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Korruption beim Kauf der Therme Vals? Bündner Regierung reicht Strafanzeige ein

ZUR AUFSICHTSBESCHWERDE ZUM VERKAUF DER THERME VALS, AM DONNERSTAG, 23. MAERZ 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE ARCHIVBILDER ---- Exterior view of thermal spa Vals in Vals in the canton of Grisons, Switzerl ...
Der Prachtsbau von Architekt Peter Zumthor wurde 2012 dem Investor Remo Stoffel zugesprochen.Bild: KEYSTONE

Korruption beim Kauf der Therme Vals? Bündner Regierung reicht Strafanzeige ein

23.03.2017, 11:3223.03.2017, 11:41

Der Knatsch um die Therme im bündnerischen Vals geht in die nächste Runde: Wie die Kantonsregierung am Donnerstag gemäss «Blick»  an einer Pressekonferenz mitteilte, reicht sie Anzeige gegen Unbekannt ein. Die Staatsanwaltschaft soll prüfen, ob beim Verkauf der Therme im Jahr 2012 Korruption im Spiel war. 

Die Bündner Regierung folgt mit ihrem Entscheid einer Empfehlung des Anti-Korruptionsexperten Mark Pieth, schreibt der «Blick». Der Strafrechtsprofessor sieht Klärungsbedarf, ebenso will die Regierung die Vorwürfe aus dem Weg schaffen, die der Staatsrechtler Rainer J. Schweizer 2015 gegenüber dem «Tages-Anzeiger» erhoben hatte. Schweizer bezeichnete den Kauf der Therme Vals damals als einen der grössten Korruptionsfälle in Schweizer Gemeinden.

Im Zentrum der Posse steht der umtriebige Investor Remo Stoffel, der auch einen Turmbau im Dorf plante. Stoffel, selbst ein Valser, hatte sich an der Gemeindeversammlung vor fünf Jahren als Käufer gegen den Thermeschöpfer und Stararchitekten Peter Zumthor durchgesetzt. Der Kaufpreis für die Therme und das dazugehörende Hotel belief sich auf 7,8 Millionen Franken. 

Remo Stoffel, managing director of Swiss Priora Holding AG poses in front of a picture of the planned '7132 hotel' after a news conference in the town of Kloten near Zurich March 25, 2015. Stoffel pre ...
Remo Stoffel vor einer Simulation der «Femme de Vals», seines Turmprojektes.Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Eine Gruppe Dorfbewohner um den Schriftsteller Peter Schmid, die damals aufseiten des Architekten Peter Zumthor stand, hatte die Abstimmung scharf kritisiert. Bis heute wisse man nicht, sagte Schmid vergangenes Jahr gegenüber dem «Tages-Anzeiger», ob es beim Kauf der Therme eine geheime Abmachung gegeben habe, die das Dorf Millionen kostete.

Dazu verpflichtete sich Stoffel, rund 50 Millionen Franken zu investieren, das Hotel zu renovieren und ein weiteres Haus mit 70 Zimmern zu bauen. Stoffel rechnete zusätzlich zu den 7,8 Millionen Franken 4 Millionen Zuschuss vom Kanton mit ein – als Wirtschaftsförderung. Diesen Betrag hatte der Kanton offenbar in Aussicht gestellt. Doch die 7,8 Millionen hat Stoffel nie bezahlt. Konkret flossen 1,8 Millionen. Für die verbleibenden 6 Millionen habe er mit der Gemeinde vereinbart, dass in die Infrastruktur investiert werde. Bis jetzt konnten sich die Parteien aber noch nicht auf ein Projekt einigen. (dwi)

Stoffels Mega-Projekt: Der Turm in Vals

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Turm in Vals
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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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peakposition
23.03.2017 15:07registriert März 2016
Was?! Herr Stoffel?! Der gute alte Priora-Halunke doch nicht!
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Graf Von Mai
23.03.2017 12:29registriert Dezember 2016
Also wenn der Herr Stoffel nicht ein mal dazu bereit ist die wunderschöne Valser Therme zu bezahlen, wieso soll man ihm dann den Zuschlag für den Turm geben? Scheint mir ein wenig dreist zu sein der Kerli.
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FrancoL
23.03.2017 13:41registriert November 2015
Es genügt ein wenig die Geschichten rund um Remo Stoffel zu verfolgen und man verliert schnell das Vertrauen in diese Person. Viele Versprechen wenig gehalten, der Anfang einer Blase.
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