Hausbesitzer findet 135 Millionen Lire – dann folgt die Ernüchterung
Lange stand das Haus leer, nun kehrt frischer Wind in das Gebäude ein. Denn der frischgebackene Besitzer machte beim Umbau seines vor Kurzem erworbenen Hauses in der italienischen Provinz Messina eine kuriose Entdeckung: In sieben Citrosodina-Dosen waren 135.4 Millionen Lire versteckt. Das Geld befand sich in einer Mauernische über einer Tür, wie die italienische Tageszeitung «Il Fatto Quotidiano» berichtete.
Die 1354 Geldscheine in noch gutem Zustand haben umgerechnet einen Wert von rund 64'700 Franken. Der Eigentümer erzählte der Zeitung vom Moment des Fundes: «Ich war sprachlos, als ich all diese Banknoten sah.» Besonders war für ihn auch, dass er die Zeit der Lira noch selbst miterlebt hat und sich direkt in die Zeit zurückversetzt fühlte.
Lira von Euro abgelöst
Die ehemals italienische Währung Lira war vom Jahr 1861 bis zum 31. Dezember 2001 die offizielle Währung Italiens. Italien führte am 1. Januar 1999 den Euro als Buchgeld und am 1. Januar 2002 schliesslich als Bargeld ein, schreibt Focus. Der offizielle Umrechnungskurs lag bei 1 Euro = 1936,27 Lire.
Doch kann der Finder das Geld noch in Euro umtauschen? Nein, denn Lire-Noten konnten nur noch bis 2012 bei der italienischen Zentralbank in Euro umgetauscht werden. Anders ist es beispielsweise in Deutschland mit der D-Mark, welche bis heute noch in Euro getauscht werden kann.
Einige Lira-Scheine und -Münzen könnten für Sammlerinnen und Sammler jedoch noch interessant sein, die dafür unter Umständen noch etwas springen lassen würden.
(kek)
