Falschparkierer vs. Stadt Zürich: Rate mal, wer nachgeben musste
Eigentlich gilt vor dem Coop Pronto am Schaffhauserplatz in Zürich ein Parkverbot, gekennzeichnet durch eine gelbe Linie. Autofahrende hielten dort trotzdem. Die Folge: heikle Fahrmanöver, zu wenig Platz für die Fussgänger und Dooring-Gefahr für Velofahrende, wenn die Falschparkierer die Autotür öffnen, berichtet Rathuus.
Die Dienstabteilung Verkehr (DAV) erkannte das Problem: «Der Bereich entlang der Parkverbotslinie wurde wiederholt zum illegalen Parkieren genutzt», wird aus einem Bericht zitiert. Sie ergriff deshalb Massnahmen, die sie am Ende knapp 10'000 Franken kosten sollten. Damit die Autofahrenden nicht mehr auf dem Trottoir parkieren konnten, um noch «schnell» etwas einzukaufen, montierte sie acht Pfosten entlang der Strasse.
Tatsächlich zeigten diese Wirkung, Parkieren war auf dem Trottoir nicht mehr möglich. Allerdings tauchte ein neues Problem auf, denn die Autofahrenden parkierten deshalb halt unerlaubt auf der nahegelegenen Fläche, die für Taxis und Güterumschlag vorgesehen wäre. Und weil dieser Platz nun blockiert war, konnten die Lastwagen, die den Coop beliefern, nicht mehr dort halten.
Stattdessen mussten die Lastwagen auf der Strasse vor den Pfosten stoppen, weshalb eine Spur komplett blockiert wurde und es wieder zu Behinderungen kam. «Leider stellte sich heraus, dass diese Lösung für das Gewerbe nicht gangbar war», zitiert der Tages-Anzeiger die DAV.
Erneut musste eine Lösung her. Jetzt setzt man auf Beschilderung: Die Pfosten wurden bereits wieder entfernt, dafür wurde ein Schild mit der Aufschrift «Nur Gewerbe und Güterumschlag gestattet» angebracht. Das soll die Falschparkierer zur Besinnung bringen. Allerdings nur vorübergehend. Mit dem Strassenbauprojekt Hofwiesenstrasse soll die Situation dann langfristig verbessert werden. (vro)
