Schweiz
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Stoffels Kalkül: Wenn der Turm nicht kommt, bekommt er die Therme Vals fast umsonst

Unternehmer Remo Stoffel wird in Vals nicht weiter investieren, falls die Gemeinde dem Bau seines 381 Meter hohen Turms eine Absage erteilt. Für das 300-Millionen-Franken-Projekt ist eine Zonenplanänderung nötig.



Falls die Gemeindeversammlung eine Zonenplanänderung ablehne, entziehe sie ihm als Investor das Vertrauen, sagte Stoffel in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger. «Dann werde ich nicht weiter investieren». Die Valser stünden vor einem «Grundsatzentscheid» zwischen hochwertiger Architektur und «nackter Bauspekulation».

Stoffel zeigte sich zuversichtlich, dass die Bevölkerung dem Bau zustimmen wird. «Und auch aus der kantonalen Verwaltung haben wir positive Signale: Die Zusammenarbeit mit den Behörden ist konstruktiv.» Für eine Revision der Ortsplanung ist auch das Ja der Bündner Regierung nötig.

Remo Stoffel, managing director of Swiss Priora Holding AG looks up as he addresses a news conference in the town of Kloten near Zurich March 25, 2015. Stoffel presented plans to built the '7132 hotel', a 381 metres (1,250 ft) high tower in the eastern Swiss mountain resort of Vals. the building would be the highest in Europe and the highest hotel in the world.   REUTERS/Arnd Wiegmann

Remo Stoffel spricht klare Worte. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Die Valser Bevölkerung hatte Stoffel schon einmal das Vertrauen geschenkt, als es um den Verkauf der Therme ging. Die Gemeindeversammlung zog ihn 2012 als Käufer dem Therme-Schöpfer und Stararchitekten Peter Zumthor vor.

Der Kaufpreis für Therme und Hotel belief sich auf 7.8 Millionen Franken. Dazu verpflichtete sich der Käufer, rund 50 Millionen Franken zu investieren, das Hotel zu renovieren und ein weiteres, architektonisch hochstehendes Haus mit 70 Zimmern zu bauen.

Im nun geplanten Hotelturm sollen 107 Zimmer entstehen, sagte Stoffel. Je nach Zimmer oder Suite koste eine Übernachtung im Durchschnitt 1600 Franken.

Wie Stoffel sich den Kauf der Therme vorstellt, führt er im Interview mit dem Tagesanzeiger aus. Ihm wurde die Therme für 11,8 Millionen Franken zugesprochen. Die Gruppe um den Architekten Zumthor bot 11 Millionen. Stoffel rechnet bei seinem Gebot bereits einen Zuschuss vom Kanton von 4 Millionen als Wirtschaftsförderung mit ein. Den hat der Kanton offenbar in Aussicht gestellt. Für Stoffel und seine Investoren bleiben also nach seiner Rechnung  7,8 Millionen.

Diese 7,8 Millionen hat er aber keineswegs bezahlt. Konkret flossen 1,8 Millionen. Für die verbleibenden 6 Millionen habe er mit der Gemeinde vereinbart, dass in die Infrastruktur der Gemeinde investiert wird. Bis jetzt konnte sich die Gemeinde noch auf kein Projekt einigen.  Laut Stoffel sind bereits vertraglich abgemachte Fristen verstrichen. Er geht jetzt davon aus, dass die Investition der vorgeschlagene Turm sein wird. Falls die Valser nicht zustimmen, zieht er sich laut Interview als Investor zurück. Dann hätte er für die Therme nur 1,8 Millionen bezahlt. 

