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Bild: watson

Kifferinnen und Kiffer, das sind eure 8 Freunde und Feinde im Legalize-Streit – auf einen Blick

Legalize it – oder nicht? Im Schweizer Hanfstreit ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Dies sind die wichtigsten Player und ihre Forderungen. 



Die Schweiz gehört zu den Ländern mit den meisten Cannabiskonsumenten. Ein Fünftel der Bevölkerung hat Erfahrung mit Cannabis, rund 100 Tonnen Hanf werden hier jährlich verbraucht, geschätzte 300 000 Menschen kiffen. Einige nutzen Cannabis auch als Heilmittel. Es lindert Schmerzen und entspannt.

Dennoch ist der Anbau, Handel und Verkauf von Cannabis illegal, Konsumenten werden kriminalisiert, Händler und Produzenten geahndet. In die Diskussion um die Legalisierung kommt keine Ruhe. Dies sind die 17 wichtigsten Player in der Hanfdebatte und ihre Positionen. 

Contra: Das Volk 

Le jeune socialiste Cedric Wermuth, allume un joint de canabis, pour argumenter l'initiative pour une politique raisonnable en matiere de chanvre, lors de l'assemblee des delegues du PS Suisse, ce samedi 28 juin 2008 a Fribourg. (KEYSTONE/Sandro Campardo)

2008: Der junge Cédric Wermuth zündet sich auf einem Podium einen Joint an, um für die Hanfinitiative zu werben. 
Bild: KEYSTONE

2008 lehnten Volk und Stände die Hanfinitiative mit deutlichen 63 Prozent der Stimmen ab. Die Initiative forderte eine «vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz». Der Besitz, Erwerb und Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf hätten legal werden sollen. Das Volk war dagegen.

Angenommen wurde aber 2013 das neue Betäubungsmittelgesetz. Betreffend der Hanffrage macht dieses Ausnahmebewilligungen für die medizinische Behandlung oder wissenschaftliche Forschungsprojekte möglich. 

Pro: Bundesrat Alain Berset

Bundesrat Alain Berset spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Zulassung der Praeimplantationsdiagnostik unter strengen Voraussetzungen, am Montag, 11. April 2016 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Alain Berset zeigt sich bezüglich Cannabis offen für «neue Modelle und Wege». Bild: KEYSTONE

Bundesrat Alain Berset verantwortet als Innenminister die Schweizer Drogenpolitik. In einem Interview mit der NZZ am Sonntag zeigte er sich letzten Sonntag offen für «neue Modelle und Wege», die die Drogensucht nicht kriminalisieren und kontrollierte Hanfabgabe möglich machen. Mehrere Städte planen solche Projekte.

Das Berset unterstellte Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüft, ob die Pilotprojekte der Städte den gesetzlichen Richtlinien entsprechen und gibt grünes Licht, wenn dem so ist. Gleichzeitig betonte Berset aber auch, dass diese kein Schritt zur Legalisierung bedeuten solle.

Das BAG hat vor längerer Zeit eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die aufzeigen soll, wie die Legalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke vonstatten gehen könnte. 

Die Eidgenössische Kommission für Drogenfragen hat Ende 2015 einen Bericht veröffentlicht, der Regulierungen für sämtliche Drogen und eine Abkehr von der Repression empfiehlt. 

Contra: Das Parlament

Das Parlament hat 2008 gegen die Initiative zur Hanflegalisierung gestimmt. Der damals weitaus weniger bürgerliche Nationalrat schickte die Initiative mit 106 zu 70 Stimmen relativ deutlich bachab, obwohl im überparteilichen Initiativkomitee Grössen aus allen bürgerlichen Parteien vertreten waren.

Sowohl in der Parlamentszusammensetzung insgesamt als auch bei den Partei- und den Fraktionspräsidenten der bürgerlichen Parteien hat seither eher eine Verschiebung nach rechts und damit gegen eine Hanfliberalisierung stattgefunden. Einzig in der gesundheitspolitischen Kommission des Ständerats haben die Legalisierungsbefürworter mit Felix Gutzwiller (FDP) einen soliden bürgerlichen Fürsprecher.

