Nidwalden senkt Steuersätze für höchste Einkommen – und sagt Ja zu neuer Sporthalle
Kanton Nidwalden: Ersatzneubau einer Dreifachsporthalle
Die Resultate:
Die Wählerinnen und Wähler von Nidwalden sagten mit 72,8 Prozent der Stimmen Ja zu einem Kredit von 26 Millionen Franken für den Bau einer neuen Dreifachsporthalle an der kantonalen Mittelschule Kollegium St. Fidelis in Stans. Die Regierung und der Landrat hatten die Annahme beantrag.
Darum geht es: Die beiden bestehenden Sporthallen des Kollegiums St. Fidelis in Stans sind veraltet und erfüllen weder den Raumbedarf noch die Anforderungen eines modernen Sportunterrichts, schreibt der Regierungsrat und beantragt einen Objektkredit von 26 Millionen Franken für einen Neubau. Dieser umfasst drei Sportfelder, Geräteräume, Fitness- und Gymnastikräume sowie eine Zuschauergalerie.
Bewilligung eines Objektkredits für den Ersatzneubau einer Dreifachsporthalle für die kantonale Mittelschule
Ausgezählt: 11/11 | Stand: Schlussresultat
72,8% Ja
27,2% Nein
Kanton Nidwalden: Steuergesetz
Die Resultate:
Die Steuersätze für die höchsten Einkommen sinken im Kanton Nidwalden von 2,75 auf 2,59 Prozent. Die Stimmbevölkerung hat die vom Landrat beschlossene Revision des Steuergesetzes abgesegnet und den Gegenvorschlag verworfen. Mit 69,5 Prozent der Stimmen fiel das Ja zur Steuersenkung deutlich aus. 12277 Stimmberechtigte folgten der bürgerlichen Mehrheit des Landrats, 5380 stimmten gegen das neue Steuergesetz. Die Stimmbeteiligung betrug 59,3 Prozent, wie der Kanton mitteilte.
In einer separaten Abstimmungsfrage sagten rund 59 Prozent Nein zum Gegenvorschlag der Grünen. Das Referendumskomitee wollte den Steuersatz für die höchsten Einkommen ab 143'000 Franken nur leicht, auf 2,70 Prozent, absenken. Die Regierung war gegen die Steuersenkung in diesem Ausmass. Der Landrat hatte ihren Entwurf der Revision gegen ihren Willen angepasst. Bereits heute zählen die Nidwaldner Steuern auf Spitzeneinkommen zu den schweizweit tiefsten, wie es in den Abstimmungsunterlagen hiess.
Darum geht es: Diese Teilrevision des Steuergesetzes zielt auf die Entlastung von Familien und Mittelstand. Kinderabzüge werden verdoppelt, Drittbetreuungs- und Ausbildungsabzüge deutlich erhöht. Gleichzeitig senkt die Vorlage den Einkommenssteuertarif allgemein. Abgeschafft wird die Minimalsteuer auf Grundstücke, die Kirchen erhalten einen festen Kantonsbeitrag und Zuwendungen an Stiftungen im Kanton werden steuerfrei. Die Landratsvorlage führt zu Steuersenkungen von 7,4 Millionen Franken beim Kanton und 5,4 Millionen Franken bei den Gemeinden.
Der Gegenvorschlag unterscheidet sich nur im Einkommenssteuertarif: Die obersten vier Steuerstufen werden moderater gesenkt, wodurch die Steuerausfälle beim Kanton 6,1 Millionen Franken und bei den Gemeinden 4,6 Millionen Franken betragen.
Vorlage des Landrates - Teilrevision des Gesetzes über die Steuern des Kantons und der Gemeinden (Steuergesetz, StG)
Ausgezählt: 11/11 | Stand: Schlussresultat
69,5% Ja
30,5% Nein
Gegenvorschlag Referendumskomitee - Teilrevision des Gesetzes über die Steuern des Kantons und der Gemeinden (Steuergesetz, StG)
Ausgezählt: 11/11 | Stand: Schlussresultat
41,0% Ja
59,0% Nein
Stichfrage
Ausgezählt: 11/11 | Stand: Schlussresultat
64,3% Initiative
35,7% Gegenvorschlag
(leo/ jul/ sda)
Nationale Vorlagen
«Keine 10-Millionen-Schweiz»
Keine 10-Millionen-Schweiz
Ausgezählt: 11/11 | Stand: Schlussresultat
58,1% Ja
41,9% Nein
Darum geht es: Diese Initiative der SVP verlangt, dass Bundesrat und Parlament einen Bevölkerungsdeckel für die Schweiz einführen. So soll die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 nicht die 10-Millionen-Marke überschreiten. Wie das genau funktionieren soll, erfährst du im Video unten:
Zivildienstgesetz
Zivildienstgesetz
Ausgezählt: 11/11 | Stand: Schlussresultat
63,2% Ja
36,8% Nein
Darum geht es: Bund und Parlament finden, dass zu viele Männer vom Armee- in den Zivildienst wechseln. Deshalb soll der Zivildienst unattraktiver gestaltet werden. Welche Massnahmen im neuen Gesetz genau drinstehen, erfährst du hier:
