Schweiz
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In der Schweiz sind laut dem Hilfswerk Caritas 144'000 Kinder von Armut betroffen. Bild: shutterstock

Corona-Krise verschärft Lage von Kindern in Armut



Die Corona-Krise droht das Problem der Kinderarmut weiter zu verschärfen. Eltern benachteiligter Kinder arbeiten laut einer Studie häufig in Teilzeitarbeit oder als Minijobber. Sie sind von Stellenabbau und Lohneinbussen überduchschschnittlich stark betroffen.

Wegen der Corona-Auswirkungen bestehe die Gefahr, dass viele arme Kinder durchs Raster fielen, heisst es in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse der Bertelsmann-Stiftung.

Das liege auch daran, dass zahlreiche ausserhäusliche Unterstützungsangebote staatlicher oder zivilgesellschaftlicher Natur in der Zeit des Lockdowns zumindest zeitweise eingestellt worden seien, erklärte der Chef der Bertelsmann-Stiftung, Jörg Dräger. Die Stiftung beruft sich unter anderem auf Auswertungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Kein ungestörtes Lernen

Problemverschärfend wirkt der in der Zeit des Lockdown eingeführte Unterricht zuhause (Home-Schooling). Kinder aus armen Verhältnissen verfügten oft nicht über die dafür nötige technische Ausstattung und hätten vielfach auch keine Rückzugsräume für ungestörtes Lernen. So hätten 24 Prozent der Kinder in Haushalten, die Grundsicherung beziehen, keinen Zugang zu einem internetfähigen PC.

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Home-Schooling stellt für Familien mit geringen Einkommen ein Problem dar. Bild: shutterstock

Die meisten von Armut betroffenen Kinder hätten kaum Aussicht auf Besserung ihrer Situation. Derzeit seien 21.3 Prozent oder 2.8 Millionen der Kinder und Jugendlichen in Deutschland von Armut betroffen, heisst es in der Analyse.

Für etwa zwei Drittel von ihnen gelte dies dauerhaft, also für mindestens fünf Jahre durchgehend oder wiederkehrend. Besonders stark betroffen seien Haushalte von Alleinerziehenden sowie Haushalte mit drei oder mehr Kindern.

Starker Anstieg in der Schweiz

In der Schweiz sind laut dem Hilfswerk Caritas 144'000 Kinder von Armut betroffen. Noch vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war die Armutsquote bei Kindern stark von 6.9 auf 9.6 Prozent gestiegen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeige, dass die Armut trotz guter Wirtschaftslage nicht einfach verschwinde.

In der Schweiz bestehe ein strukturelles Armutsproblem, hielt Caritas bereits zu Jahresbeginn fest. Die Armut, besonders auch jene der Kinder, bleibe die grösste sozialpolitische Herausforderung und verlange ein entschlossenes Handeln.

Mit der Unterzeichnung der Agenda 2030 habe sich der Bundesrat verpflichtet, Armut in der Schweiz bis 2030 mindestens um die Hälfte zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, brauche es dringend eine wirksame Armutsbekämpfung und eine gemeinsame Strategie von Bund, Kantonen und Gemeinden.

Ungelöstes strukturelles Problem

«Kinderarmut bleibt ein ungelöstes strukturelles Problem mit erheblichen Folgen für das Aufwachsen, das Wohlbefinden, die Bildung und die Zukunftschancen der Kinder», erklärten die Experten der Bertelsmann-Stiftung. Dräger kritisierte insgesamt zu geringe Anstrengungen der Politik, um Kinderarmut zu verringern.

«Die Vermeidung von Kinderarmut muss gerade in der Corona-Krise politische Priorität bekommen.»

«Die Politik tut zu wenig, um Kindern Armut zu ersparen», erklärte der Stiftungs-Chef. Er forderte die Regierungen von Bund und Ländern deswegen zum Handeln auf: «Die Vermeidung von Kinderarmut muss gerade in der Corona-Krise politische Priorität bekommen.»

Grundsicherung für Kinder

Dräger sprach sich dabei für neue sozial- und familienpolitische Konzepte aus. Er verwies auf Vorschläge für ein Teilhabegeld oder eine Kindergrundsicherung.

