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Trumps Ex-Berater Bannon hält europäische Integration für «tot»



Former White House strategist Steve Bannon speaks during a press conference at the Foreign Press Club in Rome, Tuesday, March 26, 2019. (AP Photo/Domenico Stinellis)

Steve Bannon. Bild: AP/AP

Der Ex-Berater von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hält eine weitere europäische Integration nach der Europawahl für aussichtslos. «Die Integrationsbewegung, um die es in der EU immer ging, ist tot», sagte Bannon der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview.

Das Interview gab er in seiner 5400 Euro pro Nacht teuren Suite in einem Pariser Hotel. Die rechtspopulistischen Parteien, die bei der Wahl Zugewinne erzielten, forderte er auf, eine «Supergruppe» im EU-Parlament zu bilden.

Former White House strategist Steve Bannon speaks during an interview with AP, in Paris, Monday, May 27, 2019. Steve Bannon says European integration is

Bild: AP/AP

«Man wird nicht erleben, wie (EU-Kommissionspräsident Jean-Claude) Juncker oder irgendwer aus diesem Haufen auf mehr Integration drängt», sagte Bannon. Das sei «das Historische» an der Wahl, sagte der frühere Strategiechef Trumps.

Bannon, der seit Monaten daran arbeitet, Rechtspopulisten in der EU zu fördern, lobte deren Zugewinne bei der Europawahl. Der US-Rechtsaussen-Ideologe forderte die europäischen Rechtspopulisten auf, ihre Differenzen zu überwinden und sich zusammenzutun. «Ich denke, die Supergruppe ist absolut notwendig, weil diese kritische Masse in der EU eine Aussage trifft.»

epa07591067 European Commission President Jean-Claude Juncker attends the weekly College Meeting of the European Commission in Brussels, Belgium, 22 May 2019.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Jean-Claude Juncker Bild: EPA/EPA

Populistische, europaskeptische und rechtsgerichtete Parteien hatten bei der Europawahl 150 Sitze hinzugewonnen. Unter anderem in Frankreich, Italien und Grossbritannien wurden rechtsgerichtete Parteien stärkste Kraft. In wichtigen Fragen, etwa beim Verhältnis zu Russland, sind sie jedoch uneins.

Während seines Aufenthalts in Paris rund um die Europawahl hatte Bannon Werbung für die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN, die frühere Front National) von Marine Le Pen gemacht.

Ein ranghoher Berater des französischen Präsidenten Emmanuel Macron hatte dazu gesagt, er wolle sich angesichts von Bannons Aufenthalt in Paris «übergeben»; der Parlamentspräsident und seine fünf Vorgänger verurteilten in einem gemeinsamen Schreiben Bannons «unpassende Einmischung» in die französische Politik.

«Ich trage das als Ehrenorden», sagte Bannon zu der Kritik. Zugleich lobte er, dass Le Pens Partei bei der Europawahl knapp vor Macrons LREM landete. Er könne sich vorstellen, dass das für Macron nun «etwas schmerzlich» sei. (aeg/sda/afp)

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Lieber Steve Bannon ...

