Schweiz
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Der Pfingstverkehr staut sich am Samstag, 23. Mai 2015, auf der Autobahn A2 vor dem Gotthard Tunnel zwischen Erstfeld und Goeschenen auf rund 13 Km laenge. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Pentecost holiday traffic queues up to 13 kilometers direction south in front of the Gotthard tunnel between Erstfeld and Goeschnen, Switzerland, Saturday, May 23, 2015. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Wer die Strassen mehr verstopft, muss mehr bezahlen. Bild: KEYSTONE

Verkehrsexperte: «Mobility Pricing ist fair: Jeder bezahlt den Verkehr, den er verursacht»

Schluss mit verstopften Strassen und Zügen. Der Bund macht ernst in Sachen Verkehrsbekämpfung. Das Zauberwort heisst Mobility Pricing. Warum wir lieber aufhören uns dagegen zu wehren, sagt Verkehrsexperte Ueli Haefeli. 



Herr Haefeli, der Bund will, dass Pendler in verstopften Zügen mehr für ihr Ticket bezahlen als die anderen. Wie soll einem das in den Kopf gehen? 
Ueli Haefeli: Die Frage trifft den Nerv. Genau deswegen findet Mobility Pricing zurzeit wenig Akzeptanz. Pendler, die ohnehin fast keinen Sitzplatz finden, empfinden es als ungerecht, mehr für ihr Zugticket bezahlen zu müssen als die anderen.

Sie bezahlen ja auch mehr für eine schlechtere Leistung. 
Fakt ist, sie verursachen in diesem Moment ungleich mehr Verkehr als die anderen, und dies müssen sie bezahlen. Knappes Gut wird teurer, das ist marktwirtschaftlich ganz normal.

«Die Verkehrsinfrastruktur hat ihre Kapazitätsgrenzen bald erreicht.»

Ueli Haefeli

Die Leute müssen zur Arbeit. Wer kann schon um 11 Uhr bei der Arbeit eintrudeln, um die Spitzenzeiten im Zug zu umgehen? Man müsste die Arbeitgeber zwingen, auch mitzuspielen.  
Warum? Es zwingt Sie auch niemand, auf dem Land oder weit entfernt von ihrem Arbeitsplatz zu wohnen. Die Verkehrsinfrastruktur hat ihre Kapazitätsgrenzen bald erreicht. Aber wenn Sie schon Arbeitgeber ansprechen: Mobility Pricing könnte zum Lohnelement werden: Einem unverzichtbaren Mitarbeiter bezahlt ein Unternehmer vielleicht den Aufschlag. Wenn nicht, verlegt der Mitarbeiter seinen Wohnort vielleicht näher zum Arbeitgeber. 

Ueli Haefeli, verkehrsexperte

Verkehrsexperte Ueli Haefeli. Bild: pd

Zur Person

Der promovierte Historiker Ueli Haefeli leitet seit 2001 den Bereich Verkehr, Umwelt und Energie beim privaten Forschungsinstitut Interface in Luzern. Seine Schwerpunkte liegen bei der Evaluation von Verkehrsprojekten, bei der Analyse von Verkehrstrends und Mobilitätsverhalten sowie bei Fragen der Nachhaltigkeit und der Mobilitätsberatung. (rar) 

Das klingt etwas gar einfach. Warum stösst Mobility Pricing dann hier auf so grosse Ablehnung? 
Einen der Gründe haben wir schon angesprochen. Ein weiterer liegt im alten Stadt-Land-Konflikt. Das Land befürchtet, stärker zur Kasse gebeten zu werden als die Stadt, weil die Leute mehr Kilometer mit dem Auto zurücklegen. Es gibt aber Pricing-Modelle, die solche Unterschiede ausgleichen. Der Bund ist aber noch wenig konkret in diesen Fragen. 

