Schweiz
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Trotz Sieg der Berntreuen: Separatisten wollen Kampf für vereinigten Jura weiterführen



Die jurassischen Separatisten wollen sich vom Sieg der Berntreuen in zwei Dörfern nicht beirren lassen. «Lasst uns den Kampf weiterführen», skandierten etwa 150 Personen am Sonntagabend in Moutier.

Sie hatten sich im Hauptort des Berner Juras versammelt, nachdem sich die Stimmberechtigten der Gemeinden Belprahon und Sorvilier mehrheitlich für den Verbleib beim Kanton Bern ausgesprochen hatten. In Moutier hatte es im Juni eine Mehrheit für den Wechsel zum Jura gegeben.

Deceptions des militants pro-jurassiens apres l'annonce des resultats, ce dimanche 17 septembre 2017 a Belprahon. Le 17 septembre, les citoyens de Moutier doivent choisir entre le maintien dans le Canton de Berne et un rattachement au canton du Jura. Ce scrutin historique, est cense regler l'appartenance cantonale de la ville.

Enttäuschung bei den Pro-Jurassischen Bewohnern von Belprahon. Bild: KEYSTONE

«Sorvilier bleibt im Gefängnis»

Mitnichten sei die Jura-Frage nun geregelt, wie das der Kanton Bern betone, erklärte die Bewegung Mouvement autonomiste jurassien (MAJ). Der Kampf gehe weiter, rief MAJ-Generalsekretär Pierre-André Comte aus. Auch vier Mitglieder der jurassischen Regierung hatten sich nach Moutier begeben und wohnten der Zusammenkunft der Abstimmungsverlierer bei.

«Sorvilier bleibt im Gefängnis, das haben die Gegner des Jura entschieden», sagte Sorviliers autonomistischer Gemeinderat Jean-Marie Kohler. Jurassische Erde bleibe in den Fängen der bernischen Kerkermeister.

Das Mouvement autonomiste jurassien hatte schon nach der Abstimmung in Moutier bekräftigt, man werde den Kampf für eine Vereinigung von Jura und Berner Jura auf jeden Fall fortsetzen. Die Geschichte sei nie zu Ende. (sda/meg)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pat the Rat, einfach nur Pat the Rat 18.09.2017 14:53
    Highlight Highlight Ich hätte da einen Vorschlag, der allen Beteiligten helfen würde:
    Zieht einfach eine Grenze mitten durch die betroffenen Dörfer und Städte (ungefähr von West nach Ost). Die nördliche Hälfte gehört in Zukunft zum Jura, die südliche zu Bern.
    Somit kann Jedermann in seinem "Heimatort" wohnen bleiben und gleichzeitig zu seinem Wunschkanton gehören...
    Damit könnte diese ewige Zwängerei endlich aufhören!
  • Knety 17.09.2017 23:34
    Highlight Highlight Was heisst Gränni auf Französisch?
    Jurasien!
  • na ja 17.09.2017 22:42
    Highlight Highlight Überall und (fast) alle wollen hier in Europa die Grenzen abschaffen und da "gränne" die einen innerhalb des selben Landes um ein paar Hektaren eines anderen Kantons? Immernoch.... ich mag mich noch an den Terror erinnern, auch wenn ich noch klein war,in den 70ern. Damals war der Tenor bei der Abstimmung, wir geben denen nun ihren Kanton, dann ist Ruhe! Und nun wieder eine zwängerei....
  • klugundweise 17.09.2017 21:17
    Highlight Highlight Die Hündchen bellen und die Karawane zieht weiter. Und bellen sie weiter gibts halt kein Futter (Finanzausgleich) mehr.
  • Sir Konterbier 17.09.2017 20:46
    Highlight Highlight und selbst wenn man ihnen den ganzen Bernerjura überliesse: dann würden sie halt das neuenburger Jura bezirzen. ich glaube für diese Leute ist dieser Schlussstrich gleichbeudeutend mit dem Verlust des Lebenssinns.

    Also ich denke viel besser hätte man das ganze wirklich nicht lösen können ich weiss nicht was die jetzt noch wollen.

    Vor allem kommen ja die Wortführer in der Debatte meistens aus dem Kanton Jura und erstaunlich selten melden sich die "Unterdrückten".

    Lasst uns bitte wieder über Probleme diskutieren
    • Sigmund Freud 17.09.2017 21:19
      Highlight Highlight Kantönli-Imperialismus
    • Hierundjetzt 17.09.2017 21:59
      Highlight Highlight Ich glaube, mit dem "Verlust des Lebenssinns" hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Nur so macht diese zwängerei Sinn
  • Dr Barista 17.09.2017 19:22
    Highlight Highlight Ich bin mir nicht ganz sicher wie man Personen nennt welche einen Volksentscheid nicht akzeptieren können... Nun gegen den Willen der Mehrheit (sei sie noch so knapp gewesen, kommt immer wieder vor) etwas durchzwängen zu wollen ist unbegreiflich.
    Wie wäre es, wenn diese Personen nun einen Fonds ins Leben rufen, um allen "Juratreuen" den Umzug ins "gelobte Land" zu finanzieren?
    • Gähn on the rocks änd röll 17.09.2017 20:12
      Highlight Highlight Yes, let the people go!
  • Hierundjetzt 17.09.2017 18:45
    Highlight Highlight Jura, ein bitterarmer, ökonomisch und gesellschaftlich von der Schweiz komplett abgehängter Kanton ohne jegliche Zukunft, mit der Einwohnerzahl des K12, der nur davon lebt, dass Weiler die Kantonsgrenze wechseln. Wow, ist das tragisch.

    Der Jura ist so dermassen stark auf Geld angewiesen, dass er deswegen sogar 2 Guantanamo-Häftlinge aufgenommen hat. Muss man sich mal vorstellen :/
  • satyros 17.09.2017 18:35
    Highlight Highlight Vielleicht wäre es an der Zeit, dass die Abstimmungsverlierer diese Volksentscheide akzeptieren. Oder soll dann in Moutier auch nochmals abgestimmt werden?
  • Blitzableiter 17.09.2017 18:08
    Highlight Highlight Diese Jurassischen Zwängeris sollen den Entscheid nun akzeptieren und die Sache Ruhen lassen. So wie es die pro Berner in Moutier, nach der niederlage auch getan haben.

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