7 faszinierende Geschichten über Tiere, die in Filmen mitgespielt haben
Tiere spielen nicht nur im echten Leben, sondern auch in Filmen und Serien eine wichtige Rolle. Um eine realistische Darstellung hinzukriegen, werden meistens echte Tiere eingesetzt. Einige von ihnen stammen aus schlechten Verhältnissen und schafften es in Hollywood ganz nach oben. Hier kommen sieben herzerwärmende Geschichten von Tierdarstellern.
Vom Schlachtfeld nach Hollywood: Rin Tin Tin, der deutsche Schäferhund
Während des Ersten Weltkriegs entdeckte ein amerikanischer Soldat namens Lee Duncan nach einem Bombenangriff in Frankreich sechs deutsche Schäferhunde: eine Hündin und ihre fünf Welpen, die noch nicht einmal eine Woche alt waren. Duncan brachte die Tiere in die Vereinigten Staaten mit. Aus einem der Welpen sollte später der berühmte Rin Tin Tin werden.
Sein Durchbruch gelang dem Hund, als er 1922 einen kamerascheuen Wolf in einem Film ersetzte. Rin Tin Tin wurde zu einem der bestbezahlten Tierdarsteller aller Zeiten. Auch seine Nachfahren waren im Film-Business tätig.
Der «einsamste» Hund Englands landete eine Rolle in «Transformers»
Freya verbrachte ihr ganzes Leben in einem Tierheim. Bis sie mit sechs Jahren berühmt wurde, weil «The Mirror» sie den «einsamsten Hund Englands» nannte. Die Hündin, die an Epilepsie litt, wurde jahrelang von potenziellen Besitzern übergangen. Der Artikel erweckte das Interesse von Regisseur Michael Bay, der damals selbst zwei Hunde hatte. Dieser gab Freya nicht nur eine Rolle in seinem Film «Transformers 5», sondern suchte anschliessend auch ein Zuhause für sie.
Ein adoptierter Rabe spielte in «It's a Wonderful Life»
Der Hollywood-Tiertrainer Curly Twiford fand 1934 in der Mojave-Wüste einen jungen Raben in einem verlassenen Nest. Also nahm er ihn nach Hause und brachte ihm zahlreiche Kunststücke bei. Jimmy konnte nicht nur Briefe öffnen, sondern auch tippen. Er verstand ausserdem mehrere hundert Wörter.
Während der Dreharbeiten sagte der Schauspieler Jimmy Stewart gegenüber der Presse: «Wenn jemand ‹Jimmy› ruft, antworten wir beide. Der Rabe ist der schlauste Schauspieler am Set.»
Jimmy spielte zwischen 1938 und 1954 in über 20 Filmen mit, darunter «It's a Wonderful Life». Zu einem Zeitpunkt in seiner Karriere hatte Jimmy zur Entlastung 21 Doubles, die für ihn einsprangen, wenn die Szene keine Kunststücke oder Bewegungen erforderte.
Rudy entgeht Einschläferung und spielt in «Marley & Me» mit
Ruby lebte einst im Tierheim und stand kurz davor, eingeschläfert zu werden. Da beschloss ein Freiwilliger von einer Golden-Retriever-Rettungsorganisation, Ruby ein Zuhause zu geben, und einige Zeit später erhielt er einen Anruf von den Produzenten des Films «Marley & Me», die auf der Suche nach einem lebhaften Hund für ihren Film waren.
Rudy war einer der 22 Labradore, die 2008 für den Film eingesetzt wurden. Er spielt Marley, der einen Geburtstagskuchen isst, einen Schneemann zerstört, in einem Pool schwimmt und mit seiner fiktiven Familie Fangen spielt.
Morris the Cat ist bis heute das Gesicht auf Katzenfutter
Auch Morris stand kurz davor, eingeschläfert zu werden, als der orange Kater 1968 vom Tiertrainer Robert Martwick gerettet wurde. Ein Jahr später wurde Morris das neue Gesicht der Katzenfuttermarke 9Lives und ist dies bis heute.
Morris the Cat wurde schnell zu einem bekannten Namen in der Branche und sicherte sich knapp 60 Auftritte in Werbungen und etliche Rollen in Hollywood. Darunter auch in «Shamus» an der Seite von Burt Reynolds.
Stunt-Hund übernimmt die Hauptrolle in «Lassie»
Der Collie Pal arbeitete als Stunt-Hund für die Serie «Lassie». Als die Produzenten jedoch eine Szene drehen wollten, in der der Hund durch Hochwasser läuft, und der Hund, der Lassie ursprünglich spielte, sich weigerte, diese Szene zu spielen, sprang Pal ein und schaffte es in nur einem einzigen Mal. Der Regisseur war anscheinend so beeindruckt, dass ihm die Tränen in die Augen schossen, und er beschloss, Pal soll die Hauptrolle übernehmen. Und das, obwohl sie alle bisherigen Aufnahmen neu drehen mussten.
Es gibt aber auch noch andere Berichte vom Set, die sagen, dass Pal die Hauptrolle nur bekam, weil sein Fell schöner als das des eigentlichen Hundes war. Nichtsdestotrotz machte Pal einen super Job, sodass sogar seine Nachfahren seine «Lassie»-Rolle übernahmen, als er zu alt wurde.
Ein ganzer Hof voller Stars
Tierretterin Nicole Kanoy nimmt seit über 20 Jahren verwundete Wildtiere auf. Die meisten davon können rehabilitiert und wieder in die Natur entlassen werden. Doch ein paar wenige überleben in der freien Wildbahn nicht mehr und finden einen Platz auf ihrem Hof – egal ob Schlangen, Waschbären, Kamele oder Faultiere. Viele von ihnen werden zu unerwarteten Filmstars und erhalten Rollen in Kinofilmen, Dokumentarfilmen, Werbekampagnen und Fernsehsendungen.
Kanoy betont gegenüber 11Alive, dass die Tiere nie zu irgendetwas gezwungen werden und es den Tieren überlassen wird, ob sie vor der Kamera stehen möchten oder nicht.
Der berühmteste Bewohner des Hofs ist ein Waschbär namens George. George kam vor 13 Jahren mit mehreren gebrochenen Beinen zu ihr und lebt seither bei Kanoy auf dem Hof. Er spielte bereits in einer Serie, mehreren Dokumentationen und in Werbespots mit.
Das Geld, das Kanoy mit den Auftritten ihrer Tiere einnimmt, steckt sie in ihren Hof und hilft dabei, die verletzten Wildtiere erfolgreich zu rehabilitieren.