«Die Alternativen wären, die Abgaben auf dem Benzin nochmals zu erhöhen, oder noch mehr Steuermittel in den öffentlichen Verkehr zu stecken.»

Ueli Haefeli

Führt kein Weg an Mobility Pricing vorbei? 
Nicht, wenn wir weniger Stau und ein so komfortables Zugreisen wollen. Irgendwann müssen wir in den sauren Apfel beissen. Die Alternativen wären, die Abgaben auf dem Benzin nochmals zu erhöhen, oder noch mehr Steuermittel in den öffentlichen Verkehr zu stecken. Mobility Pricing ist fair: Jeder bezahlt den Verkehr, den er verursacht, und das Verkehrswachstum wird nicht zusätzlich durch Subventionen angeheizt. 

Bei den Flugtickets regt sich keiner auf, wenn sie in der Hochsaison teurer verkauft werden. Warum? 
Weil das Modell so gewachsen ist. Und natürlich auch, weil der Durchschnittsschweizer vielleicht einmal im Jahr fliegt. 

In London kennt man das Road Pricing auf dicht befahrenen Strecken in der Innenstadt bereits. Warum hat es da funktioniert? 
Weil es nicht per Volksabstimmung durchgesetzt werden musste und weil der Problemdruck grösser war. An der Urne haben es solche Anliegen sehr schwer, denn sie sind sehr emotional aufgeladen. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kstyle 30.06.2016 15:46
    Highlight Highlight Mich stört an der ganzen diskusion nicht das ich um 10uhr anfangen soll zu arbeiten damit könnte ich ja noch leben. Wenn ich um 10uhr beginne 8.5h arbeite mit 1h pause und einer haben stunde arbeitsweg komme ich um 20 Uhr nach Hause. Liebe SBB lieber Staat erklärt das mal meinen Kindern wieso sie ihren Papa nicht mehr sehen, wieso er nicht mehr am Nachttisch sitzt. Oder sollen sie bis 11 Uhr aufbleiben damit sie noch was von Papi haben oder ich von Ihnen?
  • Patrick Felder 30.06.2016 14:09
    Highlight Highlight Was auch dieser Elfenbeinturmbewohner nicht einsehen will, ist das ein Pendler sich nicht aus purer Lust zwei mal pro Tag ins Verkehrschaos stürzt, sondern es ihm vom Arbeitgeber vorgeschrieben wird. Wenn man wirklich den Verkehr mit flexibleren Arbeitszeiten entlasten will, müsste man den Verursacher, also den Arbeitgeber zur Kasse bitten oder mit strengeren Verpflichtungen konfrontieren. Alles andere ist billige Symptombekämpfung. Aber unsere ideologisch verklärte Regierung würde lieber Sand fressen, als die Arbeitgeber für ihre eingeforderte Selbstverständlichkeit zur Kasse zu bitten.
  • manhattanportage 27.06.2015 11:27
    Highlight Highlight Eine grossartige Idee. Infrastruktur ist teuer. Diese Idee ist ein wichtiger Beitrag zur Raumplanung. Wieso haben Menschen, die nicht dort wohnen wo sie arbeiten das Gefühl sie hätten ein Recht darauf sich von anderen ihren Livestyle bezahlen zu lassen? Die Stadt ist eine der besten Erfindungen des Menschen. Stadt ist mehr als Arbeitsort oder Shoppingcenter. Sie ist eine gebaute Lebensform.
    • Kstyle 30.06.2016 15:18