Umfrage

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8,843

  • Ich bin dafür!83%
  • Ich bin dagegen!9%
  • Ich weiss es nicht/Irgendwas dazwischen.8%

Pro: Die Städte

Die Berner Gemeinderaetin Franziska Teuscher, rechts, und Matthias Egger, Direktor des Instituts fuer Sozial- Praeventivmedizin der Universitaet Bern, waehrend einer Medienkonferenz am Montag, 14. Maerz 2016, im Kaefigturm in Bern. In der Stadt Bern sollen Apotheken versuchsweise Cannabis an eine Gruppe von bis zu 1000 Kiffern verkaufen. Die Stadtregierung hat die Uni Bern mit der Erarbeitung eines entsprechenden Forschungsprojekts beauftragt. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Berner Gemeinderätin Franziska Teuscher, rechts, und Matthias Egger, Direktor des Instituts für Sozial- Praeventivmedizin der Universitüt Bern erklären den Medien das Berner Pilotprojekt.
Bild: KEYSTONE

Seit längerem werden in den Städten Zürich, Bern, Genf und Basel Pilotprojekte zur kontrollierten Cannabis-Abgabe ausgearbeitet. Sie alle wollen der teuren Kriminalisierung entgegenwirken und gleichzeitig präventiv wirken. In den Details unterscheiden sich die Projekte. 

Mit seinem weitesten fortgeschritten ist das Projekt in Bern. Im Rahmen einer Studie der Universität Bern, sollen Apotheken Cannabis an ausgewählte Kiffer verkaufen. Die Stadtregierung und das städtische Parlament haben dem Pilotversuch mit grosser Mehrheit von 55 zu 11 Stimmen zugestimmt. Bis zu 1000 Kiffer ab 18 Jahren würden von der Stadt einen Ausweis erhalten, damit sie legal ihr Cannabis kaufen könnten. Der Leiter der Studie, Präventivmediziner Matthias Egger an der Universität Bern, erhofft sich viel von diesem Versuch: «Man würde dem Schwarzmarkt Kunden entziehen und könnte ihn so verkleinern», sagt er gegenüber dem «SRF».

Zürich denkt darüber nach, 16- bis 18-Jährigen kontrolliert Cannabis abzugeben, die regelmässig kiffen und schwere Probleme wie psychische Störungen, enorme soziale Schwierigkeiten oder Konflikte mit dem Gesetz haben. Über konkretere Eckpfeiler des Projekts will die Stadt im Sommer informieren. 

Genf will Cannabisvereine gründen. Dort sollen registrierte Mitglieder kontrolliert angebautes Cannabis kaufen dürfen. «Unser Ansatz ist ein gesundheitlicher, der sich vor allem an Problemkonsumenten richtet. Sie sollen ihren Konsum stabilisieren und letztlich reduzieren können», sagt der Genfer Soziologieprofessor Sandro Cattacin, der die Projekte koordiniert gegenüber der Aargauer Zeitung

In Basel sind die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel im Auftrag des Gesundheitsdepartements daran, ein Cannabis-Forschungsprojekt auszuarbeiten. «Eine kontrollierte Abgabe würde mehr Sinn machen», sagte der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger gegenüber der Tageswoche: «Das Betäubungsmittelgesetz stimmt nicht mit der Realität vieler Menschen überein.»

Contra: Der Schweizer Bauernverband

Markus Ritter, Bauernverbandspraesident (CVP/SG), befasst sich mit der Volksinitiative

Bauernverbandspräsident Markus Ritter (CVP) spricht im März 2016 im Nationalrat. Bild: KEYSTONE

Innerhalb des Bauernstandes ist man sich nicht einig. Die Basis würde sich über das Geld mit dem Hanf freuen, obwohl unter ihnen traditionell viele SVP-Wähler sind. Der Schweizer Bauernverband ist aber gegen eine Legalisierung des Hanfanbaus. 

Für Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbandes, ist es eine Frage der Prioritäten: «Die Hauptaufgabe der Schweizer Landwirtschaft ist es, gesunde und regionale Lebensmittel für die Bevölkerung zu produzieren.» Es sei wichtig, dass die Bauern ihre Hauptaufgabe darin sähen. Zudem wäre der Hanfanbau nicht einfach umzusetzen. «Es wäre vor allem vor der Ernte schwierig, die Felder zu sichern – und die Gefahr des Diebstahls wäre sehr gross», sagte Ritter gegenüber dem «SRF».

Pro: Die Bauern

Bauer Georg Schmid aus Wildhaus ist am Mittwoch, 18. Juli 2007, auf der Winkelweid im Toggenburgischen Unterwasser das Heu am einholen, bevor die angekuendigten schweren Gewitter kommen. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Farmer Georg Schmid of Wildhaus, Switzerland, brings in the hay on the Winkelweid pasture in Unterwasser in the Toggenburg valley before forecasted tempests come up, pictured on July 18, 2007. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Der Wildhausner Bauer Georg Schmid holt in Wildhausen, Toggenburg sein Heu ein.
Bild: KEYSTONE

Die Bauern sind mit der Lancierung der Pilotprojekte der Städte hellhörig geworden. Für die Abgabeprojekte braucht es schliesslich Hanf. «Ich finde es falsch, für das Programm Marihuana aus dem Ausland zu importieren. Das können wir genauso gut selbst anpflanzen», sagte der frühere Berner BDP-Präsident und Nationalrat Heinz Siegenthaler zum Bund. Er ist Landwirt.

