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Konsum - Detailhandel

Klimaanlagen in der Schweiz ausverkauft: Kommt jetzt die nächste Hitze?

Klimaanlage
Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer kaufen eine Klimaanlage.Bild: Shutterstock

Die Schweiz kauft immer mehr Klimaanlagen – und immer teurere

02.07.2026, 12:1702.07.2026, 12:37

Die letzten Wochen des Junis 2026 verbrachte die Schweiz schwitzend. Der Monat fiel im langjährigen Klimamittel um 3,7 Grad wärmer aus, wie MeteoNews berichtete. Dafür sorgte eine ausgeprägte Hitzewelle ab Mitte des Monats. Diese liess diverse Schweizer Hitzerekorde purzeln: Das Thermometer erreichte in Basel-Binningen 39 Grad, in Delsberg JU 38,2 Grad und in Buchs AG ebenfalls 38,2 Grad.

Die langanhaltende Hitzewelle und die hohen Temperaturen kurbelten auch das Online-Geschäft von Digitec Galaxus an, wie der Online-Händler am Donnerstag meldet: «Galaxus hat im Juni so viele Klimaanlagen und Ventilatoren verkauft wie noch nie in einem einzelnen Monat.»

So seien im Juni 2026 fünfstellige Stückzahlen an Klimaanlagen und Ventilatoren verkauft worden. Damit wurde der bisherige Rekordmonat (Juni 2025) bei den Klimaanlagen um 38 Prozent übertroffen.

Lager sind leer

«Niemand rechnet damit, dass es über Wochen hinweg 30 Grad und wärmer bleibt», sagt Samuel Lea, bei Galaxus verantwortlich für das Klimageräte-Sortiment. Und weiter:

«Klimaanlagen und Ventilatoren sind Emotionskäufe. Sobald die Hitze kommt, explodiert die Nachfrage.»
Samuel Lea

Mittlerweile sind die meisten Klimaanlagen und Ventilatoren bei Galaxus vergriffen: «Mit besserer Verfügbarkeit hätten wir locker noch mehr Geräte verkauft», so Samuel. Der Online-Händler habe mittlerweile Geräte nachbestellt, doch die Lager in ganz Europa seien erschöpft.

«Die Ware kommt über die nächsten Wochen deshalb nur noch tröpfchenweise rein, und für Nachschub aus Asien wird es bis Ende Saison nicht reichen», sagt Samuel weiter. Wer jetzt noch eine Klimaanlage kaufen will, kann diese wohl erst für den nächsten Sommer in Betrieb nehmen.

Änderung beim Kaufverhalten

Die Verkaufszahlen von Digitec Galaxus zeigen zudem, dass die Schweizer Bevölkerung mittlerweile auf teurere Geräte setzt. Der durchschnittliche Verkaufspreis einer Klimaanlage liegt dieses Jahr bei 452 Franken, 2025 waren es 381 Franken, schreibt der Online-Händler.

«Viele Leute haben begriffen, dass extreme Hitze im Sommer keine Ausnahme mehr ist, sondern die neue Normalität. Sie investieren bewusst in leistungsfähigere Geräte, die sie über Jahre nutzen wollen», sagt Samuel Lea dazu.

Dabei setzt die Kundschaft vermehrt auf mobile Split-Anlagen. Der Anteil dieser Geräte hat sich in den letzten drei Jahren verdreifacht. Die Monoblock-Anlagen bleiben mit einem Marktanteil von 55 Prozent aber die am häufigsten gekauften Geräte.

An installer sets a new air conditioning unit during a hot summer day in Belgrade, Serbia, Tuesday, June 30, 2026. (AP Photo/Darko Vojinovic)
Serbia Extreme Weather Heat
Split-Anlagen funktionieren über ein Innen- und ein Aussengerät.Bild: keystone

Rollt bereits die nächste Hitzewelle an?

Ein Blick in die Wetter-Apps zeigt aktuell, dass die Temperaturen in den nächsten Tagen wieder steigen, und am Wochenende erreichen die Maximaltemperaturen erneut die 30-Grad-Marke. Nun geht die bange Frage um: Erwartet uns bereits die nächste Hitzewelle?

Klaus Marquardt, Wetterexperte bei MeteoNews, verneint: «Die Temperaturen in der Nacht und am Morgen werden deutlich kühler ausfallen im Vergleich zu der vergangenen Hitzewelle.» In der Schweiz werden Hitzewellen über den Durchschnitt aus Tages- und Nachttemperaturen definiert und dieser dürfte auch in den kommenden Tagen unter der 25-Grad-Marke liegen.

Der Juni 2026 war fast 4 Grad heisser als im langjährigen Durchschnitt.
In der ganzen Schweiz war der Juni 2026 deutlich heisser als der langjährige Durchschnitt.Bild: meteonews

Dennoch sind sich Klimaforschende und Wetterexpertinnen einig: Wegen des Klimawandels treten sogenannte Omega-Lagen und Wetterextreme wie Hitzewellen in der Schweiz immer häufiger auf. Eine kürzlich veröffentlichte Studie kam etwa zum Schluss, dass Hitzewellen wie jene im Juni 2026 heute 500 Mal öfters auftreten als noch vor 50 Jahren. (leo)

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Diese 31 Bilder zeigen, wie Europa der Hitzewelle trotzt
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Am Sonntag wurde es in Paris 37 Grad.

quelle: keystone / michel euler
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176 Kommentare
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chris-swiss
02.07.2026 13:05registriert November 2022
Monoblockklimaanlagen sind Stromfresser und haben einen Konstruktionsfehler. Da sie die Abwärme über ein Rohr nach draussen führen, entsteht im Raum einen Unterdruck, der automatisch warme Luft nachzieht. Moderne Splitklimaanlagen, die fest verbaut sind, sind viel energiesparender und sinnvoller konstruiert. Indem man Monoblockanalgen zulässt, aber fest verbaute Anlagen verbietet, erweist man dem Klima einen Bärendienst. Die Politik soll endlich aufwachen!
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Big Ghän
02.07.2026 12:31registriert Januar 2024
Ohne geht es nicht mehr, vorallem als Schichtarbeiter. Die Hitze bleibt nun auch über Nacht, Beton speichert wärme viel länger als Grünflächen oder gar Wald. Das wird den Effekt des Klimawandels noch massiv verstärken.
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TiDAL
02.07.2026 12:55registriert Juli 2023
habe mir vor paar jahren einen monoblock geholt, alles andere wurde leider vom vermieter abgelehnt. es sei ja eine minergie wohnung, da dürfe man das gar nicht. kann ja nichts dafür wenn die wohnung schlecht geplant/isoliert wurde und keine möglichkeit zum kühlen besteht. zudem würde ich es begrüssen wenn wir langsam umdenken.
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