      Highlight Highlight Stimm ich dir im Prinzip zu das problem ist nur verursacherprinzip funtioniert nicht immer. Die kleinen Gemeinden mit tiefen Steuern benutzen genauso die infrastruktur der Gemeinden mit hohen Steuern. Beispiel Zürich Uitikon. Uitikon hat den halben Steuersatz von Zürich. Stadtzentrum Zürich ist mit dem Auto in 15min zu erreichen. Ich mache eine Wette 90 arbeitet in in der Stadt. Verursacherprinzip?
  • Lukas P. 30.05.2015 23:47
    Highlight Highlight So ein Blödsinn! Würde die bereits seit 30jahren bezahlte Strassensteuer, Benzinsteuer und Vignette nicht dem blöden ÖV gutgeschrieben hätten wir ein ausgebautes Strassennetz aus Gold.
    Hier wird nur vertuscht wie scheisse unser Bundesrat Tickt. Nur schon die 2te Gotthard Röhre, wieso für einen Zug? War denn der Übliche jemals voll? Haben die auch 13km Stau? Voll primitiv diese Schweiz, wir füren falsche verlogene und irreführende Politik...
    • Kstyle 30.06.2016 15:32
      Highlight Highlight Ja und nein ohne die subventionierte bahn hättest du jeden tag 2 stunden zur arbeit da alle mit dem auto fahren. Ausser du hast nur 5 minuten mit dem Auto dann vorderst du Goldene Strassen für deine unnötigen Sonntagsfahrten. Der Gotthard darüber kann man diskutieren. Meines erachtens ist es sinnvoll. Vorausschauend.
  • trio 30.05.2015 23:02
    Highlight Highlight Ich finde die Idee gut. Es geht doch nicht um Bestrafung. Wer um die Stosszeit die Strasse oder den ÖV benutzt, verursacht nunmal höhere Kosten. Diese Kosten sollten jedoch von den Arbeitgebern übernommen werden. Immerhin lechzt die Wirtschaft nach immer mehr Personal, nicht der Bürger. Oder die Wirtschaft fördert Lösungen gegen den alltäglichen Stau z.B. Home Office (siehe Holland), vermehrt Gleitzeiten, vermehrt Teilzeit etc.
  • Matthias Studer 30.05.2015 21:26
    Highlight Highlight Wenn die Unternehmen gewillt sind den Mehrpreis zu zahlen, hat es keine Wirkung mehr.
    Also ist der Lösungsvorschlag nicht mehr richtig. Da komme ich wieder bei Home Work an, die eigentlich vom Staat zumindest in der Anfangsphase unterstützt werden sollte.
    • trio 30.05.2015 23:05
      Highlight Highlight Warum sollte der Staat noch mehr kosten übernehmen? Schliesslich bezahlt die Öffentlichkeit jetzt schon den Grossteil der Ausbauten, welche wieder der Wirtschaft zugute kommt.
    • Matthias Studer 31.05.2015 02:38
      Highlight Highlight @trio, leider macht die Wirtschaft fast nichts von sich aus. Jedenfalls nichts was sich nicht direkt in ihrer Brieftasche bemerkbar macht. Ein kleiner Anstoß tut gut. Später kann man den Anstoß wieder reduzieren.
    • Kstyle 30.06.2016 15:39
      Highlight Highlight Homework funktioniert in den meisten fällen nicht, da es grosse disziplin braucht und für das zusammenleben einer Firma nachteilig ist. Yahoo hat es ausprobiert und ist wieder zurückgekrebst. Ich würde nicht behaupten es ist nicht möglich aber ich denke für die meisten branchen und Jobs nicht durchführbar. Und für die die es durchführbar wäre spielt es keine rolle weil das meistens leitende oder besserverdienerpositionen sind und die haben sowieso ein Auto.
  • Durtydawg 30.05.2015 15:36
