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Gesellschaft & Politik

Berner Polizei hält 29 Personen fest – und erstickt Antifa-Kundgebung im Keim

Ein Polizist kontrolliert den Platz um den Zytgloggenturm in der Kramgasse, am Freitag, 6. Oktober 2017 in Bern. Eine unbewilligte "antifaschistische Demonstra­tion" wurde auf Freitagabend a ...
Ein Polizist kontrolliert den Platz um den Zytgloggenturm in der Kramgasse.Bild: KEYSTONE

Berner Polizei hält 29 Personen fest – und erstickt Antifa-Kundgebung im Keim

07.10.2017, 11:1007.10.2017, 14:38

Die Polizei hat am Freitagabend im Zusammenhang mit einer unbewilligten antifaschistischen Kundgebung in Bern insgesamt 29 Personen angehalten. Mit einem Grossaufgebot an Einsatzkräften wurde die Kundgebung im Keim erstickt.

Die Polizei markierte bereits früh und grossflächig Präsenz in der Innenstadt. Es wurden Personenkontrollen durchgeführt und Verdächtige zur weiteren Abklärung in Polizeiräumlichkeiten gebracht. Dabei wurden unter anderem Demonstrationsmaterial, Pfeffersprays und Vermummungsmaterial sichergestellt.

Passanten fahren vor einem Schutzzaun vor dem Bundeshaus West vorbei, am Freitag, 6. Oktober 2017 in Bern. Eine unbewilligte "antifaschistische Demonstra­tion" wurde auf Freitagabend angekue ...
Im Vorfeld wurde das Bundeshaus zur Sicherheit komplett umzäunt.Bild: KEYSTONE

Bis auf eine zur Verhaftung ausgeschriebene Person konnten alle Angehaltenen im Verlauf der Nacht wieder freigelassen werden, wie die Berner Kantonspolizei am Samstagmorgen mitteilte.

10 Jahre nach der Strassenschlacht

Zur Kundgebung aufgerufen hatte ein linksautonomen Kreisen nahestehendes «Bündnis antifaschistische Demonstration Bern». Das Datum der Kundgebung, der 6. Oktober, dürfte kaum zufällig gewählt worden sein: Exakt zehn Jahre zuvor lieferten sich in Bern Linksautonome und Polizei am Rande einer SVP-Wahlveranstaltung heftige Strassenschlachten.

Die Berner Stadtregierung machte bereits vor Tagen klar, dass sie eine unbewilligte Kundgebung am Freitagabend nicht tolerieren würde. Nebst der Berner Kantonspolizei standen am Freitag auch Einsatzkräfte aus anderen Korps des Polizeikonkordats Nordwestschweiz im Einsatz.

Die Kundgebungsveranstalter sehen in der «repressiven Strategie», in Bern gegen antifaschistische Demonstrationen vorzugehen, «ein gefährliches Zeichen». Dies führe dazu, dass sich faschistische, rassistische und sexistische Kreise weiter bestärkt fühlen, schreibt das Bündnis in einer über Kanäle der Sozialen Medien verbreiteten Mitteilung. (viw/sda)

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