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Nach etlichen Spekulationen über den vermeintlichen Lusttempel im «Schwulenwäldli» wurde das Rätsel gelöst. bild: telem1

Das Rätsel um den orangen Wohnwagen beim «Schwulenwäldli» im Birrfeld ist gelöst

Schwulentreffpunkt für schnellen Sex? Oder: Holländische Campierer? Ein Wohnwagen beim sogenannten «Schwulenwäldli» in Birr sorgte für Gesprächsstoff. Wir haben des Rätsels Lösung.



Nun ist das Rätsel um den Wohnwagen beim «Schwulenwäldchen» gelöst: Nein, er dient nicht liebeshungrigen Männern als Unterschlupf. Auch keine versprengten Holland-Fans haben ihn vergessen.

Der orange Anhänger ist ein Überbleibsel vom letzten Argovia-Fäscht. Dies bestätigt die Organisatorin des Festes, das Radio Argovia. Das Gefährt diente Helfern einer Berner Veranstaltungsfirma zum Übernachten, wie Tele M1 berichtet.

Der Verantwortliche des Argovia-Fäscht, Marco Kugel, erklärt, dass der Wagen auch nach dem Fest vom 10. und 11. Juni noch beim Gelände auf dem Birrfeld stand. Man habe den Besitzer gebeten, ihn wegzustellen. Das sei auch geschehen. 

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Der Wohnwagen diente als Unterkunft für Helfer: Kuschliges Interieur mit holländischem Charme.  bild: telem1

Doch dann hat Kugel plötzlich auf AZ Online gelesen, dass der orange Wohnwagen ohne Nummernschild beim «Schwulenwäldchen» zwischen Mägenwil und Birrfeld wieder aufgetaucht ist – nur wenige Hundert Meter weiter also auf einem Parkplatz. Und das Gefährt sorgte für Gesprächsstoff.

Beliebter Treffpunkt für schnellen Sex

Denn zwischen Frühling und Herbst ist das «Schwulewäldli», das auf Gemeindegebiet von Birr liegt, ein beliebter Treffpunkt für schnellen Sex. Vor allem homosexuelle Männer aus der ganzen Deutschschweiz fahren an. Der Parkplatz beim «Schwulewäldli» ist deshalb in der Saison meistens überfüllt.

Das Aargauer Baudepartement hatte vergebens einen Anschlag am Wohnwagen angebracht und den Besitzer zum Abtransport aufgefordert. «Das Fahrzeug ist in einem schlechten Zustand und wird, wenn sich der Halter nicht meldet und das Fahrzeug abholt, vorschriftsgemäss entsorgt», sagte Kreisingenieur Giuliano Sabato vor einer Woche gegenüber der AZ.

Für den säumigen Besitzer ist nun Radio Argovia eingesprungen. Man habe sich verantwortlich gefühlt, Ordnung zu schaffen, so Marco Kugel. Das Radio übernimmt deshalb auch die Kosten in Höhe von 500 bis 1000 Franken. Der mysteriöse Wohnwagen ist jetzt weg.

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