Die Bauern leiden unter den gesunkenen Futtergetreide- und Milchpreisen und schielen auf den Zustupf mit dem Nischenprodukt Hanf.

Contra: SVP und CVP

Die SVP und die CVP sprechen sich als grosse bürgerliche Volksparteien gegen eine Hanfliberalisierung aus. Die SVP aus prinzipiellen Überlegungen und in der Tradition ihres ehemaligen gesundheitspolitischen Flaggschiffs Toni Bortoluzzi.

Die CVP-Vertreter betonen zwar, dass man Kiffer nicht kriminalisieren wolle, aber auch eine kontrollierte Liberalisierung für die Schweiz schädlich sei. Diese mache das Land europaweit zur Drehscheibe für den Handel und zum weltweiten Anziehungspunkt von Konsumenten von Cannabis. Von der CVP stammt in der Hanffrage der Kompromiss, Konsum und Besitz von Kleinmengen im Ordnungsbussensystem abzuhandeln. Weiteres Entgegenkommen ist nicht zu erwarten.

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Pro: FDP, SP, Grüne, Grünliberale und BDP

Die Delegierten der Volksparteien SP, Grüne und der FDP haben in den Parolenfassungen zur Hanf-Initiative 2008 Ja gestimmt. Die linken Parteien sind traditionell Repressions-skeptisch eingestellt, die FDP-Delegierten befürworteten die Legalisierung aus liberalen Gründen, um ein Verbot zu kippen und um die Ungleichbehandlung von Cannabis mit Alkohol und Tabak zu beseitigen. Ebenfalls begrüssen würden sie die Staatseinnahmen dank Mehrwertsteuer. 

Auch die Grünliberalen fordern eine Legalisierung. Sie wollen, dass weiche Drogen wie Cannabis unter Berücksichtigung des Jugendschutzes legalisiert und analog zu Tabak und Alkohol besteuert werden. Ähnliches will die BDP, bei der die Cannabis-Frage aber eine keine Priorität hat. 

Contra: Die Polizei

Polizeikontrolle anlaesslich der Anti-WEF-Demonstration

Eine Polizeikontrolle anlaesslich der Anti-WEF-Demonstration im Januar 2016 in Zug. Bild: KEYSTONE

Der Schweizerische Polizeibeamtenverband (SPBV) steht einer Cannabis-Legalisierung skeptisch gegenüber und hatte sich 2008 gegen die Hanfinitiative ausgesprochen.

Die Polizeibeamten kritisieren regelmässig auch die Anfang 2013 eingeführte Ordnungsbussen-Regelung für Cannabiskonsumenten. Diese besagt, dass der Konsum und der Besitz von bis zu 10 Gramm Cannabis im Ordnungsbussen-Verfahren abgewickelt werden können. Für den SPBV ist diese Grammgrenze zu hoch und die Bussen von 100 Franken zu niedrig, da solche Summen keine Abschreckungswirkung erzielten.

Pro: Die Ärzte und Apotheker

Robert Wyss, proprietor of Pharmacy Wyss in Baden in the Canton of Aargau talks to one of his customers, pictured on July 13, 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally) 

Roland Wyss, Inhaber der Apotheke Wyss in Baden, im Gespraech mit einer Kundin, aufgenommen am 13. Juli 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Apotheker in Baden berät eine Kundin.  Bild: KEYSTONE

Viele Ärzte sprechen sich für den medizinischen Einsatz von Hanf aus, beispielsweise zur Behandlung von chronischen Schmerzen.

Ein Apotheker, der heute schon Hanftinkturen und -öl verkauft, ist Dr. Manfred Fankhauser-Jost: «Die Betroffenen sind oftmals Personen, die schon mehrere andere Therapien ausprobiert haben. Erst Cannabis konnte ihnen wirklich helfen», sagte er zur «Aargauer Zeitung». Die Konsumenten haben ein Rezept vom Arzt, der seinerseits einen Antrag an das BAG stellen muss, um die THC-haltigen Medikamente verschreiben zu dürfen. 

Contra: Der Lehrerinnen- und Lehrerverband 

Der Schweizerische Lehrerinnen- und Lehrerverband (LCH) spricht sich dezidiert gegen das Kiffen aus und zeigte sich 2003 besorgt über den Cannabis-Konsum an Schweizer Schulen. Damals drohte der LCH mit einem Referendum, sollte die Politik das Kiffen entkriminalisieren.

