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Ivanka Trump verteidigt an Merkels Frauengipfel ihren Vater

epa05926663 German Chancellor Angela Merkel (C), Queen Maxima of the Netherlands (R) and Ivanka Trump (L) arrive for a group picture before participating in the panel 'Inspiring women: Scaling Up ...
Mit auf dem Podium sassen neben Ivanka Trump die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde (hinten rechts), Bundeskanzlerin Angela Merkel und die niederländische Königin Maxima (rechts).Bild: CARSTEN KOALL/EPA/KEYSTONE

Ivanka Trump verteidigt an Merkels Frauengipfel ihren Vater – und erntet Buh-Rufe

25.04.2017, 16:4425.04.2017, 17:55

Angela Merkel hatte Ivanka Trump zu der Dialogveranstaltung «Women 20 Summit» in der deutschen Hauptstadt mit Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft eingeladen. Am 7. und 8. Juli wird in Hamburg das Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer stattfinden.

«Es gab keinen Unterschied zwischen mir und meinen Brüdern.»
Ivanka Trump

Trump verteidigte ihren Vater gegen Kritik, die er sich mit früheren abschätzigen Kommentaren über Frauen eingehandelt hatte. Sie wisse aus eigener Erfahrung, dass er eine positive Haltung gegenüber Frauen habe und auch ihre Rolle in der Arbeitswelt schätze.

Auch sie selbst sei ohne jede Hürde aufgewachsen, sagte die Tochter des Immobilienmilliardärs. «Es gab keinen Unterschied zwischen mir und meinen Brüdern.» 

Frauen wirtschaften lebensnaher

Mit auf dem Podium sassen neben Ivanka Trump die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, sowie die niederländische Königin Maxima.

Der Zugang von Frauen zu finanziellen Möglichkeiten müsse verbessert werden, forderte Merkel. «Das wollen wir in den politischen Prozess einspeisen.» Frauen in Entwicklungsländern müssten mehr Kleinkredite bekommen. Frauen könnten besser und lebensnaher wirtschaften.

«Geschlechterlücke» schliessen

IWF-Chefin Christine Lagarde rief alle Staaten auf, für Frauen bessere Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und eine stärkere Teilhabe am Unternehmertum zu schaffen. Aus drei Gründen würde damit die Weltwirtschaft deutlich angekurbelt.

Mehr Gleichberechtigung sorge für mehr Wachstum und mehr Arbeitsplätze, die Wirtschaft würde differenzierter gestaltet und damit der Handel gestärkt. Drittens würde Diskriminierung gemindert, was der Wirtschaft ebenfalls zu Gute käme. Würden etwa die USA die «Geschlechterlücke» schliessen, würde die Wirtschaft dort um fünf Prozent wachsen, sagte Lagarde.

Ivanka Trump sagte, in den USA seien die Probleme in dieser Frage zwar geringer als anderswo, doch auch dort gebe es noch Nachholbedarf – etwa bei der Zahl der Frauen, die Unternehmen führen. «Wir sind noch lange nicht am Ziel», sagte die 35-Jährige.

(whr/sda)

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