Schweiz
Graubünden

Abschussgesuch für zwei Bündner Jungwölfe vom Bafu abgelehnt

Abschussgesuch für zwei Bündner Jungwölfe abgelehnt

22.09.2021, 13:2722.09.2021, 13:27

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat ein Abschussgesuch Graubündens für zwei Jungwölfe im Bündner Oberland abgelehnt. Die vom Stagias-Rudel verursachten Schäden in geschützten Nutztierherden liegen unter der Schwelle, die für eine Regulierung erreicht werden muss.

HANDOUT - Ein Jungwolf aus dem neu gebildeten Wolfsrudel Stagias im Juli 2020 in der Surselva. Im Einzugsgebiet des Vorderrheins hat sich ein neues Wolfsrudel gebildet. Das neue Rudel erhielt die Beze ...
Ein Jungwolf des Stagias-Rudels in der Surselva – trotz neuer, strengerer Jagdverordnung lehnte das Bafu den Abschuss von zwei Jungwölfen dieses Rudels ab.Bild: keystone

Damit in ein Rudel eingegriffen werden kann, muss es in Herden mit Herdenschutz mindestens zehn Tiere reissen, wie das Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die vom Kanton Graubünden aufgeführten gerissenen Nutztiere seien aber nicht alle geschützt gewesen, schrieb das Bafu.

Es hat das Gesuch des Kantons um eine Abschussbewilligung deshalb abgelehnt. Graubünden kann gegen den Entscheid Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben.

Hingegen hatte der Bund erst am 6. September einem Abschuss von drei Jungwölfen aus dem Beverin-Rudel in Mittelbünden zugestimmt. Die Wölfe hatten sich wiederholt Menschen genähert und liessen sich nur schwer vertreiben. Nur Tage nach der Bewilligung gelang es der Wildhut, zwei Jungtiere zu schiessen.

Als Reaktion auf den in verschiedenen Gebieten des Landes stark wachsenden Wolfbestand passte der Bundesrat Ende Juni die Jagdverordnung an. Die Schwelle für den Abschuss von Wölfen wurde deutlich gesenkt. Gleichzeitig sollte der Herdenschutz mit «verbesserten Voraussetzungen» gestärkt werden. (yam/sda)

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