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Sonnenfinsternis sorgt in Bern für grossen Brillen-Ansturm

Personen stehen Schlange um sich eine Sonnenschutzbrille zu kaufen, am Dienstag, 11. August 2026, bei Foto Zumstein in Bern. Am 12. August findet in der Schweiz mit 93% eine partielle Sonnenfinsternis ...
Hier hat jemand eine der gefragten Sonnenschutzbrillen ergattert.Bild: keystone

Sonnenfinsternis sorgt in Bern für grossen Brillen-Ansturm

11.08.2026, 14:3311.08.2026, 14:37

In der Stadt Bern hat sich der Mangel an Schutzbrillen im Vorfeld der Sonnenfinsternis in Form einer langen Warteschlange geäussert. Vor dem Fachgeschäft Foto Video Zumstein standen am Dienstagnachmittag mehrere hundert Menschen an.

Die zirka 200 Meter lange Schlange zog sich um das ganze Gebäude, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Um 13.45 Uhr hofften rund 300 Menschen auf die Möglichkeit, eine Spezialbrille zu kaufen. Die Wartezeit betrug etwa anderthalb Stunden. Von den 32 Grad Aussentemperatur liessen sich die Wartenden nicht beirren.

Personen stehen Schlange um sich eine Sonnenschutzbrille zu kaufen, am Dienstag, 11. August 2026, bei Foto Zumstein in Bern. Am 12. August findet in der Schweiz mit 93% eine partielle Sonnenfinsternis ...
Ein grosser Andrang vor dem Fachgeschäft.Bild: keystone

Marketingleiter Roy Stahl verteilte zusammen mit einer Kollegin Schokolade, um die vielen Leute in der Schlange bei Laune zu halten. Um 13 Uhr sei eine letzte Lieferung Sonnenfinsternis-Brillen eingetroffen, sagte er. Wie lange es dauere, bis alle verkauft seien, wisse er nicht.

Stahl betonte, dass der Verkauf nach dieser Lieferung abgeschlossen sein werde. Wie viele Brillen eine einzelne Person kaufen durfte, wollte er nicht sagen. Man regle das nach Vernunftskriterien. Vermeiden wolle man auf jeden Fall, dass jemand grössere Mengen kaufe zum Zweck des profitablen Weiterverkaufs.

Schutzbrillen als Mangelware

Bereits am Vorabend hatten rund 100 Personen vor dem Geschäft angestanden und mussten teilweise vertröstet werden. Abseits von einzelnen Fachgeschäften war es so kurz vor dem Ereignis vom Mittwoch schwierig, noch an eine Schutzbrille zu kommen.

Bei Digitec Galaxus etwa war die Verfügbarkeit in den Worten des Onlinehändlers «nicht optimal» – die günstigeren Modelle waren bereits Tage zuvor ausverkauft. Die Grossverteiler Migros und Coop hatten keine Spezialbrillen zum Verkauf angeboten, wie sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilten.

Am Mittwoch gibt es in der Schweiz die grösste Sonnenfinsternis seit 1999. Je nach Standort verdeckt der Mond dabei zwischen 91 Prozent und 93 Prozent der Sonne. Ihren Höhepunkt erreicht die Verfinsterung kurz vor dem Sonnenuntergang. Um das Ereignis zu beobachten, sind zertifizierte Sonnenfinsternis-Brillen unverzichtbar. Sonnenbrillen sind dafür nicht geeignet. (hkl/sda)

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Ringförmige Sonnenfinsternis in Nord- und Südamerika
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quelle: keystone / carlos avila gonzalez
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