Bis zu 1 Million pro Folge: «Big Bang Theory»-Star Jim Parsons war trotzdem «unglücklich»
Jim Parsons spielte einen der vier Nerds in «The Big Bang Theory». Die Sitcom wurde von 2007 bis 2019 ausgestrahlt. Insgesamt gab es zwölf Staffeln und 279 Episoden. Die Schauspiel-Stars daraus zählten lange zu den bestbezahlten TV-Persönlichkeiten. In der Serie spielte Parsons die Figur des Physikers Sheldon Cooper, der vor allem durch sein zwangsneurotisches Verhalten in Erscheinung tritt.
Der Alltag von ihm und den anderen Wissenschaftlern Leonard Hofstadter (Johnny Galecki), Rajesh «Raj» Koothrappali (Kunal Nayyar) und Howard Wolowitz (Simon Helberg) wird auf den Kopf gestellt, als Kellnerin Penny (Kaley Cuoco) in ihr Leben tritt. In einem neuen Interview denkt Parsons jetzt an die «Big Bang Theory»-Zeit zurück und offenbart, wie es ihm wirklich damals erging.
Jim Parsons verdiente mit Serienrolle Millionen
Jim Parsons wurde durch die Darstellung des Sheldon Cooper nicht nur berühmt, sondern vor allem reich. Das Magazin «Forbes» berichtete, dass er für seine Darstellung des nerdigen Besserwissers in der CBS-Serie später einen Vertrag aushandelte, der ihm eine Million Dollar pro Folge einbrachte. Demnach habe er ab diesem Zeitpunkt sein Einkommen mehr als verdoppelt.
Im Podcast «All Out with Jon Dean» spricht Jim Parsons darüber, welche Herausforderungen seine Berühmtheit mit sich brachte. Dabei geht es auch um den Umgang mit der Öffentlichkeit als einer der berühmtesten Stars der USA. Er betont: «Wenn ich jetzt zurückblicke, merke ich, dass ich in vielen der schönsten Momente meines Lebens unglücklich war.»
Zudem gibt er zu verstehen: «Ich war nicht glücklich, ich war gestresst.» Dabei spielte es letztlich auch keine Rolle, wie viel Geld er zur Zeit der «Big Bang Theory»-Rolle verdiente. Dazu sagt der Schauspieler: «Ich hatte das Gefühl, so viele Dinge gleichzeitig jonglieren zu müssen und dass der Erfolg und die schönen Dinge im Leben, die mir widerfuhren, nur dieser übertriebenen Disziplin zu verdanken waren.»
Mit Blick darauf zieht Jim Parsons sein ganz eigenes Fazit und erklärt, dass er heute kein Projekt mehr annehmen würde, wenn es das gleiche Gefühl hervorrufen würde, das er damals in sich verspürte. Dabei wäre eine grosse Gage nämlich für ihn komplett nebensächlich. Wenn er jetzt noch einmal die Gelegenheit bekommen würde, darin mitzuspielen, würde er es «nicht noch einmal tun», für kein Geld der Welt.
«The Big Bang Theory»-Star
Im weiteren Gespräch kommt er auf seinen inneren Kampf zu sprechen, den Parsons durchlebte. Er sagt: «Ich war diszipliniert, ja, ich hatte eine gute Arbeitsmoral, aber vieles davon lag daran, dass es eine Art Zwangsstörung war.» Der 53-Jährige erklärt, diese habe darin bestanden, dass er eine Liste von Dingen im Kopf hatte, die er erledigen musste, um sich wohlzufühlen «und zu wissen, dass ich meine Arbeit richtig machen konnte, was meiner Meinung nach nicht stimmte».
Dadurch habe er «unheimlich viel vom Leben verpasst». Jim Parsons verdiente durch die Serie nicht nur ein Vermögen, sondern erhielt auch zahlreiche Nominierungen und Preise. Dazu zählen mehrere Emmys und ein Golden Globe.
Auf der «Forbes»-Liste landete er als bestbezahlter Schauspieler der Welt von 2015 bis 2018 auf Platz 1. Wenn er nicht vor der Kamera steht, ist er vor allem auch als Theaterschauspieler aktiv. An dieser Stelle wird betont, dass ihm der Broadway «zwar nicht ganz so viel Geld eingebracht» hat, aber sein Ruf als herausragender Komiker weiter gefestigt wird. 2024 war er beispielsweise in dem Stück «Our Town» zu sehen.
