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Kindheitserinnerungen

Du weisst, dass du in einem Dorf gross geworden bist, wenn du bei diesen 11 Erinnerungen nostalgisch nickst



Lüthi Susanne
Lüthi Susanne

Redaktorin

Du erinnerst dich an sonntägliches Kirchenglockengebimmel und das alljährliche Turnerchränzli? An das Dorflädeli und den Kiesweiher?

Dann bist du wohl nicht in der grossen Stadt, sondern in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Und deshalb dürften dir folgende Punkte noch in bester Erinnerung sein:

1. Dem Arzt musstest du deine Krankengeschichte nicht erzählen, weil der Doktor (und seine Nachkommen) über Generationen deine Familie verarztete und dich schon kannte, als du noch nicht einmal geboren warst.

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2. Gleiches gilt für den Frisör, der war von deiner Kindheit bis zu deinem Auszug aus dem Elternhaus der gleiche – und zwar für die ganze Familie. Inklusive Hund.

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3. Haben deine Eltern jemals für einen Parkplatz bezahlen müssen? Nein.

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4. Als Facebook aufgekommen ist, kam dir das Prinzip gleich bekannt vor. Denn der Dorfklatsch war ja nichts anderes, als der Vorläufer des Sozialen Netzwerkes.

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5. Die grosse Neuigkeit, die du gerade verbreiten wolltest, kannten schon alle.

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6. Um deine Kondome/Pille zu kaufen, schlichst du in die nächst grössere Ortschaft.

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7. Wenn in der Lokalpresse etwas von einem «Remo L. aus Z.» berichtet wurde, wusstest du ganz genau, von wem die Rede war.

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«Ein Mann meldete ein im Kreis rennendes Eichhörnchen. Er war nicht sicher, ob es krank war oder angefahren wurde. Ein herbeieilender Streifenwagen überfuhr das Tier.» bild: imgur

8. Wenn du ein Buch ausgeliehen und nicht rechtzeitig zurückgebracht hast, hat die Bibliothekarin dich höchstpersönlich angerufen. Auf dem Festnetz-Telefon.

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9. Der Lehrer (vermutlich der Kegelkumpan deines Vaters) hat es dir überlassen: «Entweder DU erzählst zuhause, was du angestellt hast, oder ICH erzähle es.»

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bild: shutterstock

10. Auch bei dir im Dorf gab es diesen einen komischen Typen, mit dem nie einer gesprochen hat, vor dem sich aber alle gefürchtet haben.

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11. Über Jahre hinweg war das hier dein Treffpunkt:

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Haben wir etwas vergessen, das zu einer typischen Landkindheit und Kleindorfjugend gehört? Dann schreib einen Kommentar!

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    Alle Leser-Kommentare
  • lexi 14.03.2015 09:41
    Highlight Highlight Wenn man dich als Kind nicht beim Namen genannt hat, es stattdessen hiess: "Dasch d Tochter vom..."

    Und wenn der Schlachthof direkt neben der Primarschule lag....
  • philippp 14.03.2015 09:16
    Highlight Highlight In jedem Dorf gibt es den einen Nachnamen, den irgendwie 40% der Dorfbewohner besitzen. Die "Ureinwohner" des Dorfes. ;)

    Im Dorflädeli konnte man nie Kondome oder Ähnliches kaufen, weil der nächste Besuch dort, mit der gleichen Kassiererin, einfach zu peinlich waren.
  • saugoof 27.02.2015 13:32
    Highlight Highlight Für mich war's vor allem Langeweile und Engstirnigkeit. Dazu kommt noch dass wir auch nach 18 Jahren in unserem 300 Seelen Dorf immer noch die "Neuen" waren.

