Schweiz
Basel

Botanischer Garten Basel erwartet Titanwurz-Blüte in der kommenden Woche

Visitors look at a blooming Titan Arum (amorphophallus titanum) in the botanical garden of the university of Basel, in Basel, Switzerland, Monday, November 19, 2012. The titan arum is a flowering plan ...
Die Titanwurz im Botanischen Garten Basel bei ihrer Blüte im November 2012. Das Ereignis wiederholte sich zuletzt im Juni 2023.Bild: KEYSTONE

Botanischer Garten in Basel erwartet seltene Titanwurz-Blüte

In Basel soll schon bald die Titanwurz wieder blühen. Der genaue Zeitpunkt des seltenen, gerade mal zweitägigen Spektakels kann erst einen Tag zuvor festgelegt werden.
07.08.2026, 12:3907.08.2026, 12:39

Der Botanische Garten der Universität Basel hat die baldige Blüte der seltenen Titanwurz angekündigt. Das Gartenteam erwartet das seltene Naturereignis in der kommenden Woche. Die Titanwurz blüht nur zwei Tage lang.

Die aktuelle Pflanze entwickle sich zwar langsamer als bei der letzten Blüte im Juni 2023, sie bilde dafür einen deutlich grösseren Blütenstand aus, teilte die Universität Basel am Freitag mit.

Das Tropenhaus öffnet am Abend des Aufblühens seine Türen für das Publikum bis um 2 Uhr. Zudem verlangt der Botanische Garten keinen Eintritt für die Besichtigung. Wer nichts verpassen will, kann die Entwicklung der Blume live über eine Webcam auf der Website des Botanischen Gartens mitverfolgen.

Den genauen Zeitpunkt der zweitägigen Blüte lasse sich schwer voraussagen, hiess es. Erst am späten Nachmittag des Blütentags erkenne das Team, ob sich der Blütenstand tatsächlich öffne.

Die gefährdete Pflanze stammt ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Sumatras in Indonesien. Sie bildet die grösste Blume der Welt, die über drei Meter hoch werden kann.

Gestank lockt die Bestäuber an

Während des ersten Abends verströmt die Titanwurz einen intensiven Geruch nach verfaulendem Fleisch. Dieser Gestank lockt gezielt Bestäuber wie Aasfliegen, Aaskäfer und Aasbienen an.

Zuvor speichert die Pflanze über mehrere Jahre Kohlenhydrate in einer grossen unterirdischen Knolle, ehe sie nach dem Absterben des einzigen Blattes und einer Ruhephase den Blütenstand treibt. Verbessertes gärtnerisches Wissen und optimale Bedingungen im neuen Tropenhaus lassen die Pflanze in Basel mittlerweile häufiger blühen, wie die Universität Basel schrieb. (sda)

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