Zudem müssten Strukturen für eine konsequente Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ausgebaut werden. Besonders in der Corona-Krise habe sich auch gezeigt, dass die Wünsche und Bedarfe von Kindern und Jugendlichen von der Politik nicht angemessen erfasst würden.

Mehrere Faktoren analysiert

Bei der Analyse berücksichtigten die Forscher mehrere Faktoren. Neben der Zahl der Empfänger von Grundsicherung wurde für die Analyse im Rahmen einer kombinierten Armutsmessung auch die Armutsgefährdungsquote einbezogen, die den Anteil der Haushalte angibt, deren Einkommen (einschliesslich Sozialleistungen) 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung unterschreitet.

Unter den direkten Auswirkungen von Armut werden unter anderem das Fehlen eines Autos oder elektronischer Geräte im Haushalt, der Verzicht auf Urlaubsreisen sowie auf Aktivitäten wie Kino- oder Theaterbesuche genannt. (cki/sda/afp)

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • John Henry Eden 22.07.2020 13:44
    Highlight Highlight Im Kanton Zürich bekommt eine alleinerziehende Mutter, die mit zwei Kindern in einer Mietwohnung für 2500 Franken lebt, vom Sozialamt gut 5000 Franken netto ausbezahlt.

    Also etwa den Bruttolohn einer arbeitenden und steuerzahlenden Verkäuferin.

    Und du sind wir auch schon beim. Problem. Die alleinerziehende Verkäuferin mit zwei Kindern hat wahrscheinlich ein Geldproblem, denn ihr bleiben nur 4000 Franken netto

    Mit dem Grundgehalt ginge es auch der Verkäuferin und ihren beiden Kindern gut. Aktuell geht es der Sozialhilfeempfängerin besser.

    • Lilamanta 22.07.2020 16:18
      Highlight Highlight Quatsch. Im Kanton Zürich muss deine Sozialhilfeempfängerin wie in jeder Gemeinde so lange Wohnungen suchen, bis sie eine Wohnung innerhalb der Mietzinsrichtlinie findet. Die höchste Mietzinsrichtlinie hat die Stadt Zürich mit 1800 für die 3 Personen. Dazu kommt nochmal etwa 1850 Grundbedarf für die 3. Abzüglich Kinderzulage und Alimente. Krankenkasse ist durch IPV gedeckt, Franchise kommt noch dazu. Mehr gibt es nicht. Alle anderen Zahlen die rumgeistern sind fake news.
    • Autokorrektur 22.07.2020 16:38
      Highlight Highlight Als Alleinerziehende bekam ich 2'400.- plus Miete (1'600.-). Nix da mit 5'000.- für einen Erwachsenen mit zwei Kids.
  • Rethinking 22.07.2020 13:01
    Highlight Highlight Den Kindern kann man keinen Vorwurf machen dass sie in Armut leben...

    Den Eltern teils aber schon...

    „Besonders stark betroffen seien Haushalte von Alleinerziehenden sowie Haushalte mit drei oder mehr Kindern.“

    Warum genau benötigt man drei oder mehr Kinder? Mit einem oder zwei sollte der Traum des Elterndaseins auch verwirklicht werden können...
  • Autokorrektur 22.07.2020 12:54
    Highlight Highlight Ich wuchs mit viel "Luxus" auf, aber das, was ich eigentlich gewollt hätte und auch heute schmerzlich misse, war Zeit mit meinen Eltern. Der Eine abwesend weil geschieden, die andere weil dauerarbeitend, damit wir uns - welche Ironie! - all den Luxus leisten konnten.
  • Autokorrektur 22.07.2020 12:50
    Highlight Highlight In der Schweiz ist es nicht notwenidg, dass man ein Auto hat. Und Urlaub kann sich so mancher mit Familie schon lange nicht mehr leisten, zumal im Sommer, wenn während der Schulferien alles drei Mal so viel kostet.
  • Hafechääs 22.07.2020 10:54
    Highlight Highlight Wer einen alten Laptop hat, soll den an www.wir-lernen-weiter.ch senden. Die verschenken die dann weiter an genau solche Familien.
  • HARPHYIE 22.07.2020 09:45
    Highlight Highlight Bin ich der Einzige, der dies in unseren hochentwickelten Industrienationen, besonders die Schweiz als eines der reichsten Länder, eine absolute Schande findet? Weltweit missionieren wir mit unseren achso hochgelobten demokratiewerten, aber lassen es zu, dass die Schwächsten und die Unschuldigen (die Kinder) bei uns in Armut aufwachsen! That's a fu***** shame!!!
    • karl_e 22.07.2020 12:24
      Highlight Highlight Dein letzter Satz ist zwar richtig, aber du dürftest durchaus eine deutsche Uebersetzung finden....
      Sind die seuchenartig überhand nehmenden Anglizismen eine Folge des Frühenglischen?
    • Rethinking 22.07.2020 13:06
      Highlight Highlight Die Frage ist, was genau sie als Schande betrachten?

