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US-Gericht billigt Ausschluss von Transmenschen im Sport

US-Gericht billigt Ausschluss von Transmenschen im Sport

30.06.2026, 20:0630.06.2026, 20:06

Das oberste Gericht der Vereinigten Staaten hat US-Bundesstaaten erlaubt, Transmädchen und -frauen vom Wettbewerb in Frauen- und Mädchensportteams auszuschliessen. Mit einer 6:3-Mehrheit entschied das Gericht, dass Bundesstaaten die Teilnahme am Frauen- und Mädchensport auf Grundlage des bei der Geburt zugeschriebenen Geschlechts selbst regeln dürfen. Damit stützte das Gericht Gesetze aus West Virginia und Idaho, die Transsportlerinnen von Mädchen- und Frauenteams ausschliessen.

Richter Brett Kavanaugh begründete die Mehrheitsentscheidung mit Sicherheitsaspekten und fairem Wettbewerb – und verwies dabei auf körperliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Weder der Gleichbehandlungsgrundsatz der Verfassung noch ein Bundesgesetz, das Diskriminierung aufgrund des Geschlechts im Bildungsbereich verbietet, stünden der nun getroffenen Entscheidung entgegen.

Die Mehrheit entschied zudem, dass Bundesstaaten keine Einzelfallprüfung für Transsportlerinnen vornehmen müssen, die Pubertätsblocker oder Hormone eingenommen haben. Solche Bewertungen seien kaum praktikabel; Gesetzgeber und Schulen seien besser geeignet, die erforderlichen Abwägungen zu treffen.

Wichtige Rechtsfragen bleiben offen

Die drei als liberal geltenden Richterinnen widersprachen der Entscheidung. Sonia Sotomayor warf der konservativen Mehrheit vor, den Gleichbehandlungsgrundsatz auszuhöhlen und Transschülerinnen vom Schulsport auszuschliessen. Das Gericht liess aber die umgekehrte Frage offen, ob Bundesstaaten Transathleten die Teilnahme am Sport trotzdem auch erlauben dürften. Diese Frage sei nicht Gegenstand des Verfahrens gewesen, hiess es im Urteil.

US-Präsident Donald Trump begrüsste das Urteil als «grossen Sieg». Das Oberste Gericht habe gegen «Männer im Frauensport» entschieden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Damit sei diese «lächerliche Situation» vom Tisch.

Das Urteil zählt zu den bislang weitreichendsten Entscheidungen des Supreme Court zu den Rechten von Transpersonen. In den vergangenen Jahren haben nach Angaben des Gerichts 27 US-Bundesstaaten Gesetze verabschiedet, die Transmenschen vom Frauen- und Mädchensport ausschliessen. Mit der Entscheidung stärkt das oberste Gericht deren rechtliche Grundlage. (sda/dpa)

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Outlook
30.06.2026 20:15registriert Februar 2022
Die Situation ist nicht lächerlich und auch nicht vom Tisch. Das Urteil lässt viel Spielraum und es wird noch weitere Urteile geben.

Für Sportlerinnen, die gegen Männer, die sich als Frau identifizieren, in Wettkämpfen verloren, ist dieses Urteil sicher eine zumindest momentane Erleichterung.

Es geht ja nicht darum jemandem Sport zu verbieten oder zu verunmöglichen. Es geht davor biologische Frauen in Wettkämpfen zu schützen.
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Franz Ferdinand
30.06.2026 20:58registriert November 2020
Ich bin grundsätzlich dafür, dass Transmenschen weitgehend dieselben Rechte haben wie Nichttrans. Was Leistungssport oder FKK-Strand betrifft, bedarf es meiner Meinung nach aber tatsächlich "Feinheiten" im "Regelwerk". Die Diskussion, solange sie sachlich geführt wird aber Emotionen beidseits ernst genommen werden, ist halt nötig. Egal, ob der Druck von Trump, NGOs oder Zivilpersonen kommt. Ich kann als Nichtbetroffener wenig mitreden und nehme beide Seiten ernst.
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