Wo die Mieten in der Schweiz am höchsten sind – und wo am tiefsten
Der Anstieg der Wohnkosten scheint in der Schweiz unaufhaltsam zu sein. Laut dem Portal Homegate sind die Angebotsmieten im Jahr 2025 um 2,3 Prozent gestiegen, nachdem sie in den beiden Vorjahren bereits um 3,2 Prozent bzw. 4,7 Prozent gestiegen waren. In einigen Kantonen betrug der Anstieg im letzten Jahr sogar zwischen 6 und 10 Prozent. Hinzu kommt eine akute Wohnungsknappheit, die «den Druck auf einem hohen Niveau hält».
Der Schweizer Mietmarkt ist also angespannt, doch längst nicht überall. Denn die Angebotsmieten unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde erheblich. Das zeigen Zahlen, die das Lausanner Unternehmen Lookmove für das Jahr 2025 erstellt und watson exklusiv zur Verfügung gestellt hat.
Demnach schwankt die Durchschnittsmiete für eine 3-Zimmer-Wohnung zwischen 890 Franken in Bonfol JU und über 4750 Franken in Agra TI. Auch zwischen den grossen städtischen Zentren gibt es deutliche Unterschiede: Für eine 4-Zimmer-Wohnung muss man in Aarau und Thun knapp 2100 Franken bezahlen, in der Zürcher Innenstadt hingegen fast 5000 Franken.
Die Gesamtsituation zeigt unsere interaktive Karte. Dabei ist zu beachten, dass die Medianmiete den Markt in zwei gleich grosse Teile teilt: Die Hälfte der Wohnungen ist günstiger, die andere Hälfte teurer.
Auch zwischen den verschiedenen Quartieren einer Stadt können sich die Mieten erheblich unterscheiden. Die Medianmiete für eine 4-Zimmer-Wohnung beträgt im Basler Ring-Quartier und in Klybeck beispielsweise 2250 bis 2300 Franken pro Monat – das sind über 600 Franken weniger als in der Basler Innenstadt. In Bern schwanken die Preise zwischen 1950 und 3280 Franken, in Zürich zwischen 2800 und 4700 Franken.
Abgesehen von den Unterschieden auf kommunaler Ebene ist klar, dass bestimmte Regionen teurer sind als andere. An den Ufern des Genfer- und des Zürichsees sowie in bestimmten Teilen Graubündens sind die Medianmieten schweizweit am höchsten. Im Jura, im ländlichen Neuenburg und im Nordtessin ist das Wohnen hingegen deutlich günstiger.
Interessant ist zudem, dass in vielen Schweizer Ortschaften im gesamten Jahr 2025 keine einzige Wohnungsanzeige veröffentlicht wurde, was ein weiteres Symptom für die Wohnungsknappheit ist, unter der die Schweiz seit einigen Jahren leidet.
Lookmove wird von zahlreichen Immobilienfachleuten sowie von Privatpersonen genutzt, die Zugang zu präzisen Informationen über den Wohnungsmarkt wünschen. Bei einigen Indikatoren kann es je nach Qualität der zuvor veröffentlichten Informationen zu einer Fehlerquote von bis zu 10 Prozent kommen.