2008 fassten die Lehrer die Nein-Parole zur Hanfinitiative. Nach Ablehung der Initiative forderten sie dennoch Antworten auf die Cannabisfrage. Sie schlugen eine eine Ordnungsbusse für erwachsene Cannabiskonsumenten und -konsumentinnen und eine enge Zusammenarbeit von Jugendanwaltschaft und Jugendhilfe bei Minderjährigen vor. 

Pro: Suchtprävention

Sucht Schweiz unterstützt die Cannabis-Pilotprojekte der Städte, «damit endlich in der Realität untersucht wird, was eine Regulierung von Cannabis bewirken kann und was nicht», sagte Frank Zobel, Vizedirektor der Stiftung gegenüber der WOZ.

Zobel warnt gleichzeitig davor, dass die Regulierungsbestrebungen als ein verharmlosendes Signal verstanden werden könnten. Die Prävention räumt dem Jugendschutz und der Früherkennung viel Raum ein.

Von der Regulierung erhofft er sich, dem Schwarzmarkt die Kunden abzuringen, indem Erwachsene Cannabis legal erwerben können. So sollte der Markt schrumpfen, da die Kaufkraft der Minderjährigen beschränkt sei. 

Pro: Verein «Legalize it!»

epa04877109 'Legalize it' is written on the side of a giant joint during a demonstration to demand the legalization of cannabis, in Berlin, Germany, 08 August 2015. Several hundred people took part in the demonstration for the legalization of cannabis. The protest, which is the 19th annual event of its kind, is being supported by the Green Party, which has long backed the liberalization of recreational marijuana. The idea of legalizing cannabis is gaining momentum in Germany, where an estimated 3 million people use the drug on a regular basis. Cannabis is illegal, except for medical use. The German government pays upward of 1 billion euros (1.1 billion dollars) annually to enforce the ban.  EPA/RAINER JENSEN

Bild: EPA/DPA

Der Verein «Legalize it!» setzt sich seit 25 Jahren für die Legalisierung von Cannabis ein. Er berät Cannabis-User unentgeltlich in rechtlichen Angelegenheiten, gibt  ein Magazin und eine Rechtshilfebroschüre heraus und bietet Kurse an.

Vor kurzem nutzte der Verein die Gunst der Stunde, um die Lancierung einer Volksinitiative zu verkünden. Online kann man Sympathisant und Aktivist werden. Als solcher soll man später Unterschriften sammeln. Der erste Entwurf des Initiativtextes lautet: «Der Konsum und Besitz psychoaktiver Substanzen der Cannabispflanze sowie ihr Anbau für den Eigenbedarf ist ab dem Erreichen der Volljährigkeit straffrei.»

Contra: «Jugend ohne Drogen»

Jugend ohne Drogen kämpft entschieden gegen jegliche Verbotslockerungen harter oder weicher Drogen. Der private Verein hat einen evangelikalen Hintergrund und ist in der Hochzeit der Platzspitz-Krise gegründet worden. Als Aushängeschilder des Vereins dienen Eltern von drogentoten Kindern und die Sympathisantenschaft überschneidet sich mit der EVP-, CVP- und SVP-Klientel. 1997 brachte Jugend ohne Drogen eine gleichnamige Initiative zur Abstimmung, die aber verloren ging. Jugend ohne Drogen lehnt das Vier-Säulen-Prinzip ab und ist überzeugt, dass Drogenabhängigen nur durch vollständige Abstinenz geholfen ist.

Jugend ohne Drogen hält sich seit Abklingen der Heroin-Epidemie eher im Hintergrund, existiert aber unter Vereinspräsident Toni Bortoluzzi weiter. An der letzten Generalversammlung im Herbst 2015 referierte Martin Killias über den Zusammenhang von Jugenddelinquenz und Cannabiskonsum.

Pro: Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss

Former Swiss Health minister Ruth Dreifuss listens during a demonstration of the staff of Medecins Sans Frontieres (MSF), also known as Doctors Without Borders, in Geneva, Switzerland November 3, 2015, one month after the U.S. bombing of their charity-run hospital in Kunduz in Afghanistan. The United States, which has apologised for the attack, is conducting an investigation, but MSF wants an independent humanitarian commission created under the Geneva Conventions in 1991 to be activated for the first time to handle the inquiry. REUTERS/Denis Balibouse

Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss im November 2015. Bild: DENIS BALIBOUSE/REUTERS

Die frühere Bundesrätin Ruth Dreifuss hat sich schon immer für die kontrollierte Abgabe von Cannabis ausgesprochen. Sie ist heute Präsidentin der Genfer Suchtkommission, die Cannabis zu Versuchszwecken in Vereinslokalen legal abgeben will.