    Es hat zwar auch schönes gegeben, aber nun wohne ich schon seit über 20 Jahren mitten in einer Millionenstadt und vermisse das Dorf kein bisschen. Ich kann mir nicht vorstellen jemals wieder aufs Land zu ziehen.
  • Remo Brechbühl 27.02.2015 11:20
    Highlight Highlight Man kennt von jeden den Spitznahmen, und wenn ein "Auswärtiger" nach einem Dorfbewohner mit dem richtigen Namen fragt, antwortet man mit "Phu,nei dä kenni nid"
  • subreena 27.02.2015 10:07
    Highlight Highlight Bei uns hatte der Milchkasten noch den ursprünglichen Sinn, nämlich die Milch, die vom Milchmann geliefert wurde, aufzunehmen... und nicht Zalandopäckli, die exakt genau so gross sind wie der Milchkasten, die man dann ohne entsprechendes Werkzeug gar nicht mehr raus bringt :)
    Laternenaustreten war ein Volkssport und das entführen von blinkenden Baustellenlampen, oder das Ausschalten oder umstellen von blinkend auf stehend :)
    Als in einem EFH mal ein Puff aufging, war das innerhalb Tagen im ganzen Dorf bekannt... Hausnummer 69 :) Und das lag auf dem Schulweg,.. :)
  • drwatson1214 26.02.2015 15:44
    Highlight Highlight Ich hätte gern überall zustimmend genickt aber im 500 Seelen Kaff gabs weder Coiffeuse noch Dorfarzt und sowieso keine Bibliothek :)
  • Gleis3Kasten9 26.02.2015 11:40
    Highlight Highlight Man stelle sich vor ein Erotikladen macht sich in einem Ladengeschäft an der Hauptstrasse breit und die Dorfbewohnerschaft beschwört gleich Erinnerungen an Sodom (nicht die Band) und Gomorrha (nicht der Film) hoch, denn die Sünde hält Einzug in unserem damaligen Kaff. Das Resultat war ein kurzlebiger Laden - der damals aber legendären Status hatte bei uns Kiddies hatte ("Bin drinne gsi und du glaubsch nit was die für Film hend!" - "Ach, verzell ke Scheiss." - "Nei, ich schwörs!").
  • 's all good, man! 26.02.2015 11:18
    Highlight Highlight Mein Dorf war jetzt nicht sooo klein, aber ich erinnere mich, dass man gewisse Dinge nur in der nahen Stadt besorgen konnte. Trotzdem gab es noch einen richtigen Eisenwarenladen, drei (!) Bäckereien, eine Käserei, Papeterie, Radio- und Fernsehgeschäft mit Videoverleih (VHS!, Pornos diskret hinter einem Vorhang) und einen Bahnhofsvorstand mit so einer Mütze, das war eine richtige Respektsperson. Und: man konnte mit weit unter 16 Alkohol und Zigaretten kaufen! "Isch füre Papi" und gut war. :-)
    • Tanzleila 26.02.2015 13:49
      Highlight Highlight ja das mit der Ausweiskontrolle nahmen die nicht so genau...
    • amberli 26.02.2015 15:03
      Highlight Highlight Wir kommen aus dem gleichen Dorf!
    • mrgoku 27.02.2015 09:25
      Highlight Highlight SMU sind wir aus dem gleichen Dorf?! hahaha

      Bei uns gab es so einen alten Mann der ein Mythos war. Niemand kannte ihn persönlich aber alle wussten wer er ist. Er war gemäss Mythos im kalten Krieg, seine ganze Familie starb da. Spitzname "Ziit-Bombe" :D.. der sah Böse aus :o
  • Bruno Wüthrich 26.02.2015 09:31
    Highlight Highlight Tatsächlich kommen mir gewisse Dinge bekannt vor. Facebook habe ich jedoch nie mit dem Dorfleben in Zusammenhang gebracht. Möglicherweise zu Unrecht. Hier wird nämlich gnadenlos offenbar, dass Tratschen ein Bedürftnis ist, welches uns alle betrifft. Auch Städter haben den unwiderstehlichen Drang hierzu. Die Bewohner eines Dorfes richen beim digitalen Tratschen gelegentlich den würzigen Duft, der entsteht, wenn der Bauer die Gülle ausfährt, während die Riechorgane der Städter wegen der dauernden Abgas-Einatmung längst ausser Funktion gesetzt sind. etwas Unterschied muss halt trotzdem sein.
  • The oder ich 26.02.2015 08:02
    Highlight Highlight Die Hälfte des Dorfes hast Du geduzt, weil diese Leute irgendwie mit Dir verwandt waren.

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