(feb/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • der nörgler 27.04.2015 13:28
    Highlight Highlight die Therme hat sich ja für Stoffel zur Cash-Cow entwickelt. Die Preise gingen massiv nach oben, Frühstück ist nicht mehr inklusive, etc. Die schöne Architektur kann sich bald niemand mehr leisten. Es wird zu einem Reichenghetto. Schade drum.
  • Angelo C. 27.04.2015 10:56
    Highlight Highlight Die Gemeindeversammlung hat 2012 einen Riesenfehler gemacht, als sie die Therme Vals dem schon immer fragwürdigen Spekulanten Stoffel, anstelle dem Schöpfer und Architekten Zumthor, verkauft hat. Die ganze Geschichte von damals ist mir in lebhafter Erinnerung, eigentlich ein Trauerspiel sondergleichen! Mit diesem nicht nur visuell unsympathischen Stoffel und seinen Machenschaften hat sich Vals ein allzubuntes Ei eingehandelt, was schon damals bei Insidern schwere Bedenken ausgelöst hat. Nun, mit diesem hirnrissigen Projekt dieses Turmbaus zu Babel in einer an sich hübschen Berggemeinde, erpresst er Gemeinde und Bevölkerung, wobei nicht mal die totale Finanzierung wirklich gesichert wäre. Immer vorausgesetzt, dass er für diesen landschaftlichen Sündenfall überhaupt eine Baubewilligung erhält und niemand dagegen wirksam Einsprache erhebt....
    • stadtzuercher 27.04.2015 13:12
      Highlight Highlight Einverstanden. Allerdings ist er einer von den Valsern selbst. Ich denke, die sollen das jetzt unter sich regeln. Ich erinnere mich an die geringschätzigen Kommentare Einheimischer vor der Abstimmung, von wegen 'die Unterländer sollen einfach mal die Klappe halten, wir wissen schon was gut für uns hier oben ist'.
      Wenn man das Tafelsilber mit einer hirnlosen Aktion von ein paar Profiteuren innerhalb der Gemeine abzüglen lassen will, na bitte.
  • Pieter 27.04.2015 09:24
    Highlight Highlight Ich hab von diesem Mann noch nie was gehört bis jetzt. Hat er einen Minderwertigkeitskomplex? Schon der Name des Turms tsts.
  • Arminsky 27.04.2015 08:37
    Highlight Highlight Da fällt mir spontan, eigentlich nur "e i n" Zitat ein: "Die Augen sind der Spiegel der Seele"
  • Achja 27.04.2015 08:16
    Highlight Highlight Das war so abzusehen und von Anfang an geplant. Wen die Bevölkerung nein sagt ist er aus dem Schneider (ich wollte ihnen ja helfen, aber sie liessen mich nicht). Den kann er mit seinen Gebäuden in Vals spekulieren und schön Gelt raus pressen. Das war von Anfang an der Plan. Deswegen auch ein solches überdimensioniertes Bauprojekt.
  • stadtzuercher 27.04.2015 08:15
    Highlight Highlight Der windige Spekulant hat die Gemeinde an der Mangel. Er schuldet ihr zwar noch Millionen und eine Mehrzweckhalle, aber wenn die Bevölkerung nicht pariert, geht sie leer aus. Ein neoliberales Lehrstück, wie sich die Spekulanten das Geld aus den Gemeindekassen holen.
  • mukeleven 27.04.2015 07:57
    Highlight Highlight ... Nachtrag zur Strategie hier: seine erpresserische Aussage hier von keinen weiteren Investitionen seinerseits, sollte mann den Grössenwahnturm nicht bewilligen, obwohl diese Investments an die Bedingung geknüpft ist, dass Stoffel weitere Investments tätigen muss, damit ihm die Therme Vals für ein Butterbrot überschrieben wurde. Dieses Dorfgeschenk nimmt er nun dankend an und muss die Bedingung nicht weiter erfüllen, da ihm die Valser ja das Projekt ablehnen...
    Schmöck'sch de Töff?
  • mukeleven 27.04.2015 07:51
    Highlight Highlight bei allem Respekt ggü Meister Stoffel - was er anfasst verursacht offensichtlich und permanent Ärger, Unstimmigkeiten, Benachteiligungen der Involvierten, Strafverfahren wegen Urkundenfälschung, Übervorteilung, und und und...
    Sieger gibts nur immer einer: Meister Stoffel oder eines seiner verstrickten Firmenkonstrukte. Seine Hemdkragen werden immer höher und seine möchtegern Aristokratenart immer schmieriger...
    Worab ich staune: er geschäftet munter weiter und seine Projekte nehmen immer grössenwahnsinnigere Dimensionen an.

    Wer zieht ihm mal den Stecker?
  • Alex23 27.04.2015 06:47
    Highlight Highlight "Dann werde ich nicht weiter investieren." Nette Art zu verhandeln und so gar nicht erpresserisch.
    Frage ist, ob dieser Mann und seine Geschäftsideen so ein Verlust für Vals wären.

Zug-Chaos am Gotthard: SBB geben «ungenügende Planung» zu

Trotz Herbstferienstart keine Zusatzzüge: Passagiere mussten am vergangenen Wochenende aus übervollen Zügen Richtung Süden aussteigen. Die SBB sprechen von einer «ungenügenden Planung». Der Gotthard-Zoff in 3 Punkten erklärt.

Vergangenes Wochenende waren auf der Gotthard-Route mehrere Züge richtig voll. Dermassen voll, dass Passagiere aussteigen mussten, damit die Kompositionen überhaupt durch den Gotthard-Basistunnel (GBT) fahren durften. Dies ist an Spitzentagen seit der Eröffnung im Dezember 2016 mehrmals vorgekommen.

Die überfüllten Züge bringen nicht nur Passagiere, sondern auch die SBB-Mitarbeiter an ihre Grenzen:

Das schreibt die Gewerkschaft SEV am Donnerstag in einer geharnischten Mitteilung.

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