      Z.B. Könnte es eine Schande sein dass jemand eine Familie grünet ohne sich über Finanzen Gedanken zu machen...

      Oder es könnte eine Schande sein über seinen Verhältnissen zu leben statt sich nach dem eigenen Budget zu richten...

      Oder es könnte eine Schande sein dass man keine Risikoanalyse durchführte obwohl rund 50% der Ehen geschieden werden...

      Oder es könnte eine Schande sein dass der Staat nicht endlos Geld für Sorglosigkeit zur Verfügung stellt...
    • HARPHYIE 22.07.2020 22:44
      Highlight Highlight Dann gehe ich richtig in der Annahme, dass sich nur wohlhabende Kinder "leisten" sollten und man seinen Partner vor dem Kinderwunsch einer eingehenden Risikonanalyse unterzieht, damit die Ehe "garantiert" hält? Selten so ein Stuss gelesen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Moglyy 22.07.2020 09:23
    Highlight Highlight Ist ein Fakt: Um 100000 reichen Alten noch ein paar Lebensjahre zu schenken, stürzen wir 60 Millionen Arme ins Elend.

    Watson wollte die Panik, jetzt habt ihr den Salat, also bitte steht auch dazu:

    „Corona-Massnahmen-Befürworter stürzen arme Kinder ins Elend“

    So lautet der wahre Titel
  • Antichrist 22.07.2020 08:43
    Highlight Highlight Für jede Quatsch brauchts eine Bewilligung. Aber Kinder kann jeder produzieren, soviel er will und dann den Unterhalt durch die Allgemeinheit finanzieren lassen. Wozu hat man Kinder, wenn man sie weder ernähren kann, noch Zeit für sie aufwenden will?
    • maude 22.07.2020 12:41
      Highlight Highlight Das Leben ist nicht planbar..Du kannst in deiner weissen Villa am Ufer des Zürichsees hocken, mit gutem Job, gesund, in einer stabilen Beziehung uswusw. und von einem Tag auf den anderen kann es 'kawoom' machen und alles was Du hattest geht den Bach runter..Du kannst krank werden, die Beziehung kann scheitern, dein Job wird gestrichen, eine Pandemie bricht aus und geht dir an die Existenz ( solls geben)...das Leben ist nicht planbar und man kann m.M. niemandem einen Vorwurf machen weil das Leben spielt wie es spielt.
  • Kanuli 22.07.2020 07:47
    Highlight Highlight Ich war früher auch stark betroffen. Ans Herz legen kann ich allen nur: Holt euch Hilfe, so schnell wie möglich. In unserer Stadt gab es diese beim Jugendamt zu beantragen. Dort bekamen wir erst Hilfe für den Haushalt und danach noch einen Pädagogen, welcher uns Kindern helfen sollte. Wenn die Eltern nicht in der Lage sind, den Kindern ordentliche Erziehung zu bieten (sei es wegen eigener Probleme oder mangelnder Zeit wegen Arbeit), dann ist es durchaus keine Schande, wenn dies teilweise durch geschultes Personal geschieht. Mir hat es sehr geholfen.
    • Horobar 22.07.2020 08:55
      Highlight Highlight Vielen Dank für dieses starke Plädoyer.
  • Lilamanta 22.07.2020 07:45
    Highlight Highlight Der letzte Satz ist auf Deutschland gemünzt. Das mit dem Fehlen des Autos gilt für die Schweiz nicht. In manchen Kantonen ist jede wertlose Klapperkarre für Armutsbetroffene verboten. Weil Luxus.
    • Völkerrechtler 22.07.2020 08:23
      Highlight Highlight Die meisten Kantone haben bezüglich Autobesitz eine durchaus zweckmässige und differenzierte Lösung getroffen, vgl. z.B.

