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Die Strassen und Innenstädte sind schon fast wieder so voll wie vor der Krise.
Die Strassen und Innenstädte sind schon fast wieder so voll wie vor der Krise.Bild: Keystone

Wieder vollere Züge bei den SBB – auf den Strassen ist die Krise ganz vergessen

Neue Daten zeigen, wie sich die Menschen in der Schweiz fortbewegen. Auf den Autobahnen ist schon wieder fast alles beim Alten. Bahn, Bus und Tram hingegen haben es schwer.
01.05.2021, 22:2201.05.2021, 22:26
Stefan Ehrbar / ch media

Die Menschen in der Schweiz sind wieder mehr unterwegs. Trotz Homeoffice-Pflicht und dem noch immer kursierenden Coronavirus sind die Strassen wieder fast so voll wie vor der Krise. Das zeigen neue Daten. So wurden zuletzt auf der Autobahn A1 bei Würenlos, einer der meistbefahrenen Strecken im Schweizer Strassennetz, beinahe so viele Fahrzeuge gezählt wie 2019 zur selben Zeit. Das zeigen die Daten des Bundesamts für Strassen.

Anzahl Fahrzeuge auf der A1 bei Würenlos

Im Vergleich zu 2019 in Prozent, Durchschnitt der letzten 7 Tage.
Im Vergleich zu 2019 in Prozent, Durchschnitt der letzten 7 Tage.Quelle: Astra / Grafik: ehs

Während des ersten Lockdowns im Frühling vor einem Jahr sank die Zahl der Fahrzeuge um bis zu 50 Prozent. Im Sommer mit tiefen Fallzahlen stieg sie wieder, um danach kontinuierlich zu sinken. Die Entwicklung verlief zunächst entgegengesetzt zu den Fallzahlen, die im Herbst und Winter stiegen. Seit Anfang Jahr nimmt der Verkehr allerdings unabhängig von der Entwicklung der Fallzahlen wieder zu und hat beinahe das Vorkrisenniveau erreicht.

Für die Arbeit und die Schule werden weiterhin weniger Distanzen zurückgelegt als vor der Krise. Anders sieht das bei Fahrten für Freizeit- und Shoppingzwecke aus. Diese haben zuletzt zugenommen, wie das Monitoring des Unternehmens Intervista zeigt, das für seine Analysen auf Bewegungsdaten von Smartphones zurückgreift.

Zurückgelegte Distanzen

Pro Zweck, Durchschnitt der letzten 7 Tage.
Pro Zweck, Durchschnitt der letzten 7 Tage.Quelle: Intervista / Grafik: ehs

Ein ähnliches Bild zeigt sich im öffentlichen Verkehr. Bei der Haltestelle Hardbrücke der Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) war in den letzten Wochen ein Aufwärtstrend zu verzeichnen.

Passagiere Zürich Hardbrücke

Passagiere/Tag an der VBZ-Haltestelle, Durchschnitt der letzten 7 Tage (in Tausend).
Passagiere/Tag an der VBZ-Haltestelle, Durchschnitt der letzten 7 Tage (in Tausend).Quelle: VBZ / Grafik: ehs

Bei den SBB stieg die Auslastung im Regionalverkehr im Vergleich zur Vorwoche um über 10 Prozentpunkte. Sie betrug im Vergleich zum Jahr 2019 knapp 71 Prozent. Das ist der höchste Wert seit einem halben Jahr. Im Fernverkehr stieg die Auslastung gegenüber der Vorwoche um über fünf Prozentpunkte auf 55 Prozent. Bahn, Bus und Tram sind damit zwar noch weiter weg vom Vorkrisenwert als der Strassenverkehr, aber der Aufwärtstrend hat sich zuletzt deutlich beschleunigt.

Auslastung der SBB

Pro Kalenderwoche in Prozent, im Vergleich zu 2019.
Pro Kalenderwoche in Prozent, im Vergleich zu 2019.Quelle: SBB / Grafik: ehs

Keinen Grund zum Aufatmen hat die Schweizer Luftfahrt. Die Zahl der Flüge der Swiss bewegt sich weiterhin auf einem Niveau von etwa 20 Prozent im Vergleich zu 2019. Wurden am Flughafen Zürich damals teils über 800 Starts und Landungen täglich gezählt, sind es derzeit etwa 200. In den letzten Tagen war keine Aufwärtsbewegung auszumachen. (aargauerzeitung.ch)

Bewegungen am Flughafen Zürich

Tägliche Starts und Landungen, Durchschnitt der letzten 7 Tage.
Tägliche Starts und Landungen, Durchschnitt der letzten 7 Tage.Quelle: Flughafen Zürich / Grafik: ehs
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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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LarsBoom
01.05.2021 23:21registriert November 2016
Als Aussendienstler traure ich dem April/März 2020 nach. Mit Tempomat 87 durchs Kimmattaler Kreuz, Gubrist 😌
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mafussen
01.05.2021 22:51registriert November 2014
Ich bin der Meinung man darf/soll Massnahmen in politischen Gremien diskutieren und abwägen. Dass aber beschlossene Massnahmen wie die Homeoffice PFLICHT dann einfach nicht umgesetzt resp. durchgesetzt werden verstehe ich nicht.

Wenn man etwas beschliesst, muss es danach auch konsequent umgesetzt werden und Leute (oder in diesem Fall eher die Firmen) die dagegen verstossen müssen gebüsst werden.

Eine viel konsequenter umgesetzte Homeoffice Pflicht hätte uns vieles ersparen können. Sowohl Tote & Kranke als auch gewisse andere Lockdown Massnahmen.

PS: Ich bin seit 14 Monaten im Homeoffice
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Nicetius
01.05.2021 23:07registriert Dezember 2014
Ähm. Gabs nicht so ziemlich den gleichen Artikel schon vor ein paar Tagen?
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