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Migration

Patrick Frei: Das sagen die Behörden zu drohender Ausschaffung der Opfer

Opfer sollen nach sexuellem Missbrauch ausgeschafft werden: Das sagen die Behörden

Patrick Frei soll eine Minderjährige und ihre Mutter sexuell missbraucht haben. Die beiden kämpfen nicht nur mit den Folgen der Taten, ihnen droht auch die Ausweisung durch die Behörden. Nun nehmen diese Stellung.
22.07.2026, 07:3322.07.2026, 07:33

Gegen den ehemaligen Aargauer SVP-Grossrat Patrick Frei wurde diese Woche Anklage erhoben. Er soll eine Minderjährige und zwei Frauen – darunter die Mutter der Jugendlichen – sexuell belästigt und missbraucht haben.

Mutter Iwona und Tochter Paula traten mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit. Nicht nur, um sich wegen der Tat selbst Gehör zu verschaffen, sondern auch, um zu zeigen, wie sie nach dem Ganzen mit den Behörden kämpfen. Diese haben den beiden Polinnen, die aus Irland zu Frei nach Untersiggenthal AG gezogen waren, eine Ausweisung angedroht.

Der Vorwurf: Durch ein Schein-Arbeitsverhältnis hätte die Mutter eine Aufenthaltsbewilligung erschlichen. Iwona hatte mit Frei einen Vertrag – er kam für den Unterhalt der beiden Frauen auf, Iwona kümmerte sich dafür um Haushalt, Essen und Garten. Einen Härtefall sah das Migrationsamt in diesem Fall nicht. Dennoch ist er noch nicht abgeschlossen, die Prüfung läuft nach wie vor. Das Vertrauen in die Behörden sei allerdings zerstört, sagt die Anwältin von Iwona, Tamara de Caro, zu SRF.

Nun hat erstmals der zuständige Aargauer Regierungsrat Dieter Egli Stellung genommen. Gegenüber SRF sagt er, dass er vom Fall ebenfalls erschüttert sei und die Empörung nachvollziehen könne. Er nimmt aber auch das Amt in Schutz: «Das Migrationsamt hatte zum Zeitpunkt der Entscheidung [...] noch nicht die Erkenntnisse und Informationen, die man heute hat.»

Regierungsrat Dieter Egli spricht bei der Medienkonferenz bei einem Besuch des Ausbildungszentrum der Swiss Logistics anlaesslich einer Praesentation der "Kooperation Arbeitsmarkt" vom Amt f ...
Dieter Egli ist Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres im Kanton Aargau.Bild: keystone

Das Problem: Der Austausch zwischen den Behörden ist geregelt, Informationen können nicht einfach nach Belieben fliessen. Dennoch werde nun untersucht, ob es bei der Kommunikation zu Fehlern gekommen sei. «Momentan habe ich aber keinen Hinweis darauf, ob und was falsch gelaufen ist. Den Vorwurf nehme ich aber ernst», sagt Egli.

Auch die Gemeinde wird in Schutz genommen. «Sie hat etwas gemacht, was im Kanton gesetzlich vorgeschrieben und der politische Wille ist.» Die Gemeinde selbst will aufgrund des Amtsgeheimnisses, des Persönlichkeitsschutzes und des laufenden Prüfungsverfahrens keine Stellungnahme zum Fall abgeben. (vro)

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Forensischer Psychiater zu Patrick Frei: wohl schwerwiegende Perversion
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39 Kommentare
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Eul doch
22.07.2026 07:41registriert Oktober 2015
Es ist doch so, dass ein SVP-Politiker, der gegen Ausländer und Migranten wettert, sich eine Ausländerin nach Hause geholt und ihre Aufenthaltsbewilligung illegal beschafft hat, damit sie für ihn zuhause kocht, putzt und das Bett warm hält (die Vergewaltigungen mal ausgelassen). Auch dieser Skandal geht meiner Meinung nach zulasten des Täters und nicht der Behörden. Die Polin wird wohl kaum gewusst haben, dass ihre Aufenthaltsbewilligung nicht rechtens war.
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ELMatador
22.07.2026 07:53registriert Februar 2020
Der Typ ist seit 2023 in Untersuchungshaft. Und Egli will uns weismachen, dass die Behörden davon nichts wussten. Sorry, aber ein bisschen Kommunikation ist doch wohl erwünscht. Oder ist es tatsächlich zweckdienlich und gewollt, dass die linke Hand nicht weiss, was die rechte macht?
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banda69
22.07.2026 07:44registriert Januar 2020
«Sie hat etwas gemacht, was im Kanton gesetzlich vorgeschrieben und der politische Wille ist.»

Willkommen in der Welt der Rechtspopulisten.
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