Dreifuss trat ihr Amt als Innenministerin in der Blütezeit der offenen Drogenszene am Zürcher Platzspitz an und setzte einen politischen Richtungswechsel durch: Nicht alleine per Repression war dem immensen Drogenproblem beizukommen, sondern mit kontrollierten Methadonprogrammen und ärztlich verschriebenem sauberem Heroin. 

Sie will regulieren, staatliche Kontrolle über den Anbau, den Vertrieb, den Verkauf und  den Konsum inklusive Schutzalter. So würde die Macht der Drogenkartelle geschwächt. 

Contra: Martin Kilias 

WAHLEN 2015 - PROMINENTE NICHTGEWAEHLTE - (obere Reihe von links) Christine Bussat (Kanton Waadt), BDP; Hans-Ulrich Bigler (Kanton Zuerich), FDP; Martin Kilias (Kanton Aargau), SP. (untere Reihe von links) Nicolo Paganini (Kanton St. Gallen), CVP; Reto Nause (Kanton Bern), CVP; Raymond Loretan (Kanton Genf), CVP. (KEYSTONE/Parteien/Handout)  === COMBO, HANDOUT, NO SALES ===

Der Strafrechtsprofessor Martin Killias.  bild: zvg

Der emeritierte Strafrechtsprofessor und SP-Politiker Martin Killias kritisiert die Pilotprojekte verschiedener Schweizer Städte zur legalen Abgabe von Cannabis. «Sinn machen solche Projekte nur, wenn relevante Daten erhoben werden. Hier sehe ich eine Schwachstelle», sagte er der «Zentralschweiz am Sonntag». Er kritisiert, dass es im Berner Modell keine «nach Zufallsprinzip erstellte Vergleichsgruppe» gibt, die nicht am kontrollierten Verkauf teilnimmt. 

Im letzten November veröffentlichte er eine Studie zur Jugendkriminalität im Aargau, die zum Schluss kam, dass sich der Cannabis-Konsum «für deliktisches und gewalttätiges Verhalten als stärker problematisch erweist als schwere Formen von Alkoholmissbrauch wie Rauschtrinken». Die weit verbreitete Annahme, dass Kiffen einen eher beruhigenden Effekt auf die Konsumenten habe, bestätige sich in seiner Studie nicht. Vielmehr zeige sich auch bei Cannabis eine «enthemmende, gewaltfördernde Wirkung». Die Juso kritisierte Killias' Darstellung als einseitig. Dass kiffende Jugendliche öfter mit dem Gesetz in Konflikt gerieten, liege an der Kriminalisierung des Cannabiskonsums. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Emperor 23.04.2016 22:30
    Highlight Highlight Irgendwie beruhigend, dass selbst hier rechtaussen Parteien als "bürgerlich" verharmlost werden...
  • Pisti 22.04.2016 21:43
    Highlight Highlight Ich bin für eine Legalisierung von Hanf. Nur schon dem schwächelnden Tourismus würde es doch Aufwind geben. Man denke nur schon an unsere Nachbarn, die dann extra zum kiffen in die Schweiz kommen.
    Was ich aber bedenklich finde, dass die Stadt Zürich psychisch gestörten Jugendlichen, Gras abgeben will. Verstärkt der Konsum von Gras psychische Störungen nicht eher als dass er sie lindert?
    • Kian.IBenutzMeldeAlsSuperblitzer 22.04.2016 22:30
      Highlight Highlight Soviel ich weiss, ist es wie bei den meisten Medikamenten und Drogen von Person zu Person unterschiedlich. Während es einigen Personen helfen könnte, könnten andere weitere und schlimmere psychische Schäden davon tragen.
  • ascii.disko 22.04.2016 20:13
    Highlight Highlight
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    • deBatino 25.04.2016 12:03
      Highlight Highlight dafuq did I just see 😂
  • kadric 22.04.2016 20:00
    Highlight Highlight Ewigs warten bis die nachbarländer mit der holländer oder gewissen amistaaten hanfpolitik gleich zieht. Dann holt unsere wirtschaft auch nicht annäherd den selben profit raus wie es jetzt möglich wäre. Aber das ganze wird in der schweizer bürokratie in die länge gezogen werden und wir steigen wie so oft auf den fahrenden zug auf anstatt das steuer selbst in die hand zu nehmen. Legalisiert es dann können wir ohne sorgen ein bedingungsloses grundeinkommen an nehmen.
  • Brienne von Tarth 22.04.2016 16:04
    Highlight Highlight Was mir beim Lesen irgendwie gleich auffällt: Alle, die sich wirklich mit dem Thema auseinandersetzen (Ärzte, Suchtprävention), also alle die Ahnung haben sind für eine Legalisierung. Alle die dagegen sind, wirken auf mich eher so à la "Nein, das ist Teufelszeug! Holt das Kruzifix!".
    • Datsyuk * 22.04.2016 17:26
      Highlight Highlight Andrea Geissbühler ist das Paradebeispiel dafür. Pure Faktenresistenz..
  • giandalf the grey 22.04.2016 15:22
    Highlight Highlight Contra Argument der CVP: Die Liberalisierung ist schädlich für die Schweiz, da sie so zum weltweiten Anziehungspunkt von Cannabiskonsumenten wird.
    Ich kann nicht verstehen, wie dies dagegen sprechen könnte. Ist das nicht etwas positives für die Wirtschaft? Mehr Touristen, mehr Geld und somit eine positive Entwicklung (vgl. Amsterdam).
    • Froggr 22.04.2016 16:42
      Highlight Highlight Ich bin ja sonst schon für eine Stärkung der Wirtschaft, aber nicht mit so einer Branche.
    • Hanjo 22.04.2016 17:54
      Highlight Highlight @Froggr: Stimmt, mir ist Waffenhandel auch sympathischer...
    • Froggr 23.04.2016 00:19
      Highlight Highlight Hanjo: Tja, da sind wir getrennter Meinung. Finde das ganz legitim.
  • Yelina 22.04.2016 14:41
    • Luca452 23.04.2016 14:37
      Highlight Highlight "drogen kann man nicht erschießen" doku von arte. Sehr empfehlenswert :)
  • saukaibli 22.04.2016 14:18
    Highlight Highlight Kann mir mal einer die Logik des Lehrerverbandes erklären? Sie machen sich (berechtigte) Sorgen um die Kifferei an den Schulen und sind trotzdem gegen eine Regulierung? Wo ist da der Sinn?
  • tinmar 22.04.2016 13:56
    Highlight Highlight "Vielmehr zeige sich auch bei Cannabis eine enthemmende, gewaltfördernde Wirkung" ... was für ein unglaublicher Schwachsinn. Cannabis verhinder sicherlich keine Gewalt - behauptet hoffentlich auch keiner - aber "gewaltfördernd" ... das ist ja völlig absurd!

