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Gesundheit

Wetzikon registriert vier neue Legionellose-Fälle

KEYPIX - Zellkuklturen mit Legionellen und anderen Bakterien im Kantonalen Laboratorium Basel-Stadt in Basel, am Montag, 3. August 2026. Infolge eines Legionellenausbruchs sind in Basel in den letzten ...
In Wetzikon wurden seit Ende Juni vier neue Legionellose-Fälle registriert.Bild: keystone

Wetzikon registriert vier neue Legionellose-Fälle

18.08.2026, 12:4618.08.2026, 12:46

Seit Ende Juni sind in Wetzikon vier neue Fälle von Legionellose registriert worden. Die involvierten Fachstellen setzen ihre Abklärungen zur Häufung der Fälle fort.

Dabei stehe weiterhin die Frage im Zentrum, wo sich die erkrankten Personen ansteckten, schreibt die Stadt Wetzikon in einer Medienmitteilung. Bisher zeigten sich einzelne Übereinstimmungen zwischen Duschwasserproben und Patientenproben, heisst es. Ob eine oder mehrere gemeinsame Infektionsquellen vorliegen, sei nach wie vor offen.

Kontrolliert wurden unter anderem Alters- und Pflegeheime in Wetzikon, das Spital oder das Freibad Wetzikon sowie die ARA Wetzikon und die ARA Hinwil, verschiedene Kühlanlagen und Autowaschanlagen. Dort konnten bisher keine Legionellen nachgewiesen werden, die in Zusammenhang mit den Erkrankungen stünden, schreibt die Stadt.

Auf Legionellen untersucht werde auch das Trinkwassersystem in Wetzikon. Es zeigten sich jedoch laut Medienmitteilung keine Auffälligkeiten. Die Stadt betont, dass das Trinkwasser von Wetzikon sicher sei und durch das Trinken von Wasser keine Ansteckung erfolge.

Liegenschaftsbesitzende sensibilisieren

Zwar kommen die Legionellen natürlicherweise im Wasser vor. Bei Wassertemperaturen in Hausinstallationen zwischen 25 und 45 Grad sowie längerem Wasserstillstand, können sich Legionellen aber vermehren.

Für den fachgerechten Betrieb und Unterhalt der Hausinstallationen, insbesondere der Warmwasser-Boiler, trügen Liegenschaftsbesitzende und -verwaltungen eine besondere Verantwortung, schreibt die Stadt. Aktuell prüft sie, wie diese Zielgruppe wirksam sensibilisiert werden kann.

Gelangen die Bakterien in die Atemwege, können sie die Lunge infizieren und eine Legionellose oder die Legionärskrankheit verursachen. Letztere kann zu einer schweren Lungenentzündung führen. Besonders für ältere Menschen, Personen mit chronischen Lungenerkrankungen sowie Raucherinnen und Raucher besteht ein erhöhtes Risiko, zu erkranken. Die meisten Menschen erkranken trotz Kontakt mit dem Bakterium nicht. (sda)

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