    Highlight Highlight SBB sollte lieber mal 1. Klasse abschaffen. Da ist sehr oft ungenutzter Platz.
  • Lumpirr01 30.05.2015 14:44
    Highlight Highlight Unsere Verkehrsinfrastruktur basiert auf einer Einwohnerzahl von ca. 3/4 der heutigen Bevölkerung. Da die Wirtschaft nicht auskommen will mit den einheimischen zur Verfügung stehenden Ressourcen, müssen laufend weitere Arbeitende importiert werden. Da die Verkehrsinfrastruktur nicht Schritt halten kann mit dem Bevölkerungswachstum, wird es mit Gewissheit noch viel enger werden. Der Otto Normalbürger muss nun blechen für eine Entwicklung, die er nie wollte. Viel Spass für eine Zukunft mit verstopften Kreiseln, stehendem Zugfahren, Landschaften voller Baukräne für landfressende Wohnsiedlungen!
  • äuä scho! 30.05.2015 13:53
    Highlight Highlight Der blanke Hohn! Finanzstarke und einflussreiche Kreise machen zuerst die Ballungszentren für Normalverdiener unerschwinglich indem sie die Preise in absurde Höhen treiben. Dann werden profilierungswillige "Experten" (Historiker - ROFL) mobilisiert, welche mit ihren Analysen das politische Terrain ebnen um der upper class den Pöbel aus ihren Cities rauszuhalten.
    Gottseidank leben wir in einer (einigermassen) direkten Demokratie und können uns an der Urne gegen solche Angriffe auf unsere Integrität und Freiheit wehren. Lieber frei im Stau als überwacht und fremdbestimmt 15 min. früher im Büro
  • 7immi 30.05.2015 13:33
    Highlight Highlight ob das was bringt? die leute müssen ja so oder so von a nach b, ob es mehr kostet oder nicht... ausserdem finde ich es den falschen ansatz, den öv komplizierter und teurer zu machen und somit unattraktiv. ich finde den vollen zug schon ein gutes argument, um später arbeiten zu gehend. schliesslich ist das benzin in stosszeiten auch nicht teurer. wir müssen personen und güter auf die schiene bringen, nicht umgekehrt!
  • whatthepuck 30.05.2015 09:50
    Highlight Highlight Dem Verkehrsexperten ist nicht zu widersprechen. Es geht nicht darum, Leute zu bestrafen - es geht darum, dass die Leute ihr Verhalten ändern, weil es aktuell nicht nachhaltig ist. Verkehr belastet die Umwelt und die Finanzen. In einer zukünftig erfolgreichen Volkswirtschaft wird beides wenig belastet. Wer also keinen Pricing-Aufschlag bezahlen will, zieht näher an den Arbeitsort und der Umwelt und den Finanzen ist dann ebenfalls geholfen. Der Arbeitsort muss dabei nicht in der Stadt sein. Eine gleichmässigere wirtschaftliche Entwicklung würde dem Problem viel helfen.
    • Michel@sith 30.05.2015 10:05
      Highlight Highlight Aber genau das macht man, die kleinen Leute bestrafen welche es sich nicht wirklich aussuchen können wann und wo Sie Arbeiten wollen
    • christianlaurin 30.05.2015 11:37
      Highlight Highlight Wissen sie, sie haben kein Schimmer Ahnung um was es geht. Sie sagen zeihen sie näher zur der Arbeit. Klasse Idee Herr Genie nur das blöde ist das keine Wohnung gibt, und Leute müssen noch 50 Franken drauf zahlen um eine Wohnung zu sehen.