    Kompetenzmässig erinnert mich das an Omas die erzählen, dass Ihr Enkel auch Hasch spritzt ..
  • Lucano 22.04.2016 12:57
    Highlight Highlight Kontra:
    Hanf konkurrenziert erdöl und baumwolle...
    Informiere dich wenn du diese aussage für lächerlich hälst!
    • flv 22.04.2016 13:11
      Highlight Highlight Na und??
      Bist du auch gegen Elektrizität, da sie die Erdöl-Lobby konkurrenziert? Oder gegen synthetische Fasern, die die Baumwolle konkurrenzieren?
    • Lucano 22.04.2016 13:39
      Highlight Highlight Nö, ich befürworte die legalisierung!
      Ich finds idiotisch dass eine pflanze in ihrer natürlichen form verboten ist... Mein kommentar sollte aussagen was/wer dagegen ist
    • Datsyuk * 22.04.2016 13:39
      Highlight Highlight Flv, du hast ihn falsch verstanden. Lucano meint, dass es Branchen gibt, die kein Interesse an einer Hanflegalisierung haben bzw. Angst davor.
      Viele Pillen und Tabletten bräuchte es wohl beispielsweise auch nicht mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Licorne 22.04.2016 11:51
    Highlight Highlight Aus Interesse würde ich die Studie des Herrn Kilias gerne lesen. Google bringt mich nur zu News-Seiten, die diese zusammenfassen, nicht aber zur Studie selbst (falsch gesucht?) - weiss jemand, wo ich das Werk finde?
    • Datsyuk * 22.04.2016 15:25
      Highlight Highlight Es gibt sie gar nicht! :)
  • BlackGirl14 22.04.2016 10:58
    Highlight Highlight Ich bin gegen die Legalisierung. Und viele meiner Kollegen auch. Woher bekommen wir das Dope? Von unseren Dealern. Wer sind unsere Dealer? Bei sehr vielen Kollegen, Freunde. Sie verdienen sich geld dazu weil es sonst nicht reicht oder um ein bisschen mehr ,,taschengeld,, zu kriegen. Was wird aus denen? Eine wichtige Geldquelle geht verloren. Sehr warscheinlich müssen wir dann sogar noch Steuern drauf zahlen u.v.m. An das denkt fast niemand leider. Und nein ich bin keine 14 was mein Name andeutet (=
    • Shabina 22.04.2016 12:11
      Highlight Highlight @BlackGirl14
      ich verstehe Ihre Logik! ;-)
      Genau so wird es sein. Die Dealer werden eingehen, der Staat übernimmt die Kontrolle. Müsste doch auch den Gegnern einläuchten, das man eine Legalisierung zustimmen muss.
    • The Doctor 22.04.2016 12:55
      Highlight Highlight Erkenne das Problem nicht. Warum nicht einfach etwas aus den Erfahrungen als Dealer machen und seinen eigenen Coffeshop, Hanfclub oder wie auch immer starten? 2 Fliegen mit einer Klatsche. Immer noch das Gras des Freundes und er verdient sein Geld damit und zweitens musst du dich nicht mehr verstecken um Gras zu rauchen. Aber ja wahrscheinlich wäre es eben zu uncool Gras zu rauchen wenn es nicht verboten ist. ;D
    • The Doctor 22.04.2016 13:07
      Highlight Highlight Verstehe das Problem nicht. Wenn deine Freunde dealen weil sie Geld brauchen, warum dann bei einer Legalisierung, das beim dealen Gelernte in die Tat umzusetzen und einen Hanfclub, Coffeeshop oder was auch immer zu eröffnen? Damit hätten deine Freunde immer noch dein Geld, zusätzlich einen Job welcher sich bestimmt lohnt und du könntest rauchen ohne dich zu verstecken. Aber natürlich wäre es ein bitzeli uncool wenn man nichts verbotenes mehr macht und falls du noch nicht 18 bist natürlich schwierig dann noch an Gras zu kommen ;D
    Weitere Antworten anzeigen
  • flv 22.04.2016 10:51
    Highlight Highlight Zu diesem Thema habe ich vor ein paar Tagen ein sehr gute Doku auf Arte gesehen. Diese zeigt die verschiedenen Modelle und die Tendenz zur Legalisierung sehr gut auf. Gerade in Amerika (von Süd bis Nord) ist diese wohl nur noch eine Frage der Zeit. Die Repression hat dort ganze Staaten an den Abgrund gebracht.