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sophia 29.05.2019 20:53
    Highlight Highlight Man muss die Dinge einfach richtig sehen: In GB z.B. wurde die Brexit-Partei des Farange zwar grösste Partei, die Brexitgegener-Parteien aber erhielten mehr Stimmen als er.
    Falls es zu einem neuen Referendum in GB käme, würde das Land in der EU verbleiben, das ist so sicher, dass sogar der Farange ein neues Referendum mehr fürchtet, als die EU und den gut bezahlten Abgeordneten-Sitz im EU-Parlament!
  • Sophia 29.05.2019 20:48
    Highlight Highlight Totgesagte leben länger, dafür bist du doch das beste Beispiel, verehrter Bannon!
    Rechte haben kurze Beine und im Herbst, denkt an mich, wird sogar der Salvini niemand mehr sein. Einer der im Wahlkampf den Euro abschaffen und nach der Wahl vom gleichen Euro nicht genug bekommen kann, kann selbst von den Italienern nicht mehr ernst genommen werden! Europa ist noch immer im Enstehen! Die USA entstand auch nicht an einem Tag, auf jeden Fall ging es länger als 70 Jahre! Bannon ist halt ein geschichtsloses Individuum, das mehr vom Wunschdenken lebt.
  • Crissie 28.05.2019 17:51
    Highlight Highlight Wenn man ihn so sieht, ungepflegt, mit roter Nase und fettigen Haaren, wie ein obdachloser Alkoholiker...da frage ich mich wirklich, wie er eine Suite für € 5400.-- pro Tag so problemlos mieten kann. Ich würde nicht nach ihm dort einziehen wollen.
    Diesen Demagogen brauche wir hier nicht!
  • Käpt'n Hinkebein 28.05.2019 14:30
    Highlight Highlight Ein Amerikaner, der sich in Europa integrieren möchte, plaudert gegen die Integration in Europa. Wär ja lustig, wenn's nicht so niveaulos wäre.
  • Wörtschesterscheir 28.05.2019 14:02
    Highlight Highlight C'mon Stevie …
  • Morning_Runner 28.05.2019 13:09
    Highlight Highlight Natürlich tut er das, das ist ja auch sein politisches Programm. Insbesondere stellt er seine Behauptung entgegen der empirischen Evidenz auf, diese Studie (https://bit.ly/2K8sC8R) bzw. diese grafische Aufbereitung der Informationen von Seiten 7 und 8 (https://bit.ly/2VyNtFe) zeigen, dass die europäische Integration sehr wohl funktioniert. Es wird Zeit, dass man den Nationalisten nicht länger die Meinungsführung über das Narrativ Europa überlässt.
  • Korrekt 28.05.2019 13:04
    Highlight Highlight Kann man für solche Leute die Kommentarregeln etwas lockern?
  • Dominik Treier 28.05.2019 13:04
    Highlight Highlight Ich hallte Bannons Thesen für tod... Er ist nur der Letzte, der das merkt...
  • TheDoctor 28.05.2019 12:47
    Highlight Highlight Längst nicht so tot wie der olle Steve in der öffentlichen Debatte...
  • Jo Blocher 28.05.2019 12:43
    Highlight Highlight Steve Bannon ist ein weiterer Beweis, dass Hass hässlich macht.
  • Black Cat in a Sink 28.05.2019 12:33
    Highlight Highlight In den USA wurde Bannon zur Randnotiz. Und auch hier, sein Einfluss hätte weiss Gott grösser sein müssen. Fakt ist; die europäische Rechte hat nicht wirklich dazu gewonnen.

    Bannon redet nur und liefert nichts.
    • sowhat 28.05.2019 20:47
      Highlight Highlight hat er doch immerschon, in seiner Heimat hat das ja auch gereicht.
  • Aithria 28.05.2019 12:18
    Highlight Highlight Ich muss sagen, dass ich dem Typen teilweise zustimme und teilweise nicht. Glaube daher nicht, dass er eine Ausnahmeerscheinung ist, abgesehen vom für den Europäer ungewohnt schrillen Auftretens des Neuweltlers. Viel Blabla aus einer Ecke, welche man für ausgestorben hielt. Auch die 'No Borders no Nations'-Disciples sterben nicht aus, noch die 'Uns geht es mit dem Kapitalismus sehr gut' noch die 'Soziale Ungerechtigkeit ist das Problem des xx-ten Jahrhunderts"... Schwierig bleibt es, wenn man als Mensch, der sich seine Unwissenheit eingesteht und deshalb schweigt, solches Plappern hört.

