Falschparkern geht es an den Kragen: Dieses Auto scannt 1000 Nummernschilder pro Stunde
Besonders in Städten werden Autos der Bequemlichkeit halber gerne an Orten kurz abgestellt, wo dies eigentlich verboten ist: zum Beispiel auf einem Velostreifen, auf einer Busspur oder die Markierung des Parkfeldes wird überschritten. Genau diese Verstösse soll das Scan-Car in Zukunft ahnden – und getestet wird es bald auch in der Schweiz.
Aktuell laufen Schweizerinnen und Schweizer aber nur beim Einkaufen in Deutschland Gefahr, von einem solchen Scan-Car verzeigt zu werden. In Waldshut-Tiengen, ausserhalb von Koblenz, werden die Fahrzeuge aktuell von der lokalen Polizei zeitlich begrenzt getestet. SRF war vor Ort und begleitete einen Fahrer auf seiner Tour durch das Quartier.
«Die beiden Kameras auf dem Dach scannen links und rechts die parkierten Autos», sagt Daniel Duttlinger zu SRF. Das Auto scannt 1000 Nummernschilder in der Stunde und registriert jene, die gegen die Parkregeln verstossen. Fahrzeuge, die in der Fussgängerzone oder auf dem Velostreifen erfasst werden, können so schneller durch die Behörden abgeschleppt werden.
Einsatz für die Sicherheit
«Falsch geparkte Autos sind ein Sicherheitsrisiko. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen, wenn sie auf Radwegen oder Fusswegen parken», schreibt das Ministerium für Verkehr von Baden-Württemberg zum Einsatz solcher Scan-Fahrzeuge.
Kontrolliert wird aber nicht nur der Standort der abgestellten Fahrzeuge, sondern auch, ob die Parkgebühren bezahlt wurden.
Schweizer Behörden interessiert
Wie SRF berichtet, ist ein solcher Pilotversuch auch für die Stadt St.Gallen geplant. Winterthur prüft ebenfalls einen Einsatz, Basel zeigt sich interessiert: «Die Kantonspolizei Basel-Stadt verfolgt die Entwicklung solcher Systeme mit Interesse. Konkrete Pläne gibt es jedoch noch nicht», so die Polizei zu SRF.
Die Städte Bern, Luzern und Zürich erteilen einem solchen Test aktuell eine Abfuhr. (leo)