    Wirklich sehr sehenswert!
    http://www.arte.tv/guide/de/055130-000-A/drogen-kann-man-nicht-erschiessen?autoplay=1
  • INVKR 22.04.2016 10:23
    Highlight Highlight Finde die Position des Lehrerverbandes etwas kurzsichtig. Klar, bekiffte Schüler im Unterricht braucht niemand. Aber auch bei einer Legalisierung würde der Konsum für Minderjährige ja verboten bleiben. Und da der Schwarzmarkt wahrscheinlich sehr viel kleiner werden würde, wäre es für Jugendliche dann eher schwieriger an Cannabis zu kommen.
    • Timä 22.04.2016 10:50
      Highlight Highlight Ich frage mich einfach, ob es dann nicht so endet wie mit dem rauchen. Legal ab 16 Jahren aber die meisten Raucher die ich kenne, haben vor 16 begonnen.
      Verunsichert mich ein bisschen, was meinst du/ihr?
    • FehrEnough 22.04.2016 11:26
      Highlight Highlight @ Timä
      Das Problem ist, dass sich auf dem Schwarzmarkt niemand für das Alter seiner Kunden Interessiert.
      Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen dass es zu meiner Zeit als 15 Jähriger sehr viel einfacher war an Gras zu kommen als an Bier geschweige denn Schnaps. Denn für Alkohol gab es keinen Schwarzmarkt und daher war man auf ältere Freunde/Verwandte/Bekannt angewiesen welche einem die gewünschte Ware erst holen mussten. Das war ziemlich mühsam, musste geplant werden dauerte auch noch eine ziemliche Weile. So wurde Gras auf einmal sehr attraktiv ;)
    • Gantii 22.04.2016 11:38
      Highlight Highlight das problem welches kiffer unter 16 haben ist den tabak zu bekommen, denn da hat man einen kontrollierten verkauf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Statler 22.04.2016 10:18
    Highlight Highlight «enthemmende, gewaltfördernde Wirkung»??? Echt jetzt? Was hat Kilias den Probanden zu rauchen gegeben???
    • arpa 22.04.2016 10:51
      Highlight Highlight Killias lebt in seiner eigenen kleinen Welt, schon länger..

