Schweiz
Gesellschaft & Politik

Patrick Freis mutmassliches drittes Opfer war seine Ex-Frau

Neue Informationen im Fall Patrick Frei: Mutmassliches Hauptopfer war Ex-Frau

Weitere Einblicke in den Missbrauchsfall um den ehemaligen Aargauer SVP-Grossrat Patrick Frei: Nach Angaben des SRF soll sein mutmassliches drittes Opfer seine Ex-Frau sein.
23.07.2026, 08:2623.07.2026, 09:47
SVP-Politiker ist als Grossrat zurückgetreten, gegen ihn läuft ein Strafverfahren wegen sexuellen Handlungen mit Kindern.
Über 13 Jahre hinweg soll Patrick Frei seine Ex-Frau missbraucht haben.Bild: Facebook

Erst am Mittwoch hatte das SRF noch berichtet, dass Frei ein drittes Opfer über Jahre hinweg betäubt und sexuell missbraucht hatte – es soll seine Ex-Frau gewesen sein. Während 13 Jahren soll der ehemalige Politiker sich insgesamt 140 mal an ihr vergangen und die Taten gefilmt haben, heisst es in der Anklageschrift. Allein durch die Schiere Anzahl an Übergriffen wird seine Ex-Frau somit zum mutmasslichen Hauptopfer des ehemaligen SVP-Grossrats.

Anlaufstellen für Opfer von sexueller Gewalt

Sexuelle Übergriffe können in den unterschiedlichsten Kontexten stattfinden. Hilfe im Verdachtsfall oder bei erlebter sexueller Gewalt bieten etwa die kantonalen Opferhilfestellen oder die Frauenberatung Sexuelle Gewalt. Die Opferhilfe ist auch über die nationale Nummer 142 erreichbar. Für Jugendliche oder in der Kindheit sexuell ausgebeutete Erwachsene gibt es in Zürich die Stelle Castagna. Betroffene Männer können sich an das Männerbüro Zürich wenden. Wenn du dich sexuell zu Kindern hingezogen fühlst oder jemanden kennst, der diese Neigung hat, kann dir diese Stelle weiterhelfen.

Erst danach soll er sich auf die der Öffentlichkeit bekannten Opfer Iwona L. und ihre damals 15-jährige Tochter Paula L. konzentriert haben. Ihm wird vorgeworfen, in 44 Übergriffen die beiden mittel K.o.-Tropfen betäubt und anschliessend sexuell missbraucht zu haben, bevor er 2023 verhaftet wurde. Auch diese Taten soll der 57-Jährige gefilmt haben.

Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe für Frei, unter anderem wegen Vergewaltigung, Schändung, Kindesmissbrauch und versuchten Mordes. Sollte das Gericht der Forderung folgen, müsste Frei 20 Jahre Haft antreten. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Ex-Frau leide noch heute unter den Folgen des Missbrauchs, schreibt das SRF. Und auch seine späteren mutmasslichen Opfer kämpfen heute noch: Iwona L. und ihrer Tochter droht die Ausweisung nach Polen. Warum das so ist, liest du hier:

(cpf)

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