Netflix will in die Kinos – das sind die Pläne
Netflix will künftig mehr Filme ins Kino bringen. Das hat der Co-CEO Ted Sarandos an einer Konferenz in Los Angeles verkündet. Der Strategiewechsel kommt doch etwas überraschend, hatte Sarandos doch in den letzten Jahren keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen das Kino gemacht. Noch letztes Jahr hatte er das traditionelle Kino-Modell in einem Interview als veraltet kritisiert, wie Variety berichtete. Konsumenten würden Filme lieber zu Hause schauen.
Bis jetzt sind zwar bereits einige Netflix-Filme kurzzeitig in Kinos zu sehen gewesen. Aber nur, um diese für wichtige Filmpreise wie die Oscars zu qualifizieren. Nun findet ein Umdenken statt: Der Streaming-Dienst will ausgewählte Filme breiter und länger ins Kino bringen. Der Fokus liege dabei auf Arthouse-Filmen und Blockbustern.
So wird der Historienfilm «La Bola Negra», der dieses Wochenende auch am Zürich Film Festival zu sehen ist, demnächst in den USA während 45 Tagen in den Kinos gespielt. Es ist das bislang grösste Kinofenster des Streaming-Riesen. Nächstes Jahr sollen auch Greta Gerwigs «Narnia» und der Animationsfilm «Charlie Vs. The Chocolate Factory» im Kino zu sehen sein. Das von David Fincher und Quentin Tarantino geschriebene «The Further Mis-Adventures of Cliff Booth» soll zudem in IMAX veröffentlicht werden – das erste Mal in der Netflix-Geschichte.
Was besonders K-Pop-Fans freuen dürfte: Auch der zweite Teil des meistgesehenen Netflix-Films aller Zeiten «KPop Demon Hunters» wird im grossen Stil in die Kinos kommen.

Etwas gedulden muss man sich noch. Wann die beliebten Superstars auf der grossen Leinwand Dämonen jagen werden, ist noch nicht bekannt.
(cme)