      Weiss nicht wo sein denkvermögen abgeblieben ist.. naja.. er hat meines Wissend nicht mehr viel zu melden..
    • Datsyuk * 22.04.2016 11:54
      Highlight Highlight Aus der Studie von Kilias würde ich mir nicht einmal mehr Filter basteln.
      Ich habe selbst keine Studie durchgeführt, die das Gegenteil beweist. Aber alle Personen, mit denen ich mich zum Thema unterhalte, bestätigen mir, dass sie Kilias' Aussagen auch unhaltbar finden.
    • saukaibli 22.04.2016 14:39
      Highlight Highlight Na ist doch klar, dass Kiffer häufiger delinquent werden als Alkis, mit jedem Zug von einer tüte wirst du ja per se delinquent. Da könnte man ja auch eine Studie machen, ob Diabetiker mehr Insulin spritzen als Nicht-Diabetiker.
  • Schweizermacher 22.04.2016 09:57
    Highlight Highlight Wenn ihr schon dir SVP erwähnt, wäre es nur fair zu erwähnen, dass nur die alte Fraktion gegen die Legalisierung ist! Die Jung-SVP mit dem neuen Präsidenten ist nämlich dafür.
  • glüngi 22.04.2016 09:53
    Highlight Highlight ich fände es lustig wenn man marijuhana auf dem auf dem Hoflädeli kaufen könnte. Ich kaufe nie welches aus dem Ausland und bekomme immer von Leuten die es Selbst anpflanzen aber das Hoflädeli wäre gleich noch ein stück besser.

    «2 Kg Äpfel, Milch, Süssmost und 5g bitte»
  • Shabina 22.04.2016 09:40
    Highlight Highlight Es gehören alle Drogen legalisiert. Ich gehe sogar weiter und sehe es als Menschenrecht, Drogen zu konsumieren! Jeder mündige, Erwachsene soll frei entscheiden dürfen, wann er welche Droge konsumiert. Nur muss er auch alle Konsequenzen selber tragen. Drogen gehören zum Menschen seit Anbeginn der Zeit. Alle Naturvölker kennen und konsumieren Drogen. Diese Naturvölker konnten auch damit umgehen. Es gab immer ein Shamane/Medizinmann, der die Drogen "verwaltet", sich damit auseinandersetzt und das Wissen von Generation zu Genarion weiter gibt. Genau diese Aufgabe müsste der Staat übernehmen.
    • S.Fischer 22.04.2016 10:18
      Highlight Highlight @AL:BM Geschmacklose Reaktion...
    • Statler 22.04.2016 10:23
      Highlight Highlight @AL:BM - durch das Verbot ist weder eine vernünftige Kontrolle über den Konsum, noch eine adäquate Aufklärung möglich. Es verhindert ebenfalls eine Qualitätskontrolle (Drogen sind immer mit Streckmittel versetzt, welche meist gefährlicher sind, als die Droge selbst).
      Etc., pp. - es gibt keinen Grund Drogen zu kriminalisieren, ausser, man profitiert davon (Mafia, Repressionsapparat).
      Wovor haben denn die Gegner eigentlich Angst? Dass sie gezwungen werden, Drogen zu konsumieren? Dass ihnen Horden von Drogen-Zombies das Leben schwer machen? Ich versteh's nicht, echt...
    • Shabina 22.04.2016 10:28
      Highlight Highlight Danke S.Fischer!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 22.04.2016 09:37
    Highlight Highlight ich denke die polizei wird auch jetzt wieder alles daran setzten das es illegal bleibt.. weiss nicht wieso aber die haben schon ihre gründe...
    • Timä 22.04.2016 10:54
      Highlight Highlight Als ob es der Polizei ums Geld gehen würde....
    • Andy 22.04.2016 11:31
      Highlight Highlight Weil es quickwins sind - so simpel. Wenn man Anhand der verfassten Rapporte gemessen wird (Quelle Polizei selber), warum sollte man sich das Leben nicht möglichst einfach machen? (mal abgesehen davon dass man sich echt beruffen fühlt etwas gutes für die Gesellschaft zu machen). Ich kenne zudem mindestens 2 Polizisten die in der Freizeit kiffen. So sieht die Realität aus!
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 22.04.2016 11:45
      Highlight Highlight wenn es nur das kiffen wäre... wenn die polizei mal zur up antraben müssten wäre die hälfte weg...
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  • Jonas Schärer 22.04.2016 09:35
    Highlight Highlight Bildunterschrift: UniversiTÜT Bern.. schon fast ein geiler freudscher ;-)

Wie man jedes Einfamilienhaus in eine Wasserstoff-Tankstelle verwandeln kann

EPFL-Professor Andreas Züttel hat eine Art «Wasserstoff»-Batterie entwickelt. Er will damit unsere Energieversorgung revolutionieren.

Ein geläufiges Bonmot über Brasilien lautet: «Es ist das Land der Zukunft – und wird es immer bleiben.» Ältere Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalisten haben gegenüber Wasserstoff eine ähnlich zynische Haltung entwickelt. Seit Jahrzehnten werden sie periodisch zu Anlässen eingeladen, in denen Wasserstoff als das Wunder beschrieben wird, das sämtliche Probleme der Menschheit lösen wird – ausser vielleicht Liebeskummer. Stets sind diese Versprechungen danach irgendwie versandet.

Andreas Züttel …

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