder hingestellt werden. Das auch nur das sich die Politik in ihrem Glanz ein wenig sonnen kann.🤢🤮
  • CaptainLonestarr 12.06.2019 06:18
    Highlight Highlight Und geführt wird diese Nation von einem Präsidenten der nicht fähig ist drei Sätze zu sagen ohne zu lügen.
    • anundpfirsich 12.06.2019 07:55
      Highlight Highlight Das stimmt, jedoch muss ich sagen, das Trump hier zu am wenigsten kann... Da hätte Bush oder Obama viel eher mal reagieren sollen! Eigentlich könnte sich Trump nun stark machen für die!
    • milkdefeater 12.06.2019 07:58
      Highlight Highlight "Und geführt wird diese Nation von einem Präsidenten der nicht fähig ist drei Sätze zu sagen" Punkt.
    • Butzdi 12.06.2019 09:52
      Highlight Highlight @anundpfirsich: die Leute werden momentan durch einen staatlichen Fonds unterstützt. Der läuft nächstes Jahr aus und das Trump Regime will ihn nicht verlängern. Bush und Obama haben also nix damit zu tun, da gabs den Fonds ja.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 12.06.2019 06:09
    Highlight Highlight So wie er spricht könnt man ihn ja glatt wählen... Dann könnt er und andere gleich denkende den Laden grad mal aufräumen...
  • alessandro 12.06.2019 05:18
    Highlight Highlight ...stark und berührend, aber wenn eine Portion Empathie und Unabhängigkeit bei den Kongressmitgliedern vorhanden wäre, dann würde man auch etwas gegen die über 30'000 jährlichen Todesfälle aufgrund von inexistenter oder mangelnder Gesundheitsversicherung tun.
    Das ist die Geld-Welt von welcher unsere fdp träumt. Die Amerikaner müssen begreifen, dass bei den wichtigen Pfeilern der Gesellschaft niemals die Privatwirtschaft regieren darf, da es sonst genau so herauskommt wie es aktuell läuft.
    • zeromaster80 12.06.2019 06:22
      Highlight Highlight Das klingt so logisch aber ist es das auch? Ein Blick auf die Sozialsysteme und die Welt an sich sagt uns doch deutlich, dass wir mit weniger Menschen besser dran wären. Unser Gesundheitswesen ist komplett aus den Fugen und das nicht wegen den Kassen, Pharma, Ärzten sondern wegen dem kranken "Anspruch" der Gesellschaft, welche noch bei 90+ jährigen die dritte Hüft-OP bezahlt sehen will und jede lebensverlängernde Massnahme. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Amis ist nicht so viel schlechter als unsere, gerade wenn man die Gang-Kriminalität raus rechnen würde. Wie ist das nur möglich?
    • häxxebäse 12.06.2019 07:08
      Highlight Highlight Die zählen die tage, denn jeden tag stirbt einer mehr und falls man dann doch noch zu weiterzahlungen verpflichtet wird, sind wieder ein paar gestorben.
      Manchmal hasse ich unsere art zu leben: leistung und erfolg, nur das zählt
    • strieler 12.06.2019 07:28
      Highlight Highlight zeromaster. und was war denn mit den berichten allein dieses jahr dass es kassen, ärzte und die pharma bei der abrechnungen (oder in rechnung stellen) derer nicht so genau nehmen bzw. sich fürstlich an den immer steigenden prämien „sattfressen“?
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 12.06.2019 04:29
    Highlight Highlight Für (rechte) Politiker sind Menschen in Not nur Kostenverursacher.

    Trump und Konsorten (SVP, etc.) senken sich und ihresgleichen lieber die Steuern und labern was von Eigenverantwortung.
    • anundpfirsich 12.06.2019 07:57
      Highlight Highlight Bush und Obama genau gleich, sorry denn die waren vor Humpie Trumpie an der Reihe was zu unternehmen. Fair bleiben 😉
    • Revan 12.06.2019 11:39
      Highlight Highlight @anundpfirsich es geht ja gerade eben genau darum den Fund der unter Bush eingerichtet und unter Obama mit neuen Mitteln versorgt wurde am leben zu erhalten, da das Geld aus geht. Also Bush und Obama haben da schon was getan. whataboutism zieht hier nicht.

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