      Andere Zeiten? Träumen sie weiter. Was ist wenn der einer im Firma a eine andrer in Firma b telefonieren will aber b fängt erst am 11 an? Dann fangen andrer am 11 an und wir haben wieder den Stau. Oder Leute drehen Däumchen bis es möglich ist zu arbeiten.

      Wie wäre es wenn Firmen nicht alle im ein Platz sind. Auch wieder Klassen weil dann LKWs nur in Dauer Einsatz sind um Produkten von a bis b zu transportieren.

      Nein möbility Pricing is abzockerei und es trifft nur die kleine...
    • Statler 30.05.2015 14:25
      Highlight Highlight Wenn das RAV sagt, dass Arbeitswege von bis zu 2h zumutbar sind, werden die Leute zum Pendeln gezwungen...
      Niemand pendelt gerne - und die Leute dafür auch noch zu bestrafen ist einfach nur zynisch...
  • made 27.05.2015 22:07
    Highlight Highlight Den Kommentaren nach bin scheinbar der einzige Autofahrer, der gerne bereit ist für weniger Stau Geld zu zahlen?

    Zeit ist wohl das Vertvollste Gut auf der Welt, und mir ist es ein paar Hundert Franken im Jahr wert, ettliche Stunden im Stau einzusparen.
    • Oberon 27.05.2015 22:48
      Highlight Highlight Leider finanzieren die Autofahrer schon die "halbe" Schweiz und hätten eigentlich ein Anrecht das die Infrastruktur wenigstens ansatzweise den aktuellen Gegebenheiten entspricht...

      Es wäre auch sinnvoller zu versuchen die Unternehmen in die Pflicht zu bringen neue Zeitmodelle oder Arbeitsplatzstandorte zu kreieren.
    • EvilBetty 27.05.2015 23:32
      Highlight Highlight Und wie genau soll das funktionieren? 90% der Pendler können ihre Arbeitszeit nicht ändern... Was glaubst du wird passieren? Feenzauber? Chemtrails?
    • Matthias Studer 28.05.2015 00:39
      Highlight Highlight @made, die Frage lautet nur, kann ich mir das leisten? Schön für sie, ein großer Teil wird es nicht mehr können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Midnight 27.05.2015 20:06
    Highlight Highlight Zum glück kann ich mir meine Arbeitszeiten ja selbst auswählen... NIICHT!
  • Weidmann 27.05.2015 17:15
    Highlight Highlight Wer diese idee entworfen hat muss vermutlich nichts bezahlen, den diese Person bekommt alles in den Arsch geschoben.
  • saukaibli 27.05.2015 17:04
    Highlight Highlight Das trifft wieder genau die Falschen. Die meisten schlechtbezahlten Jobs sind dazu noch zeitlich unflexibel, d.h. schlecht verdienende Arbeitnehmer können nicht einfach ihre Arbeitszeit verschieben. Und die Bonzen mit ihren fetten SUVs, die am meisten Platz wegnehmen und Dreck rauslassen, können sich den Scheiss locker leisten. Und beim ÖV nochmal genau das Gleiche.
    • Karl33 27.05.2015 18:57
      Highlight Highlight saukaibli, es trifft doch immer die falschen. vor wenigen jahren wurde in der schweiz die erbschaftssteuer abgeschafft, und -zufall- gleichzeitig die lohnabzüge hochgeschraubt. alles klar?
  • Ton 27.05.2015 17:00
    Highlight Highlight Ich denke man sollte die Arbeits- und Schulzeiten anpassen. So könnte man die Leute schonmal auf eine weitere Stunde verteilen...
    • Qwertz 27.05.2015 22:37
      Highlight Highlight Bei den Schulzeiten muss ich Dir leider widersprechen.

      Bei uns am Gymi haben wir den Schulbeginn aufgeteilt: etwa die Hälfte beginnt um 7:30 und die andere Hälfte beginnt um 8:25. Noch später können wir nicht anfangen, denn die Zeit, die am Morgen geschenkt bekämen, würde uns Schülern am Nachmittag/Abend fehlen. Und die Zeit am Morgen vor der Schule ist nicht wirklich nutzbar.

      Und ausserdem gehen wir wenn möglich noch vor der abendlichen Stosszeit nach Hause. Weil auch wir keine überfüllte Busse und S-Bahnen mögen.
  • Michèle Seiler 27.05.2015 16:51
    Highlight Highlight Ich sehe hier eigentlich nur eine Ausnutzung der Lage der Arbeitnehmer. Selbst wenn man die Fahrtzeit nach hinter oder vorne verschieben könnte ... Vielleicht wollen die Leute ja nicht noch früher aufstehen oder noch später zu Hause sein?

