Was mit der Villa von Pierin Vincenz passiert
Geplant hatte Ex-Raiffeisen-Boss Pierin Vincenz am Luganersee eine Ferienvilla. Doch es kam anders. 2024 wurde die Villa samt Grundstück in Morcote TI zwangsversteigert. Der Neubesitzer? Dölf Früh. Einigen wird der Name sicher bekannt vorkommen: Es handelt sich bei ihm um den ehemaligen Präsidenten des FC St.Gallen.
Nachdem die Villa aus dem Jahr 1960 zuletzt vor sich hin wucherte, kommt nun bald frischer Wind in die Sache. Früh ist Immobilienunternehmer und weiss, was er mit dem Grundstück anfangen will.
Das verwahrloste Gebäude möchte er abreissen lassen und stattdessen mehrere kleinere Steinhäuschen bauen. «Die neuen Ferienresidenzen sollen im Stil eines Tessiner Dörflis daherkommen», erzählt Früh gegenüber Blick. Einige dieser sogenannten Rustici will Früh dann verkaufen. Eines soll vielleicht in der Familie bleiben.
Bis der Bau beginnt, könnte es aber noch länger dauern: «Es ist wie üblich ein sehr langwieriger Prozess, bis man mit dem Bau beginnen kann», meint Früh gegenüber der Zeitung. Es sei zudem viel Unvorhergesehenes in die Quere gekommen. Eine Baueingabe gebe es noch nicht.
Ehemalige Freundschaft
Vincenz und Früh waren einst Freunde. Früh lieh seinem ehemaligen Kumpanen im Jahr 2019 4'225'000 Franken, um eine Raiffeisen-Hypothek abzulösen. Schon damals hatte der Banker finanzielle Probleme und seine Konten waren gesperrt. Das erstinstanzliche Urteil gegen Vincenz wurde 2024 aufgehoben, das Urteil des Berufungsprozesses ist noch offen.
(kek)
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