  • azoui 28.05.2019 12:07
    Highlight Highlight Bannon sieht immer mehr aus, wie Charles Bukowski.
    • just sayin' 28.05.2019 12:39
      Highlight Highlight bodyshaming?
  • Shabaqa 28.05.2019 11:56
    Highlight Highlight Der Tote ist hier Steve Bannon. Lehnt die europäische Integration ab, aber fordert die rechten Nationalisten auf, sich europaweit zu integrieren. An Komik kaum zu überbieten. Aber was solls, die Weltgeschichte braucht auch Pausenclowns.
    • Dominik Treier 28.05.2019 13:09
      Highlight Highlight Nun es geht bei der neuen Rechten weder um Nationalitäten, noch Hautfarben, noch Rassen oder irgendetwas von dem Schwachsinn! Das einzige worum es geht ist die Anschauungen über Menschen und die Welt. Links wählt man, wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass die Menschen im Prinzip gut sind und gute Absichten haben, sich aber manchmal fehlleiten lassen. Rechts wählt man wenn man pessimistisch in die Zukunft schaut, grundsätzlich davon ausgeht, dass alle Menschen schlecht sind und man sich nur auszusuchen braucht zu welcher der schlechten Gruppen man gehören möchte.
    • Dominik Treier 28.05.2019 13:12
      Highlight Highlight Das ist auch der Grund warum sich Rechte nie mit Argumenten werden überzeugen lassen, denn ihnen ist es egal ob ihre Politiker korrupt oder deren Ansichten unmenschlich sind, sie vertrauen in ihrem Clandenken einfach darauf, dass man dann schon von der eigenen schlechten Gruppe belohnt werden wird, wenn man ihr treu ist, egal wie blöd sie sich verhält. Und da ja alle Menschen schlecht sind, gibt es auch nie eine bessere Alternative und jede Gruppe muss einfach sl gut wie möglich für sich schauen...
    • Dominik Treier 28.05.2019 13:14
      Highlight Highlight Wenn du einen Rechten überzeugen willst, musst du also nicht weniger, als ihn wieder an das Gute im Menschen glauben zu lassen. Eine Mamutaufgabe! Aber zu schaffen, wie ich an mir sehe...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eggi 28.05.2019 11:49
    Highlight Highlight Warum nur gibt Watson dieser Person ein Forum? - B. wird sich freuen: Jetzt wo er in den USA weg vom Fenster ist, öffnen ihm die Europäer Tor und Tür. Bis in die Schweiz. Nicht nur die Weltwoche, auch Watson.
  • DemonCore 28.05.2019 11:16
    Highlight Highlight Wenn Rechtspopulisten aus verschiedenen Ländern ihre Differenzen überwinden sind es eben keine RP mehr. Das ist ja das witzige. Amerikanische Ahnungslosigkeit in Reinform.

    Ich habe nichts gegen rechte solange sie nicht Europa sabotieren. Wenn diese Clowns noch aufhören würden für Moskau bzw. Trump's Washington die Beine breit zu machen könnte man sie schon fast ernst nehmen.
  • Leider Geil 28.05.2019 10:57
    Highlight Highlight Also wenn ich Macron währe, würde ich den typen kurzerhand als Staatsfeind erklären und ausschaffen.
    • just sayin' 28.05.2019 12:41
      Highlight Highlight und wenn ich du wäre, würde ich an meiner rechtschreibung arbeiten...
    • Leider Geil 28.05.2019 16:00
      Highlight Highlight Recht hast du, aber selber hast du's ja auch nicht drauf, wenn dich so liest 🙈 Eigentor würd ich meinen 😂
    • Crissie 28.05.2019 17:44
      Highlight Highlight @just sayin' : Und wenn ICH Du wäre, und selber sogar 2 (!) Fehler mache, würde ich mal ganz gemütlich die Klappe halten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • darkshadow 28.05.2019 10:55
    Highlight Highlight ein schmieriger Typ...
  • FrancoL 28.05.2019 10:41
    Highlight Highlight Da forderte Bannon dass Parteien, die sich eher abschotten wollen und ihr Land als "First" sehen:

    "Der US-Rechtsaussen-Ideologe forderte die europäischen Rechtspopulisten auf, ihre Differenzen zu überwinden und sich zusammenzutun"

    Da muss man wirklich einen an der Waffel haben, um dies so zu sehen. Es wird viel Händeschütteln und Umarmungen zwischen den Rechtspopulisten geben, ABER sobald das sie in den einzelnen Ländern etwas zu sagen haben oder hätten, werden sie nur noch ihr Land sehen und das Zusammentun ist ganz wo anders.

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