    Was kriegen sie dafür?
    • Anded 27.05.2015 17:21
      Highlight Highlight Du kriegst mehr Ausschlafen/Gemütlichkeit am Morgen oder mehr Feierabend am Abend. Und nicht zu Vergessen: Mehr Platz im Verkehr! Und das gleich 2x täglich. Ich kann es mir einrichten und habe mich als Morgenmuffel für die erstere Variante entschieden. Ich würde aber zur extrem-Frühaufsteher Variante wechseln, bevor ich mich 2x täglich in die Massen stürze. Ich vermute die wenigsten würden an 8-17 festhalten, wenn sie selber wählen könnten. Mobility-Pricing hin oder her.
    • Michèle Seiler 27.05.2015 17:29
      Highlight Highlight Ja, aber dafür zahlt man wohl nicht mehr ... Das tut man, wenn man nicht mehr zahlen will.

      Ich frage mich, was der, der das nicht möchte (auch die gibt es) für das, was er drauf zahlen soll, kriegt.
    • Michèle Seiler 27.05.2015 17:30
      Highlight Highlight Nicht möchte oder nicht kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cox 27.05.2015 16:20
    Highlight Highlight Wie pervers ist das denn?
    Ich denke, niemand steht freiwillig im Stau oder zahlt immer höhere Billetpreise, um immer häufiger im Zug zu stehen. Das Problem sind die Arbeitgeber, die keine flexiblen Arbeitszeiten zulassen.
    Mobilität ist in einem so hoch entwickelten Land ein Grundbedürfnis, wann schnallen das unsere Politiker endlich?
    Solang sie es sich leisten können wohl nie ...
    • Oban 27.05.2015 21:07
      Highlight Highlight Die Politiker schnallen das schon, ansonsten würde man nicht Lösungen suchen.
      Aber unser Problem ist eben vielfach auch Hausgemacht. Vielfach 2 Autos pro Haushalt, trotz Möglichkeit zur Gleitzeit arbeitet man aus Bequemlichkeit 8-17 Uhr, 15 min mehr Arbeitsweg mit Öv akzeptiert man nicht und selbst zum einkaufen nimmt man das Auto, auch wenn es nur 300 m weit ist. Es müssen Lösungen gesucht werden, 8 spurige Autobahnen können wir uns aus verschiedenen Gründen nicht leisten/bauen, also muss man den Verkehr halt lenken.
  • Matthias Studer 27.05.2015 16:18
    Highlight Highlight Der Bundesrat muss sich überlegen, wie er dem Arbeiter noch erklären will, warum er überhaupt noch zur Arbeit gehen soll.
    Ja, keine einfache Aufgabe, und er wird nie eine Antwort darauf haben. Kürzungen bei den Steuerabzügen, teurer Arbeitsweg durch Abgabenbund die einzigen die wirklich davon profitieren sind die Firmen, die sich nicht mehr um die Infrastruktur eines Landes kümmern müssen.
    Jemand muss denen mal sagen, wenn die Arbeitnehmer nicht mehr in der Firma erscheinen, wird auch kein Geld mehr fließen. Alle Vergünstigungen an die Firmen war dann für den Arsch.
  • Ich33Unverbesserlich 27.05.2015 16:11
    Highlight Highlight Irgendwie glaube ich das der Stau bald nicht mehr im Radio "A1 - Zürich Richtung Bern zwichen Zürich Nord und Spreitenbach" heissen wird sondern "Hauptstrasse zwischen Kloten und Baden". Schade...
  • EvilBetty 27.05.2015 16:03
    Highlight Highlight Geil! Bald kann ich es mir nicht mehr leisten arbeiten zu gehn!
    • Androider 27.05.2015 16:18
      Highlight Highlight Hahaha made my day :'D
    • Oberon 27.05.2015 16:30
      Highlight Highlight Jo das dachte ich auch als erstes. ;)

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