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Anti-Folter-Kommission kritisiert überbelegte Schweizer Gefängnisse

Eine Sicht auf die Container Wohnsiedlung im neuen Erweiterungstrakt des Freien Straffvollzug Wauwilermoos, anlaesslich eines Medienanlass zum Justizvollzug im Kanton Luzern, im Gefaengniss oder der J ...
Containersiedlung des Gefängnisses Wauwilermoos im Kanton Luzern. In Schweizer Gefängnissen ist es eng.Bild: keystone

Anti-Folter-Kommission kritisiert überbelegte Schweizer Gefängnisse

29.06.2026, 11:1129.06.2026, 11:11

Die Überbelegung in Schweizer Einrichtungen des Freiheitsentzugs hat die Haftbedingungen verschlechtert und beeinträchtigt die Grundrechte der Inhaftierten. Dies hält die Anti-Folter-Kommission in ihrem neuen Tätigkeitsbericht fest.

Die hohe Belegungszahl der Haftplätze schränkt laut der Mitteilung der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter (NKVF) vom Montag die Privatsphäre der Inhaftierten ein, erhöht das Risiko von Gewalt und verschlechtert die Gesundheitsversorgung. Auch die Arbeitsbedingungen für das Personal seien stark belastet.

Einfach mehr Haftplätze zu bauen, sei keine Lösung, schrieb die NKVF. Vielmehr sei eine umfassende Strategie nötig, um die Gesamtzahl der inhaftierten Personen zu reduzieren.

Die Kommission kritisierte zudem die Unterbringung von Asylsuchenden in Zivilschutzanlagen. Die Lebensbedingungen dort seien wegen Enge, fehlendem Tageslicht und ständigem Lüftungslärm besonders problematisch. (sda)

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