      http://www.sozialhilfe.zh.ch/Handbuch/8.1.08.%20Autobesitz%20und%20-kosten.aspx

      Und auch Altwagen verursachen in der Regel Reparatur- und Benzinkosten, die Sozialhilfeempfänger nicht so leicht finanzieren können, ausser sie haben noch Einkünfte, die sie dem Sozialamt nicht offengelegt haben...

      Wer als Sozialhilfeempfänger nicht berufsbedingt pendeln muss (Working Poor), ist auch weniger auf ein Auto angewiesen. Gilt übrigens auch für Nichtsozialhilfeempfänger.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 22.07.2020 07:36
    Highlight Highlight "Die Entwicklung der letzten Jahre zeige, dass die Armut trotz guter Wirtschaftslage nicht einfach verschwinde."

    Dies ist eine politische Entscheidungen.

    Es wäre möglich, arme oder vernachlässigte Kinder besser zu unterstützen. Warum wird dies nicht gemacht? Einerseits, weil dies oftmals die Kinder von Eltern sind, die kein Stimm- und Wahlrecht haben, also für die Parteien uninteressant und anderseits, würde man seine eigenen Kinder einer grösseren Konkurrenz aussetzen.
    • Kanuli 22.07.2020 07:49
      Highlight Highlight Geht wohl auch um Signalgebung. Wenn man jedem hilft, der nichts hat, dann sind einige Bestrebt absichtlich nichts (oder scheinbar nichts) zu haben. Es ist immer eine Gratwanderung, den Menschen helfen, aber nicht zu viel, weil sonst könnte es ausgenutzt werden. Wären die Menschen von grundauf ehrlicher, wäre es möglich mehr zu tun, bin ich überzeugt.
    • Lilamanta 22.07.2020 09:12
      Highlight Highlight @kanuli: das ist doch nur Propaganda. Ich hab in meinem Berufsleben wohl über Tausend Menschen betreut, die Sozialhilfe beziehen. Dabei ist mir keiner begegnet, der sich nicht ein besseres Leben gewünscht hätte. Keiner, der sich gemütlich in die soziale Hängematte hängte. Aber Tausend Alleinerziehende, Kranke, Kinder, Working Poor, Ausgesteuerte, Ausgegrenzte und Stigmatisierte, solche, die aufgegeben haben und solche, die nie eine Chance hatten.
    • Kanuli 22.07.2020 09:33
      Highlight Highlight @Lilamanta: Durchaus möglich, dass Sie es besser wissen. Ich kenne in meinem Umfeld nur 3 Menschen, welche sich zwar auch ein besseres Leben wünschen, und auch Meister im Betteln und Jammern sind, aber wenn man genauer hinsieht geht es ihnen nicht nur gut, sie ändern auch 0 an ihrem Leben, weil es ihnen eben doch zu gut geht. 3 Kühlschränke zum bersten voll, sodass regelmässig Essen im Müll landet, aber "wir haben nichts zu essen", wenn man mit ihnen spricht. Noch Geld für Drogen, weil die wöchentliche Therapie ist nicht hart genug. 5 Computer mit neusten Teilen und eben solche Sachen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 22.07.2020 07:30
    Highlight Highlight Und der Chef-Milliardär der selbst ernannten "Partei des Volkes" lässt sich CHF 2.700.000 vom Staat auszahlen. Weil er es verdient hat.

    Und die SVP schreit lauthals nach Kürzungen im sozialen Bereich und Steuererleichterungen für die Reichen und Abzocker.

    Ja, die von der SVP, die tun halt was fürs gemeine Volk. 🤡
    • karl_e 22.07.2020 12:30
      Highlight Highlight Wer ist nun gemein?
    • Froggr 22.07.2020 12:36
      Highlight Highlight Er spendet die Millionen. Zuerst informieren bitte.

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