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Zürich: 300 Menschen müssen nach Leerkündigungen ihre Wohnung verlassen

Erneute Leerkündigungen in Zürich: 300 Menschen müssen bis 2030 ausziehen

Bei der Hardbrücke im Kreis 4 werden 146 Wohnungen totalsaniert – die Bewohnerinnen und Bewohner müssen zwischen 2027 und 2030 ausziehen.
14.02.2026, 16:1001.04.2026, 16:26

In Zürich kommt es erneut zu Leerkündigungen. Diesmal im Kreis 4 direkt neben der Hardbrücke. Laut Tages-Anzeiger müssen rund 300 Menschen ihr Zuhause verlassen. Betroffen sind insgesamt 146 Wohnungen in fünf Gebäuden.

Die Wohnungen an der Hardstrasse und Eichenbühlstrasse sollen totalsaniert werden. Im Kündigungsschreiben, das dem «Tages-Anzeiger» vorliegt, stehe, dass «die Liegenschaften in die Jahre gekommen» sind und eine Totalsanierung, um weitere Schäden zu verhindern, unumgänglich sei.

Die Gebäude stammen aus den 1950er-Jahren und «weisen einen schlechten bis desolaten Zustand auf», so Simon Weiss, Bereichsleiter Immobilienbewirtschaftung der H&B Real Estate AG. Gerade Wasserschäden hätten sich in den letzten Jahren gehäuft – viele davon sollen nur temporär behoben worden sein. Laut Weiss sei es nicht möglich, die Gebäude bewohnt zu sanieren.

Leerkündigungen Kreis 4 Zürich Hardstrasse
Über 300 Menschen müssen ihre Wohnungen im Kreis 4 in Zürich verlassen.Bild: cmu/watson

Eine Mieterin sagt gegenüber dem «Tages-Anzeiger», dass viele Menschen in der Siedlung seit über 40 Jahren dort wohnen. Betroffen seien hauptsächlich Familien aus Spanien und Portugal, die damals in die Schweiz gekommen sind. Viele hätten Angst, in Zürich keine bezahlbare Wohnung mehr zu finden.

Leerkündigungen Kreis 4 Zürich Hardstrasse
Auch diese Häuser an der Eichbühlstrasse sind betroffen.Bild: cmu/watson

Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen frühestens ab September 2027 ausziehen. Der letzte Auszugstermin liegt im Jahr 2030. Weiss sagt, dass man sie auch bei der Wohnungssuche unterstützen werde.

Leerkündigungen Kreis 4 Zürich Hardstrasse
Ein Schild, auf dem steht «Wir wollen bleiben» hängt aus dem Fenster.Bild: cmu/watson

Darüber, wie teuer die neu sanierten Wohnungen an der Hardstrasse vermietet werden, konnte Weiss noch keine Aussage machen. Laut ihm werden sich auch die Grundrisse komplett ändern – besonders wenn es um die Badezimmer und Küchen gehe. Für die Mieterin ist aber klar: «Es geht darum, die Wohnungen danach viel teurer zu vermieten», sagt sie gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Erst Anfang der Woche wurde bekannt, dass in Wiedikon zwei Wohnhäuser nahe Triemli abgerissen werden. Die 38 Wohnungen müssen Alterswohnungen weichen. Mieterinnen und Mieter müssen bis Mitte 2027 ausziehen, so das Zürcher Stadtmagazin Tsüri.

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Luxus-Wohnung in Zürich
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quelle: screenshot homegate.ch
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