Schweiz
Gesellschaft & Politik

Schiesserei Rave Aarau: Veranstalter verteidigt Sicherheitskonzept

KEYPIX - A police car drives past flowers that have been laid down in a near the Schachen horse racing track, the site of a rave party, following a deadly shooting incident on Sunday, in Aarau Switzer ...
Der Veranstalter des Aarauer Raves sieht Handlungsbedarf in der Politik.Bild: keystone

Veranstalter von Raveparty in Aarau verteidigt Sicherheitskonzept

01.09.2026, 03:1301.09.2026, 14:27

Der Veranstalter der Raveparty in Aarau hat in einem Interview das Sicherheitskonzept auf dem Gelände verteidigt. Nun sieht er die Politik unter Zugzwang, wie Olivier Grein, Chef von Urban Agency Events, zur «Neuen Zürcher Zeitung» sagte.

«Einen bewaffneten Angriff auf eine grosse Menschenmenge kann man höchstens mit einem riesigen Polizeiaufgebot verhindern», sagte Grein in der Zeitung vom Dienstag. «Wenn es aber einen solchen Angriff von aussen gibt, wüsste ich nicht, was wir tun könnten», sagte er. Dass Eventveranstalter keine bewaffneten Einsatzkräfte haben, sei richtig. Der Veranstalter sei für die Sicherheit auf dem Gelände zuständig, die Polizei für den Umkreis.

Für ihn sei nun entscheidend, wie die Politik reagiere. Dabei gehe es um Veranstaltungen vom Grümpelturnier bis zum Stadionkonzert. «Heute habe ich das Gefühl, dass der Daten- und Persönlichkeitsschutz höher gewichtet wird als das Verhindern von Verbrechen», kritisierte Grein. Diesbezüglich sehe er Handlungsbedarf.

epa13204153 Flowers, candles, and a handwritten note reading 'Stay strong, everyone' are placed outside the entrance to the Schachen horse racing track in Aarau, Switzerland, 01 September 20 ...
Blumen bei der Pferderennbahn in Aarau.Bild: keystone

«Schlimmeres verhindert»

Der Veranstalter lobte die Sicherheitsleute vor Ort: «Während noch Schüsse fielen, haben sie die Notausgänge aufgebrochen, damit die Menschen in alle Richtungen flüchten konnten.» Obschon das ihr Job sei, hätten die Sicherheitskräfte durch ihr selbstloses Verhalten Schlimmeres verhindert. Der Projektleiter des Raves habe eine verletzte Person in Sicherheit gebracht und Erste Hilfe geleistet, sagte Grein. An der von seiner Firma veranstalteten Raveparty in Aarau kam es in der Nacht auf Sonntag zu einer Schiesserei. Dabei wurde eine 22-jährige Italienerin getötet und fünf Personen teils schwer verletzt. Die Kantonspolizei verhaftete einen Tatverdächtigen.(sda)

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Schüsse am Aarauer Rave
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Schüsse am Aarauer Rave

Am Aarauer Rave sind in der Nacht auf Sonntag, 30. August 2026, Schüsse gefallen.

quelle: keystone / michael buholzer
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Tele M1 spricht mit einem Zeugen der Schüsse in Aarau
Video: watson
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105 Kommentare
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Thomas Meister
01.09.2026 05:57registriert April 2019
Richtig, man kann nicht alles verhindern. Im Nachhinein sind dann alle immer schlauer. Wenn einer austickt und mit einem Maschinengewehr losballert wird das wohl niemand vorher gewusst haben ausser dem Täter selbst. Und ja, es zeigt wie verletzlich man auf einer Veranstaltung ist.
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ELMatador
01.09.2026 06:02registriert Februar 2020
Ich hoffe, dass nun niemand auf die Idee kommt, die Sicherheitskräfte mit Waffen auszustatten, ganz nach dem Motto „A good guy with a gun“.

Denn solche Argumentationen haben sich in der Vergangenheit bisher immer als Trugschluss erwiesen und könnten hätten in so einem Fall in ein Blutbad geendet.
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AkitasWithAloha
01.09.2026 05:18registriert Oktober 2025
Ja man kann nicht gegen alles absichern das unmöglich. Wenn jemand was vorhat dann macht er das auch
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