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Panzer-Panne: Schweizer Armee wirft Ruag Fehler bei M113-Reparaturen vor

Des ouvriers s'occupent de decouper un char M113 dans les locaux de l'entreprise Thevenaz-Leduc SA ce jeudi 3 aout 2006 a Ecublens, Vaud. Quelque 550 vieux chars de grenadiers M113 qui n&#03 ...
Die über 60 Jahre alten M113-Schützenpanzer seien von der Ruag falsch repariert worden (Symbolbild).Bild: KEYSTONE

Ruag in der Kritik: Warum die Panzer der Armee nicht mehr fahren

10.07.2026, 12:2310.07.2026, 12:23

Die Armee ist unzufrieden mit dem hauseigenen Rüstungskonzern Ruag. Fehlerhafte Reparaturen des Schützenpanzers M113 führten erneut zu Problemen bei den über 60 Jahre alten Fahrzeugen. Das berichtet der Blick.

Bereits Ende 2023 mussten 238 Schützenpanzer M113 vorübergehend stillgelegt werden. Da sich die Beschaffung der Ersatzteile als Herausforderung herausstellte, dauerte deren Reparatur zwei Jahre. Als das Problem mit der Antriebswelle behoben war, machte der Seitenantrieb Probleme. Wieder mussten die Panzer mit Jahrgang 1963 aus dem Verkehr gezogen werden.

Das Alter sei jedoch nicht der Hauptgrund für die Ausfälle. «Das Problem ist vielmehr, dass die Ruag den Unterhalt nicht im Griff hat», erzählen Quellen aus dem Umfeld dem «Blick». Auch bei den Reparaturen am M113 soll die Ruag mehrere Fehler gemacht haben, welche weitere Defekte ausgelöst hätten.

Die Armee bestätigt die Mängel. Eine Untersuchung habe ergeben, dass durch eine «nicht spezifikationskonforme Geometrie einzelner Lagerdeckel» beim Zylinderrollenlager Metallteile ins Öl gelangten.

Die Ruag hingegen macht einzelne Bauteile und das Alter der M113 für die Probleme verantwortlich. Panzeroffizier Erich Muff pflichtet ihr bei. «Ersatzteile sind kaum mehr erhältlich, jahrzehntelange Ruag-Mitarbeiter mit viel Erfahrung gehen irgendwann in Pension und die Jungen machen doch keine Lehre mehr auf so alten Kisten», meint er bezüglich des Alters der Fahrzeuge.

Doch auch andernorts scheint man mit der Arbeit der Ruag unzufrieden zu sein, wie ein vertrauliches Dokument des Bundesrats zeigt. Sie könne Lieferfristen und vertraglich getroffene Vereinbarungen nicht vollständig einhalten. «Kritisiert wird insbesondere das Preis-Leistungs-Verhältnis, der vom Kunden als zu hoch empfundene Personal- und Verwaltungsaufwand sowie eine ungenügende Termintreue.»

Das VBS befürchtet durch die Versäumnisse eine negative Auswirkung auf die Bereitschaft der Armee bei Einsätzen und bei der Ausbildung. Ähnlich sieht dies SVP-Nationalrat Mauro Tuena: «Für die Sicherheit der Schweiz ist das ein ernsthaftes Problem.» Bisher sehe er jedoch keine Anzeichen einer Verbesserung der Ruag – «gerade wenn man die verunglückten Reparaturarbeiten am M113 betrachtet.» (nil)

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